Verein für Gartenbau und Landespflege Otting e.V.
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    Kindergruppe "Wilde Blumen"

"Die wilden Blumen" - den Namen haben sich die Kinder selbst ausgedacht - nennt sich die neu gegründete Kindergruppe des Gartenbauvereins Otting. Im Rahmen eines weiteren Treffens am 29. Mai 2009 in Holzhausen haben 23 Kinder zwischen 5 und 9 Jahren die Gründungsurkunde unterschrieben. Alle Kinder erhielten einen eigenen Mitgliedsausweis mit dem "Wilde-Blumen-Logo" ausgehändigt den sie voller Stolz mit nach Hause nahmen. Die Kinder möchten sich ab jetzt regelmäßig - einmal im Monat - treffen, um gemeinsam mit der Jugendbeauftragten Doreen Maierhofer im Garten und Natur zu spielen, zu lernen, zu beobachten und kreativ zu sein.
 

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Sonnengelb und Himmelblau bei den Wilden Blumen am 7.7.2017
Die grünen T-Shirts sind unser Markenzeichen, doch diesmal kam fast niemand in Grün, den „Sonnengelb und Himmelblau“ waren angesagt. So bot die Gruppe auf dem Spaziergang einen schönen sommerlichen Anblick. Unterwegs wurden Gräser, Blüten und andere Kleinigkeiten gesammelt, bevor sich alle vom „Oberwirt“ ein Steckerleis spendieren ließen. Sonnig und luftig ging es weiter: Mit den gesammelten Pflanzen und mit kleinen Deko-Tieren belegten die Kinder Solarpapier. Dieses ist ein Relikt aus der Kinderzeit der Fotografie, denn es ist UV-empfindlich und bildet die aufgelegten Gegenstände weiß auf blau ab. Die Solarfotos wurden in Wasser fixiert und an der Wäscheleine getrocknet.
Andere Kinder bastelten Seifenblasenringe aus Draht und Pfeifenputzern und probierten sie mit der bereitstehenden Seifenlauge gleich aus – es entstanden wunderschöne und riesengroße Seifenblasen! Und passend zum Sommerthema gab es zur Brotzeit goldgelbe Honigbrote und eine himmelblaue Bowle mit gelben Pfirsichen und blauen Blumen darin.
Auch im Pfarrgarten wurde gewerkelt: Schilfhalme wurden abgesägt, zusammen mit Pappröhrchen in Dosen geklebt, Köcher in Hartholzblöcke gebohrt. So wird unser großes Insektenhotel nach und nach bestückt.
Den Abschluss bildet ein lustiges Wassertransport-Spiel, bei dem kein Kind trocken blieb.

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Wilde Blumen, Grenzgänger und Wilde Bienen am 26. Mai 2017
Landesgrenzen kennen die Kinder, ob aus dem Urlaub oder den Nachrichten. Aber dass eine solche einmal mitten durch die Pfarrei Otting verlief? Vor 200 Jahren gehörte ein Teil der Pfarrei zu Bayern, der andere zu Salzburg. Doch die Menschen besuchten dieselbe Schule und dieselbe Kirche und störten sich nicht daran, dass sie unterschiedliche Landeskinder waren. Diese Besonderheit der Ottinger Geschichte ließen sich die Wilden Blumen nahebringen von Sepp Schuster vom Arbeitskreis „Heimat Otting“. Gemeinsam wanderten sie entlang der ehemaligen Grenze – dem Höllenbach – und zwar drent und herent.
Ein ganz anderes Thema wurde nach der Brotzeit behandelt: Wildbienen. Sie sollen im neu gestalteten Pfarrgarten auch Quartier finden und Möglichkeiten zum Brüten. Deshalb war ein großes „Regal“ aufgestellt worden, das nun nach und nach als Insektenhotel gestaltet werden soll. Einzelne Fächer wurden mit Lehm oder Kiefernzapfen befüllt, das Dach mit Thymian und Glockenblumen bepflanzt. Aber auch zu Hause können die Kinder den Wildbienen Nistmöglichkeiten bieten. Jedes baute sich ein Mini-Insektenhotel. Da musste geschraubt, geschliffen, geklebt, getackert und befüllt werden, und auch da reichte manchmal die Zeit nicht, so dass es auch für zu Hause noch einiges zu tun gab. Die Kinder waren mit Feuereifer dabei und lernten auch, dass ein Garten eigentlich niemals fertig ist.

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Die Wilden Blumen und der Barfußpfad am 28. April 2017
Etwas so Krasses haben wir ja noch nie gemacht – mitten im Winter einen Barfußpfad angelegt. Zuerst ging es ja noch – die 40 Kinder bastelten im gemütlichen Pfarrsaal Muttertagsgeschenke. Außerdem konnten Bilder gemalt werden, die das Lindenmärchen vom letzten Treffen illustrierten. Es lagen auch große Astscheiben von der 2015 gefällten Ottinger Friedhofslinde bereit.  Auf diesen wurden die Jahresringe der letzten Jahrzehnte abgesteckt, und jeder konnte sein Geburtsdatum oder ein anderes Ereignis der (Ottinger) Geschichte auszählen. Im Pfarrsaal wurden Spiele gemacht, so dass es doch ein bisschen wild war. Anschließend gab es Brotzeit.

Aber die letzte Stunde wurde dann doch draußen verbracht. Das Wetter war greislich – im Schneeregen waren  die Kinder binnen Minuten triefnass, was aber die meisten nicht weiter störte. Mit Rundhölzern, Vlies und 30 cm langen (!) Nägeln  und viel Eifer wurde tatsächlich ein Barfußpfad angelegt. Die einzelnen Abteile wurden mit Hackschnitzeln, Steinen, Riesel, Sand, Holzscheiben und anderen fußfühlbaren Materialien gefüllt, soweit der Vorrat reichte. Der Rest füllte sich langsam mit Schnee.... Nichtsdestotrotz hätten einige den Pfad auch barfuß ausprobiert, aber das sollen sie am 13. Mai beim Lindenfest nachholen.

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Die Wilden Blumen und die Linde am 31. März 2017
Lauter wichtige Leute waren gekommen, außer den Wilden Blumen und den Betreuerinnen auch noch Georg Unterhauser, Kreisfachberater Markus Breier, Kirchenpfleger Konrad Thaler und Hans Eder von der Presse. So viel Fachkompetenz, um die neue Friedhofslinde zu pflanzen!
Ein großes Loch war schon da, und unter fachlicher Aufsicht vom Kreisfachberater hatten die Kinder auch gleich geklärt, wie herum der Baum in die Erde gehört. Bald stand die 5 m hohe Winterlinde an ihrem Platz und die Wilden Blumen schaufelten eifrig das Loch zu. Dann ging es ans gießen: Aus vielen Gießkannen ergoss sich eine Wasserflut über die Pflanzstelle. Die Wilden Blumen wünschen sich, dass der Baum jetzt schön wächst „und ganz alt wird“.
Weiter ging es mit der Arbeit. Die zwei neuen Hochbeete im Pfarrgarten wurden mit Astschnitt gefüllt, das gab ein großes Zwicken, Hauen und Stechen. Danach gab es endlich Brotzeit. Hundert Ostereier standen bereit, die vor dem Verspeisen noch Oascheim und Becken über sich ergehen lassen mussten. Nach dem Essen konnten die Kinder Osterhasentüten gestalten, die mit Süßigkeiten gefüllt wurden. Andernorts standen hunderte Tomatenpflanzerl bereit, die von den Buben und Mädchen in größere Töpfe verpflanzt und mit nach Hause genommen wurden. Wenn sie jetzt die Aufzucht durch Kinderhand durchlaufen haben, können sie als wirklich robuste Tomatenstöcke auf dem Kraut-und Krempelmarkt am 13. Mai verkauft werden.
Außerdem strichen die Kinder die Bretter für drei Bänke an, auf denen man später unter der alten und der neuen Ottinger Friedhofslinde sitzen kann.
Damit der Osterhase bzw. dessen Vertretung die Süßigkeitensackerl in Ruhe verstecken konnte, „mussten“ die Wilden noch eine Runde Fußball spielen oder unter der Linde einem Märchen über die Linde lauschen. Am Ende waren alle Naschereien gefunden und wurden ebenso wie die vielen Tomatenpflanzerl mit nach Hause genommen.

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Die Wilden Blumen in der Schule am 24.2. 2017
Das Aprilwetter im Februar machte den Wilden Blumen gar nichts aus, weil das Treffen in der Wonneberger Schule stattfand. Und auch das machte den Kindern nichts aus, weil im Werkraum der Schule getöpfert werden durfte! Die Auseinandersetzung mit dem Material Ton animierte die Phantasie der Kinder, so dass viele lustige und schräge Pfosten- oder Zaunhocker entstanden. Leider muss nun allerhand Geduld aufgebracht werden, bis die kleinen Kunstwerke getrocknet und im Ofen gebrannt sind. Anders kreativ ging es im Musikzimmer zu, denn da wurden passend zur 5. Jahreszeit Krapfen mit Zuckerguss verziert. Und auch die wurden nicht gleich verspeist, sondern in einer selbst gebastelten Pappschachtel mit nach Hause genommen. Soviel Selbstbeherrschung wurde belohnt: zur Brotzeit gab es reichlich weitere Krapfen zum Verputzen, und wer fand, dass es bisher zu schulmäßig brav und zu wenig wild zuging, der konnte sich bei ausgelassenen Spielen in der Aula austoben.

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Wilde Blumen in der Winternacht am 27. Januar 2017
Dieses prächtige Winterwetter musste ausgenutzt werden! Aber Schlittenfahren allein ist nicht genug. Deshalb trafen sich 37 Kinder des Gartenbauvereins Otting in Holzhausen zum Nachtschlittenfahren. Das Basislager wurde noch bei Tageslicht errichtet. Bald köchelte ein Kinderpunsch über dem Feuer, von dem sich die Kinder zwischen zwei Abfahrten einen Becher voll holten.  Wer grad verschnaufen musste, konnte mit gefärbten Wasser Bilder in den Schnee malen. Als es dämmerte, wurde die Bahn mit Fackeln markiert und bot mit all den wilden Rodlern einen spektakulären Anblick. Auf einem zweiten Feuer bereiteten sich die Kinder „Lagerfeuerpizza“ zu und verputzten diese auf dem Schlitten sitzend, bevor es wieder den Berg hinauf ging. Auch wenn es mit Einbruch der Nacht bitterkalt wurde, hatten die Kinder viel Spaß und störten sich nicht an der Kälte. Da aber für die kommenden Tage sowieso Tauwetter angesagt war, konnte ein bisserl Aperschnalzen nicht schaden: mehrere Kinder und Eltern hatten die Goaßeln dabei und ließen sie kräftig schnalzen. Wer mochte, durfte sich in dieser Kunst versuchen. Dabei wurde es manchen wieder so warm, dass sie die Jacken ablegen mussten. Und in ganz Holzhausen war es nicht zu überhören, dass die Wilden Blumen in der Winternacht unterwegs waren.
 

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Die Wilden Blumen und die Stallweihnacht vom 25.-27.November 2016
So wie die dreijährlich stattfindende Ottinger Stallweihnacht des Theatervereins ist auch der um diese herum abgehaltene Adventsmarkt eine feine Tradition, an der sich viele Ottinger Vereine beteiligen. So machten sich auch die Wilden Blumen ans Basteln. Mit viel Kreativität und Fleiß entstanden weihnachtliche Dekoartikel wie Engel aus Weiden und Tannenbäume aus Rinden, Essbares wie Schokolade und Kräutersalz und Praktisches wie Schlüsselanhänger, Taschen und Kerzen. All die schönen Dinge wurden in den drei Tagen mit viel Spaß von den Kindern selbst verkauft. Da drängten sich nicht nur Eltern und Großeltern vor dem Stand der Wilden Blumen! Die fleißigen Jugendleiterinnen des Gartenbauvereins unterstützten die Kindergruppe, indem sie am offenen Feuer Waffeln backten und verkauften. Die Arbeit hat sich gelohnt: Von dem Erlös können die Wilden Blumen nicht nur ihren Jahresausflug finanzieren, sondern konnten auch 500€ an die Kinderkrebshilfe spenden.
 

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Äpfel, Blätter, Kerzen- Die Wilden Blumen am 28.2016
Jetzt-Ende Oktober - war es Zeit für die wilden Blumen, mit der Bastelei für den Ottinger Adventsmarkt zu beginnen. Dank des schönen Wetters konnten die Kerzen draußen gegossen werden, was uns eine große Sauerei im Pfarrsaal ersparte. Die Kinder fühlten die gesammelten Chipsdosen und andere leere Behälter in rasender Geschwindigkeit mit Wachsresten. Später wurde dann mit flüssigem Wachs aufgefüllt, so dass fertige Kerzen entstanden. Dann spielten die Wilden erst einmal ein paar Runden "Versteinern", bevor alle in den Pfarrsaal gingen, um lustige Blättertiere zu basteln. Dabei entstanden Fische, Eichhörnchen, moderne Kunst und vieles mehr. Gleichzeitig produzierten immer fünf Kinder duftendes Kräutersalz für den Christkindlmarkt. Nun wurden im Pfarrsaal mit viel Begeisterung zwei weitere Spiele gemacht. Währenddessen bereitete Bernadette Rosenegger im Ottinger Backofen Bratäfpel als Probe für die Stallweihnacht zu. Wann immer es ein Problem mit Essen gibt - die wilden Blumen sind zur Stelle und lasssen es sich schmecken. Der Tag endete mit einer sehr wilden Laubschlacht, bei der die Kinder viel Spaß und die Mütter viel zum wieder zusammenkehren hatten. Nach noch einem Spiel und zwei gruseligen Schokoladenaugen für jeden (wobei viele eindeutig noch zählen üben müssen) gingen die Wilden Blumen satt und zufrieden nach Hause.
 

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Die Wilden Blumen – Herbstfarben und Herbstschmuck am 30.9.2016
Ein neues Wilde-Blumen-Jahr begann mit schönem Wetter und gleich sechs neuen „Schnupperkindern“. Noch war der Herbst mit seinen Farben nicht eingezogen, so dass es nicht so  leicht war, alle anhand von Buntstiften vorgegebenen Farben in der Natur zu finden. Auf einem langen Waldspaziergang wurde nebenbei auch viel Material zum Schmuckbasteln mitgenommen. Gefunden wurde auch eine ziemlich bizarre gelbe Raupe – sie gehört zum Buchenstreckfuß, einem Nachtfalter. So wissen wir das jetzt auch.

Danach war erst einmal Brotzeit – Gemüse mit Dip und Molbaum-Äpfel verschwanden blitzschnell in den Kindermägen. Die Apfelschälmaschine ist immer wieder spannend. Während der Pause gab es auch noch etwas zu feiern: Im Sommer am Demei-Weiher hatten die Kinder ihre Fotos zum Thema „Wasser“ ausgestellt und selbst die Sieger gekürt. Diese bekamen jetzt als Preis eine Stirnlampe überreicht. Gewonnen hat Simon Hofmeister, zweite Preise gingen an Viktoria Baderhuber und Hiasl Baderhuber, und Willy Maierhofer, Ronja Hofmeister und Karolin Pflug erhielten dritte Preise.

Dann wurden auf einem Leintuch zwei „Nikolaushäuser“ ausgelegt und die gesammelten farbigen Schätze in die Fenster gefüllt zu einem bunten Naturbild.

Bunt ging es auch weiter. Aus Holunderzweigen wurden Perlen geschnitzt, z.T. mit Beeren und Blättern eingefärbt und mit anderen Fundstücken zu Armbändern und Ketten verarbeitet. Andere schnitzten sich aus den hohlen Zweigen kleine Blasrohre.

Unser Anteil im Pfarrgarten hatte sich im Sommer mangels Pflege (einmal im Monat ist zu wenig) in einen Dschungel verwandelt und das Hochbeet war ziemlich in die Jahre gekommen. Jetzt wurde alles abgeschnitten und das Hochbeet abgerissen und ausgeleert. Das war ein besonderer Spaß, einmal etwas so richtig kaputt machen zu dürfen! Und als besondere Überraschung wurde festgestellt, dass in das im Vorjahr erbaute Igelhaus nicht nur eine Igelin eingezogen ist, sondern diese auch noch vier Junge hat!
 

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Die Wilden Blumen am Demei-Weiher am 30./31. Juli 2016.
Sonnenschein, Ferienbeginn und Wilde Blumen – das gehört einfach zusammen! Für 40 Kinder begann die schönste Zeit des Jahres wild und spannend am Demei-Weiher.
Zuerst führte eine kleine Wanderung in das Demei-Filz. Der schwingende Boden, die Mooraugen und tiefen Schlammlöcher (wie tief, wurde anhand von Kinderbeinen getestet) und der dunkle Torf faszinierten die Kinder außerordentlich – und so sahen die meisten am Ende auch aus! Das Thema Moor ist bei den Wilden Blumen seit dem Ausflug in die Kendlmühlfilzen aktuell. Daran anknüpfend erfuhren die Kinder noch mehr über das Moor, z.B. konnten sie auf einem kleinen Rundweg Fotos finden von Tieren, die hier leben. Manche davon, wie Libellen und Bläulinge, gab es auch in echt zu entdecken.
Danach war ein Bad im Weiher notwendig. Später wurden Bälle und Schuhe mit Blumen bepflanzt, die uns die Gärtnerei Pertl aus Hellmannsberg geschenkt hat. Außerdem wurden Puppen aus Heu hergestellt. All dies wird auf dem Festwagen des Gartenbauvereins zum Fest der DJK Otting zum Einsatz kommen.
Aus Zapfen, Stöckchen und Wolle konnten die Mädchen und Buben sich Libellen und Fledermäuse basteln – passend zu unseren Themen. Dann wurde wieder gebadet, gegrillt, gegessen, getobt, geratscht, Waffeln am Feuer gebacken….
Aber mit Einbruch der Dämmerung hieß es ganz still sein. Beate Rutkowski vom BUND Traunstein war zu Besuch gekommen und brachte den Kindern die Fledermäuse nahe. Viele Fragen gab es zu beantworten, dann durfte die Gruppe selber Ausschau nach den lautlosen Nachtjägern halten. Mit Hilfe von zwei Batcordern wurden die Ultraschall-Rufe der Tiere hörbar gemacht. Die knackenden Geräusche aus den Geräten verrieten die Anwesenheit der Fledermäuse, und so war es einfacher, diese am Himmel und über dem Wasser zu entdecken.
Noch später gab es Märchen zu hören, aber es dauerte noch sehr lange, bis auch das letzte Getuschel und Gekicher in den Zelten und im Matratzenlager verstummte. Und die Nacht war auch nicht besonders lang. Die meisten Kinder waren schon wieder im Wasser, als die Semmeln geliefert wurden. Nach dem Frühstück musste leider zusammengeräumt werden, bevor alle zwar unausgeschlafen und dreckig, aber glücklich in die Sommerferien starten konnten!
 

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Die Wilden Blumen in den Kendlmühlfilzen am 9.7.2016
„Oh schaurig ist's, übers Moor zu gehen…..“ Der Jahresausflug der Wilden Blumen führte in das größte Hochmoor Bayerns, die Kendlmühlfilzen. Mit dem Bus ging es zuerst zum Torfbahnhof Rottau, einem fast 100jährigen Industriedenkmal. Der industrielle Torfabbau im vorigen Jahrhundert ist für Kinder ein sicher ungewöhnliches, aber durchaus spannendes Thema.
Zuerst fuhr die alte Feldbahn mit der ersten Gruppe ein Stück ins Filz hinein, vorbei an uralten rostigen Maschinen, über Weichen, die von den Kindern selbst umgestellt werden durften, und dann hinein in das alte dunkle Gebäude. Dort gab es zum Beispiel eine (noch funktionierende!) Torfballenpresse zu sehen, und auch in die kleine Lok konnte jeder einmal einsteigen.
Die Kinder der anderen Gruppe lernten, wozu Torf früher verwendet wurde, z.B. als Brennmaterial, Einstreu, sogar für Babywindeln und heute vor allem für Blumenerde. Sie lernten auch, dass ein intaktes Hochmoor nur 1mm Torf im Jahr bilden kann, die Torfschichten der Kendlmühlfilzen also 8000 Jahre für ihre Entstehung gebraucht hatten. So wird einsichtig, dass man bei Blumenerde auf torffreie Sorten achten sollte. Es gab auch Torf zum Anfassen, und jeder konnte mal fühlen, wie schwer ein Torfstecher mit 3kg frischem Torf in Form dreier Milchtüten zu heben war.

Im Museum gab es noch viel mehr zu sehen: einen Bohlenweg aus vorgeschichtlicher Zeit, Tiere, die im Moor leben, Giftschlangen in Gläsern und „Rosalinde“, die Nachbildung einer Moorleiche. Die war eher faszinierend als gruselig – und sie hatte „Gummistiefel“ an.
Nach dem zweiten Durchgang war es Zeit zum Mittagessen. Brezen und Würstl, Melonen und Kuchen waren schnell verputzt, und es war viel Zeit zum Toben und Spielen.
Mit dem Bus ging die Fahrt weiter zum Museum Klaushäusl – Salz und Moor. Das Klaushäusl war einmal eine Pumpstation für Sole auf dem Weg zur Verarbeitung in Rosenheim mit hölzernen Röhren, einer messingglänzenden  Pumpe, salzverkrusteten Becken und einer 179 Stufen langen Treppe. Im Museum im alten Brunnwärterhaus dagegen konnten die Kinder ihr neues Wissen über das Moor noch vertiefen. Die zweite Gruppe erlebte eine geführte Wanderung auf dem Moorerlebnisweg, konnte spielen und die Tier- und Pflanzenwelt des Moors erkunden. Auch da wurden dann die Gruppen getauscht.
Viele der Wilden Blumen streiften noch allein durch das Museum, aber bei einem wohlverdienten Eis im Museumscafe fanden sich alle wieder zusammen.

„Oh schaurig ist's, übers Moor zu gehen…..“ , nein, schaurig war's nicht, aber wild war's und spannend und cool.
 

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Die Wilden Blumen bei den Bienen am 1.6.2016
Die Biene als unser wichtigstes Nutztier beschäftigt auch die Wilden Blumen. Die vom Gartenbauverein in Otting angelegte Bienenweide beginnt zu blühen  und wird gern von den Kindern (und Bienen) besucht. Und jetzt wurden  die  Immen „zu Hause“ aufgesucht. Imker Christian Pflug aus Tettelham und seine Frau Bärbel brachten den Kindern das Leben und die Bedeutung der fleißigen Insekten nahe. Wie kommt der Honig von der Blüte bis ins Glas, wie macht die Biene das, dass es Honig wird, wo kommen die kleinen Bienen her, kann man eine Biene streicheln, waren Fragen, auf die die Kinder Antworten bekamen. Eine Gruppe schaute in den Bienenstock hinein, konnte die Waben in die Hand nehmen und das Werkzeug des Imkers kennenlernen. Die andere Gruppe füllte Honig in kleine Gläser ab, die mit selbstgemalten Etiketten mit nach Hause genommen werden durften. Dann wurden die Gruppen getauscht.
Zur Brotzeit gab es natürlich Honigbrote! So gestärkt bestieg die ganze Meute den nahen Schlossberg, wo schon ein kleines „Sonnenwendfeuer“ brannte. Um zur Ruhe zu kommen, sollten die Kinder zuerst einmal fünf Minuten die Augen schließen und einfach nur auf die Geräusche der Umgebung hören. Manche genossen die Übung sichtlich, andere zerriss es fast beim Staadsein. Rundherum summten die Bienen (besonders in der Friedenslinde) und zirpten die Grillen. Mit einem selbstgebauten Brummhölzchen, auch Libelle genannt, konnten die Wilden Blumen in das Insektenkonzert einstimmen. Andere pflückten Blumen, warfen Holz ins Feuer oder tobten einfach richtig wild herum.

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Die Wilden - Beton und Erdbeeren
Die Wilden Blumen haben schon mit verschiedensten Materialien gebastelt, aber das hier war neu: Beton! Mit Brille und Handschuhen geschützt, füllten die Kinder Formen mit Ruck-Zuck-Beton und gossen die entsprechende Menge Wasser auf. So entstanden ruck-zuck kleine Blumen und Herzen, aber auch mit Scherben, Glasnuggets oder Perlen verzierte Kacheln und als besonderer Gag  Hirschköpfe mit Astgeweih („ein Zwölfender!“) als Wandschmuck.
Außerdem hatten alle Kinder alte Gummistiefel oder Schuhe mitgebracht. Diese wurden mit Steinen und Erde gefüllt und mit  Perlen oder Bändern verziert. Jetzt dienen sie als Pflanzgefäße für Erdbeeren.
Inzwischen waren alle  hungrig geworden. Mit Baguette, Bärlauchbutter und Radieschenquark wurde ausgiebig gepicknickt, und die Kalbinnen auf der Weide schauten zu.
Auch diesmal spielten die Wilden Blumen Fußball mit den Asylanten, aber danach gab es noch einiges zu tun. Das Hochbeet wurde hergerichtet und das Kräuterbeet ausgegrast und anschließend noch Sonnenblumen und Ringelblumen ausgesät.

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Die Wilden Blumen, Osterhasen und Tomaten am 18.3.2016
Der Frühling kommt gewaltig, und so konnten sich die Wilden Blumen wieder ohne zu frieren draußen treffen. Und auch der Osterhase scheint da gewesen zu sein, jedenfalls waren viele Schokis versteckt, die alle gefunden und verspeist wurden. Dann ging es ans Basteln:
Aus leeren Konservendosen und Moosgummi entstanden Osterhasen für den Gartenzaun. Schon bald schaute eine ganze Reihe der frechen Gesellen in die Welt. Am anderen Basteltisch entstanden „Ostereier für die Vögel“ - aus Weiden- und anderen Zweigen wurden runde oder eiförmige Gebilde geflochten. Das war nicht so leicht und fuchste manchmal gewaltig! Diese Werke wurden dann mit Schafwolle gefüllt und können im Garten aufgehängt werden, so dass sich die Vögel die Wolle als Nistmaterial herauszupfen können.
Für junge Tomatenpflanzen war es draußen doch noch zu kühl, deshalb standen sie im Pfarrsaal bereit. Sie Sämlinge wurden von den Kindern in Töpfchen gepflanzt und sauber nach Sorten beschriftet. Jedes Kind nahm mehrere mit nach Hause, wo die Pflänzchen gepflegt werden bis zum „Kraut und Krempel“-Markt am 7.5.2016, um dort von den Wilden Blumen zum Verkauf angeboten zu werden.
Soviel Aktion macht Hunger: Schnittlauchbrote gab es und bunte Eier, wobei die Eier vorher einige Runden „Oascheibn“ und „Becken“ über sich ergehen lassen mussten.
Die Sonne schien, ein Ball lag herum und die Ottinger Flüchtlinge schauten interessiert herüber – was lag näher, als mit diesen ein ausgiebiges und wildes Fußballspiel zu beginnen, das erst zur Abholzeit endete.

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Die Wilden Blumen im Bergwalderlebniszentrum am 26.2.16
Kalt genug war's und etwas Schnee gab es auch für einen Ausflug in den Winterwald. Die Wilden Blumen fuhren in die Urschlau bei Ruhpolding ins Bergwalderlebniszentrum. Dort wurden sie von Reini und Sepp, zwei Mitarbeitern des Zentrums, am Parkplatz in Empfang genommen und zogen in zwei Gruppen durch den Wald. Mit Spielen wie „Fledermaus und Nachtfalter“ oder „Baumhockey“ hielt man sich warm. Das Wissen der Kinder wurde auf die Probe gestellt, indem verschiedene lebensgroße Tierfiguren zu entdecken und Baumarten an den blattlosen Zweigen zu erkennen  waren. Am „coolsten“ fanden die Kinder sicher das Armbrustschießen. Dabei wurde mit Korken auf eine Rehsilhouette gezielt, wobei das „Reh“ nicht den Eindruck machte, stillzustehen, sonst hätte man ja besser getroffen… Zuvor wurde auch besprochen, warum die Menschen z.B. Rehe jagen, weil diese nämlich bei uns keine natürlichen Feinde mehr haben. Endlich angekommen beim  Bergwalderlebniszentrum, wurde in einem Holzpavillon ein Feuer entfacht und es war Zeit für Brotzeit. Als Überraschung standen ein Teig und Stecken bereit, so dass sich die Kinder Stockbrot backen konnten. Währenddessen besichtigten vor allem die erwachsenen Teilnehmer die Räumlichkeiten des Zentrums, wo man auch mit Übernachtungen für Gruppen und Schulklassen buchen könnte. Draußen nutzten die Kinder die Zeit zum Spielen und Toben und übten hartnäckig das Schießen mit der Armbrust, bis jeder doch noch das Reh erlegt hatte. Es war schon stockfinster, als die begeisterten Wilden Blumen den Rückweg durch den Wald bis zum Parkplatz antraten.

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Es raucht bei den Wilden Blumen am 5.2.2016
Die Wilden Blumen erschienen diesmal als wilde Kobolde, Elfen, Hexen und Zwerge, so dass man sie beinahe nicht erkannt hätte. Da hat es aber heftig geraucht! Das lag aber nicht daran, dass die Kinder zu wild gewesen wären (geht ja gar nicht). Gabi Fitz-Bohleber war zu Besuch und brachte den Blumen das Räuchern mit Pflanzen nahe. Salbei wirkt gegen schlechte Gerüche und schlechte Stimmung, Rose öffnet das Herz, Rosmarin gibt Energie, Thymian macht Mut. Diese und viele andere Kräuter lernten die Kinder kennen und verwendeten sie in einer Mischung, die sie zu Hause verräuchern können, wenn dicke Luft herrscht, Mitmenschen nerven oder man Konzentration für die Hausaufgaben braucht. Eine Stunde lang war der Tisch mit den Zutaten und den duftenden Rauchschwaden dicht umlagert.
Auf der anderen Seite vom Pfarrhof rauchte es auch – dort wurde der Backofen angeheizt.
Doch zuvor lautete das Motto:“Sehen und gesehen werden“. Eine Bildersuche führte die wilden Naturgeister durch ganz Otting. Es war nicht leicht, sämtliche abgebildeten Details im Dorf wiederzufinden.

Dann war es Zeit, den Teig auszurollen und zu belegen. Und nach der Siegerehrung wurden die Kinder mit knuspriger, duftender Pizza aus dem Backofen belohnt.

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Die Wilden Blumen und die Waldweihnacht am 11.12.2015
Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gerücht umging in Otting von einer Weihnachtsfeier mitten im Wald. Da machten sich auch auf die Wilden Blumen nach Aichwies. Und als sie daselbst waren, da fanden sie Forstanwärter David Schuhwerk mit seiner Frau Barbara, die für die Kinder eine Waldwanderung mit Spielen und Wissen vorbereitet hatten.
Zuerst schwärmten die Wilden Blumen aus und suchten  nach Dingen, die von Tieren gefressen werden können. Dabei wurden auch die vielfältigen Beziehungen der Waldbewohner zueinander deutlich. Anschließend wurde mit Becherlupen im Bach gefischt und allerhand „Viecher“ wie Köcherfliegenlarven zum Anschauen gefangen. Sehr spannend war auch der Tunnel, in dem der Altbach die Bahnlinie unterquert. Etwas oberhalb davon konnten sich die Kinder sehr gut vorstellen, in einem Sumpf zu sein, aus dem sie einen Schatzbehälter retten müssten. Erst nachdem alle Wilden Blumen ein Seil straff hielten, konnte sich ein Kind daran entlanghangeln und den Behälter holen, ohne in den Sumpf zu fallen. Der Behälter enthielt die Wanderkarte des Nikolauses!
Damit konnten problemlos einige Fichten gefunden werden, die mitten im Wald weihnachtlich mit Schokoanhängern geschmückt waren. Die Schokolade wurde gleich geplündert und gegen mitgebrachte Meisenknödel, Gelbe Rüben, Äpfel und anderes Tierfutter ausgetauscht.
Nicht weit von diesen Weihnachtsbäumen entfernt loderten schon zwei Feuer und eine Suppe brodelte im Kessel. Schnell wurde allen wieder warm und sie ließen sich Suppe, Kinderpunsch und Platzerl schmecken.
Doch plötzlich……
 stellte sich heraus, dass der Nikolaus noch in der Gegend unterwegs war! Mit seinem Kramperl tauchte er plötzlich auf und hatte für alle kleinen, großen und ganz großen Kinder etwas dabei.
Am Ende wurde im Dunkeln alles zusammengeräumt und dann die Fackeln entzündet und die Feuer gelöscht. Ein Fackelzug bewegte sich Richtung  Aichwies und sah trotz des herbstlichen Wetters doch sehr weihnachtlich aus. Und vielleicht, lange nach dem die letzten aufgeregten Stimmen verklungen waren und der Rauch sich verzogen hatte, wagten sich die Tiere des Waldes aus der Deckung und holten sich ihren Anteil an der Waldweihnacht.

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Die Wilden Blumen im Advent am 27.11.2015
Weihnachten kommt wie immer völlig überraschend, und da wäre es doch praktisch, ein Adventsgesteck bei der Hand zu haben. Das dachte sich auch das Wilde-Blumen-Team, zumal noch viel Naturmaterial vom Allerheiligen-Steckkurs des Gartenbauvereins übrig geblieben war. Und so zeigte die Floristin  Manuela Zeidler den Kindern, wie man ein Adventsgesteck herstellt.
Zuerst wurde die Steckmasse gewässert, passend für die Schalen zugeschnitten und mit Moos abgedeckt. Dann wurden Daxen und anderes Grün eingesteckt, es folgten Zapfen, Samenkapseln und anderes, dazu kleine Weihnachtskugeln und eine Kerze. Zum Schluss kam noch weihnachtlicher Glanz mit goldenen Schleifen und anderer glitzernder Deko hinzu. Ganz einfach, und doch hatte jedes Kind am Ende ein ganz individuelles kleines Kunstwerk geschaffen.Während die eine Gruppe sich auf die stade Zeit vorbereitete, tobte die andere in den Wald. Noch einmal durch das Laub schlurfen, die spätherbstliche Sonne genießen und die Gerüche aufsaugen! Als kleine Vertrauensübung wurde jedes Kind einmal blind von einem anderen über die buckligen Wege geführt, es wurde geschnuppert und Bäume blind ertastet.
Zurück im Pfarrhof, bereiteten die Kinder mit dem Messer Stecken für Stockbrot vor.
Dann wurden die Gruppen getauscht, wobei die zweite Gruppe im Wald schon von der Dunkelheit überrascht wurde.
Bald darauf loderten zwei Feuer, und bei heißem Apfelsaft und Stockbrot aus Pfannkuchenteig kamen alle Kinder wieder zusammen.

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Kunst und Kastanien am 30.10.2015
Durchbohrte Holzabschnitte, Perlen, Draht, Nägel, Wolle, Federn, Filz und Leder, Werkzeug und 30 Kinder – mehr braucht es nicht, um kreative Kunstwerke entstehen zu lassen. Mit großem Eifer und vielen Ideen klebten, hämmerten, wickelten, schnitten, bohrten und steckten die Wilden Blumen drauflos, um am Ende jeder einen lustigen herbstlichen Kerzenständer für zu Hause und ein „kreatives Teil“ für eine Gartenstele zu haben.
Dann war Zeit für einen richtig großen Hunger, dem mit Apfelpunsch und Allerseelenzöpfen abgeholfen werden konnte. Im Ottinger Pfarrsaal konnten sich auch alle wieder aufwärmen, bevor es wieder raus in den kalten Oktoberabend ging. Und zwar genau in den Pfarrgarten, um die gemeinsam gebastelten Stelen aufzustellen. Obwohl nicht geplant, „halloweente“ es gewaltig, denn es war schon stockfinster, und die alten, abgewetterten Vogelscheuchen sollten Platz machen für die neue Kunst.
Außerdem galten vorsichtige Blicke der jüngst gebauten Igelburg. Da die listig vor den Eingang gesteckten Grashalme verschwunden waren, gehen wir davon aus, dass die Burg einen Bewohner hat, der natürlich nicht gestört werden soll.
Ein großer Korb voll Kastanien wartete dann im Stadel auf die Meute. Damit kann man auch wunderbar basteln, aber heute nicht: Die Wilden Blumen steckten die Kastanien in Tüten und droschen mit dem Hammer wild darauf herum, bis alles kurz und klein war! Die Absicht dahinter ist, dass Kastanien Saponin, also Seife enthalten, das mit Wasser herausgelöst und als ökologisches Waschmittel verwendet werden kann. Mit Wasser in ein Marmeladenglas gefüllt und kräftig geschüttelt, bildete der Kastanienbaatz eine Menge Schaum. Der kann am nächsten Tag abgeseiht und zum Beispiel für die Wäsche von bei der Gaudi im Pfarrgarten verdreckten Kinderklamotten verwendet werden...

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Die Wilden Blumen und der Wind am 25.9.2015
Es war wieder mal soweit – die Wilden Blumen rückten aus, diesmal in den Garten. Das Hochbeet wurde abgeräumt und das Kräuterbeet winterfest gemacht. Dem Igel, den die Kinder entdeckt hatten, bauten die jungen Gartler ein Igelhaus.
Bald wird es kalt, und der Herbstwind weht. Schön, wenn man dann ein Windspiel hat, das lustig am Baume flattert. Die Wilden Blumen konnten jeder eines mit heimnehmen.
Außerdem wurden alte Socken mit Erde und Grassamen gefüllt. Diese bekamen noch ein freches Gesicht aufgeklebt und werden zu Hause ins Wasser gestellt, bis ihnen ein wilder grüner Schopf sprießt, der dann zu einer (nicht zu braven!) Frisur gestylt werden kann.
 

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Der erste Ferientag bei den Wilden Blumen am 3.8.2015
Wie in jedem Jahr begannen die Ferien für 37 Kinder mit einer Übernachtung am Demei-Weiher. Nachdem die Zelte aufgebaut und die besten Schlafplätze erstritten waren, lagen allerhand angefressene Sachen herum: Blätter, Zapfen, Schneckenhäuser, Obst und Holzstecken. Wer hat hier gespeist? Am interessantesten waren natürlich die vom Borkenkäfer benagten Stecken, und um die drehte sich das folgende Thema. Aus zerriebener Holzkohle, Quark und Borax mischten die Kinder einen schwarzen Baatz (auf deutsch Kaseinfarbe) an und pinselten die Stecken komplett damit ein. Danach war Zeit und absolute Notwendigkeit für ein Bad im Demei-Weiher. Die Sonne trocknete die Farbe schnell, und schon bald konnten die Hölzer abgeschliffen werden. Das war harte Arbeit, aber dann offenbarte sich der Sinn des Ganzen: auf dem nun hellen Holz zeichneten sich deutlich die schwarz gebliebenen Fraßgänge ab, wunderschöne und geheimnisvolle Naturmuster, seltsame Kreaturen oder geheime Schatzkarten. Zum Schluss wurden die Stecken noch mit Öl zum Glänzen gebracht.
Als ob es nicht schon heiß genug gewesen wäre, drehte sich das Geschehen auch später immer wieder um Holz und Feuer. Zwei Lagerfeuer brannten, über einem kochte die Suppe im Kessel. In dem anderen entstand Feuerkunst. Dazu wurden aus Zeitungspapier Tiere oder Figuren geformt und fest mit Draht umwickelt. Im Feuer verbrannte das Papier und das interessante Drahtgebilde blieb zurück. Am späteren Abend wurden auch noch Stockbrot und Stockbratäpfel gebacken, so dass die Feuer bis in die Nacht hinein umlagert waren. Dazwischen lud der See immer wieder zum Baden ein.
Außerdem war Besuch eingetroffen: Maria Zehentner, die Jugendbeauftragte des Kreisverbandes der Gartenbauvereine, überbrachte den Wilden Blumen den 2. Preis für ihr Sieger-Vogelhäuschen beim Tag der offenen Gartentür in Törring. Da wurde noch einmal laut gejubelt über den Gewinn, und Maria konnte mit der Gewissheit heimfahren, dass die Wilden Blumen viele Ideen haben, was sie mit den 200€ anfangen wollen!
Spät im Dunkeln, als die Sterne sichtbar wurden, suchten die Kinder den Himmel nach bekannten Sternbildern ab. Zum leichteren Finden wurden Sternenkarten zu Rate gezogen und einige Sternbilder mit Teelichtern nachgebildet.
Auch eine Gruselgeschichte brachte die Kinder nicht zum Einschlafen, und so wurde die Nacht ziemlich kurz. Und schon am frühen Morgen sprangen die ersten wieder ins Wasser. Nach Kaba und Nutellasemmeln wurden die Zelte abgebaut, am Demei-Weiher kehrte Ruhe ein und die Kinder starteten in die Sommerferien!

 

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Wilde Blumen in des Kaisers neuen Gärten am 18.7.2015
Mit Sonnencreme, guter Laune und viel Wechselkleidung im Gepäck machten sich 28 junge Ottinger Gartler mit 10 Erwachsenen auf nach Bad Ischl. Wilde Blumen und österreichische Gemütlichkeit, junges Gemüse und alte Kaiser – geht das zusammen?  Es geht, und wie!
Schon die Busfahrt mit unserem Lieblingsbusfahrer machte viel Spaß, Brotzeit und reichlich Getränke machten fit für einen langen, sehr heißen Tag.  Zuerst ein kurzer Marsch durch die Stadt mit Aufenthalt im Kurpark (speziell  im Springbrunnen), dann „Flanieren“ auf der Esplanade – die Wilden Blumen waren sicher eine der auffallendsten Besuchergruppen dieser Gartenschau (im positiven Sinne!).
Im Sisi-Park lockten vor allem die Spielplätze. Dank des übersichtlichen Geländes und unserer grünen T-Shirts konnten sich die Kinder im ganzen Park relativ frei bewegen und nach Belieben alles ausprobieren, während sich die Großen auch schon mal dankbar in den Schatten zurückzogen (wenn sie nicht selber auf den Spielgeräten erwischt wurden…). Da gab es verschiedene Kletter- und Schaukelmöglichkeiten, ein „Vogelnest“ und einen „Biberbau“  aus Treibholz, mehrere Themengärten wie den Schattengarten mit der Kristallkrone und den Garten mit den weißen Pferden. Lustig fanden die jüngeren Buben auch den Rasenmäherroboter, den sie gleich zu dressieren versuchten. Am wichtigsten aber war der Kaltenbach in der Mitte mit verschiedenen Überquerungsmöglichkeiten. Wie tückisch so eine Bachüberquerung sein kann, stellte sich gleich am Anfang heraus, als unser Bollerwagen dabei umkippte und sämtliche Rucksäcke ins Wasser beförderte. Soviel zum Thema Wechselkleidung. Rund um unser „Basislager“ lag und hing am Ende reichlich Wäsche zum Trocknen herum.
Für die, die trotz der Hitze ein bisschen mehr Abenteuer vertragen konnten, bot sich eine Wanderung auf den Siriuskogel an, den Haus- und Aussichtsberg der Bad Ischler. Der ziemlich steile Anstieg wurde versüßt durch einen „Sinneswunderweg“, einen eiszeitlichen Findling und oben duch einen Abenteuerspielplatz, einen Streichelzoo, einen kaiserzeitlichen Aussichtsturm und eine kräftige Mahlzeit im dortigen Wirtshaus.
Im Sisi-Park wurde unterdessen mehr gebadet und relaxt. Am Nachmittag wurden dann all die verstreuten Sachen und Kinder eingesammelt, alle Kinder mit Eis versorgt und der Weg in den Kaiserpark angetreten. In der kurzen Zeit, die noch verblieb, freuten sich die Wilden Blumen über die lustigen Trachtengewänder aus Daxen, Moos und Blumen, bewunderten die Kaiservilla von außen und schafften es, noch in zwei Wasserbecken ausgiebig zu baden (das wievielte Mal waren jetzt alle pritschnass?).
Auf der Rückfahrt schliefen alle – bis auf all die, die ratschten, Witze übers Mikro erzählten, lachten und kicherten, sich um die vorderen Plätze im Bus stritten, Gruselgeschichten zum Besten gaben, die Gegend beschauten und sich viel zu erzählen hatten…


 

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Jubel bei den Wilden Blumen!
Die vielen fleißigen Bastelstunden haben sich gelohnt: Beim Tag der offenen Gartentür in Törring am 28. Juni 2015, sind 82 Vogelhäuschen von Kindergruppen aus 24 Vereinen ausgestellt worden – und eines unserer Werke hat den zweiten Platz erreicht!

Das „Baumhaus von Troubadix“  lieferte sich ein Kopf- an Kopfrennen mit der „Langnase mit Hut“ aus Taching und gewann knapp, beide mussten sich dem „Großen Holzvogel“ aus Obing geschlagen geben. Unser „Rapunzelturm“ folgte bald darauf, und auch die anderen drei Häuser haben gute Plätze in der Gunst der Besucher erreicht. Über 1400 Besucher haben sich an der Abstimmung beteiligt. Und sie hatten es wirklich nicht leicht, denn es gab unglaublich schöne, kreative und lustige Häuschen zu sehen!

Somit haben die Wilden Blumen einen tollen Preis von 200€ gewonnen, den sie für eine gemeinsame Veranstaltung gut gebrauchen können!

Weitere Eindrücke vom Tag der offenen Gartentür in Törring finden Sie auf der Kreisverbandsseite.

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Die Wilden Blumen am "Bitterstein" am 12.6.2015
Heiß war‘s. Man musste schon sehr tapfer sein, um auf der Wanderung von Holzhausen zum Bitterstein noch wild zu sein. Aber mit Spielen, Trinkpausen und „Kappi-Taufe“, dem Füllen der Kappis und Hüte mit Wasser aus dem Kanister, konnten alle bei Laune gehalten werden, bis der rettende Waldrand erreicht war. Dann wurde es kühler und die Blumen gleich wilder. Pflanzen und Tiere am Weg, landwirtschaftliche Maschinen und auch eine Borkenkäferfalle wurden betrachtet und kommentiert. Nach eineinhalb Stunden Gehzeit war der Bitterstein erreicht.
 Dieser ist nicht nur ein Kulturgut unserer Gegend (fast jeder Ottinger war schon mal da), sondern ein eiszeitlicher Findling aus Wettersteinkalk, der vom Eis aus der Staufengegend mitgenommen wurde und seit mindestens 10.000 Jahren hier herumliegt. Sicher könnte der Stein spannende Geschichten erzählen. Bitter schmeckt er jedenfalls nicht. Vielleicht leitet sich der Name ja von dem keltischen Gott Bedaius ab, der in der Gegend verehrt wurde. Auf jeden Fall wirkte er auf die Kinder geheimnisvoll und ein bisschen verwunschen…
Für uns war er aber auch der „Butterstein“, denn auf dem Weg hierher hatte jedes Kind ein Gläschen Sahne im Gepäck, die beim wilden Wandern zu Butter geschlagen worden war. Dazu gab es Baguette, Schnittlauch aus unserem Garten und wilde, selbst angesetzte Kräuterlimonade.
Nach der Brotzeit im schattigen Wald war jetzt Gelegenheit zum Klettern, Schnitzen und Spielen, bis es Zeit zum Aufbruch war. Zum Glück mussten die Bollerwagen nur bis zur Straße durch die Matschlöcher zurückgezogen werden, weil da die Eltern schon warteten.

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Viel Arbeit bei den Wilden Blumen am 24.4.2015
Es gab allerhand zu tun bei den Wilden Blumen: die Vogelhäuschen für den Wettbewerb in Törring am 28. Juni wollten fertig werden, der Garten hatte Pflege nötig und es standen über hundert geschenkte Stiefmütterchen herum!
Während die einen gleich mit malen, hämmern, kleben und schrauben begannen, pflanzten die anderen je drei Stiefmütterchen in lustige Gefäße, zum Beispiel alte Schuhe, Gummistiefel, Töpfe, Tassen, sogar in einen Bauarbeiterhelm. Besonders die Mädchen verzierten ihr Werk noch mit Herzchensteckern – perfekt als verfrühtes Muttertagsgeschenk. Außerdem wurden Kupfer-Namensschilder für unser Hochbeet hergestellt. Nach so viel geduldiger Arbeit tat ein bisschen Spazierengehen oder –rennen gut. Nebenbei sammelten die Kinder Kräuter für einen Kräuterquark. Interessant, was alles so essbar und schmackhaft ist in der Wiese!
Zur Brotzeit mit dem Quark und Baguette waren dann auch alle ziemlich hungrig.
Nun stand unser Garten auf dem Programm. Im Hochbeet war schon einiges aufgegangen, aber wie sah der Rest aus! Also ausgrasen, abschneiden, Kompost aufsetzen. Viele Weinbergschnecken und eine Zauneidechse wurden bestaunt und dann wieder ins Freie entlassen. Zum Schluss kleideten die Wilden Blumen noch gleich mehrere Vogelscheuchen ein, die weniger die Vögel scheuchen als dem jetzt wieder schönen Garten ein lustiges Aussehen geben.

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Die Wilden Blumen bauen Vogelhäuschen am 27.3.15.
Der Tag der offenen Gartentür in Törring am 28.Juni scheint noch weit entfernt, trotzdem haben die Wilden Blumen schon mal angefangen, Vogelhäuschen für den dort stattfindenden Wettbewerb zu bauen. Vier lustige Ideen wurden mit erwachsener Hilfe umgesetzt. Hämmern, schrauben, sägen, bohren, Blech drücken, schnitzen und malen waren nur einige der Tätigkeiten, die die Kinder fleißig betrieben. Außerdem lag ein großer Haufen Holzabfall und Nägel bereit, mit dem sich die dann noch unterbeschäftigten Kinder austoben konnten. Da entstanden allerhand fantasievolle Kreationen. Nachdem es trotz heftiger Arbeit auch im Ottinger Rossstall zu kalt wurde, kam die Brotzeit mit heißem Tee und bunten Ostereiern im Pfarrsaal sehr gelegen. Es dauerte aber nicht lange, bis die ersten Kinder wieder nach draußen drängten.
Auch im Pfarrgarten wurde schon gearbeitet, denn trotz der Kälte lässt sich der Frühling nicht aufhalten. Radieschen, Gelbe Rüben, Mairübchen und Pastinaken säten die Wilden Blumen aus und bedeckten sie mit einem schützenden Vlies.
Da sich der Osterhase aber auch gar nicht blicken ließ, versteckten sich die Kinder die Schokolade am Ende gegenseitig, ehe der Nachmittag mit Schokoladeessen und einem wärmenden Spiel ausklang.

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Vogelfutter, Butterlamm und Popcorn am 27.2.2015
Wer hätte gedacht, dass eine Blaumeise gerade mal so viel wiegt wie vier Zuckerwürfel?  Und wollte ein Kind im Verhältnis zum Gewicht täglich so viel essen wie eine Meise, müsste es 10 kg Essen futtern - ein Drittel seines Körpergewichts! Bei den Mengen Popcorn, die an diesem Nachmittag verputzt worden sind, könnte man schon glauben, dass einige Kinder es zumindest versucht haben.
Um die Vögel draußen zu unterstützen und auch, um mal ordentlich Krach machen zu dürfen, bauten die Wilden Blumen aus ausgesägten Astabschnitten, Drahtgitter und Nägeln Vogelfuttersäulen. Diese wurden später in der Küche mit Popcorn und Erdnüssen gefüllt. In den Töpfen und der Popcornmaschine ploppte es die ganze Zeit, denn ein großer Teil der Ausbeute landete mit Zucker gleich in hungrigen Mägen.
Der – hoffentlich – letzte Schnee wurde in einer Wanne genutzt, um Eiskonfekt zu kühlen – kleine Pralinen aus Kokosfett und Kakao. Zum Glück gibt es ja Kühlschränke, denn der Frühling in Otting war schon ein bisschen zu weit für die kühlen Köstlichkeiten.
Fettig ging es weiter: Das Osterlamm, das in das Weihkörberl gehört, muss nicht unbedingt aus Kuchen sein! Man kann es auch aus Butter schnitzen. Für jedes Kind lag ein Stück Butter bereit, um mit Küchenmesser und Zahnstocher bearbeitet zu werden. Das Ergebnis waren niedliche Lämmer mit Schleife und Glöckchen zum mit nach Hause nehmen.
Zum Schluss dachten die Kinder noch einmal an die Vögel: Zapfen und kleine Gefäße wurden mit einer Mischung aus Fett und Körnern gefüllt und können zu Hause zusammen mit den Futtersäulen aufgehängt werden, um den Spatzen, Meisen, Amseln und anderen zu helfen, den Rest der Winterzeit zu überstehen. 

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Rodelbahn voller Lumpen - Wilde Blumen im Schnee, 31.1.15
Das ungemütliche stürmische Winterwetter hielt die Gruppenleiter bis zum Mittag in Atem, bis es sich zu einem wolkengrauen Nachmittag und sogar einem schönen Abendrot beruhigte. Also nichts wie raus mit den Wilden Blumen. Diese kamen warm, aber ansonsten höchst merkwürdig angezogen zum Schlittenfahren – lauter Lumpen und Vogelscheuchen! Und mit jeder rasenden Talfahrt wurden die Kostüme schneeweißer, manches  Gewand stand am Ende von allein.
Heruntersausen und wieder hinaufstapfen macht ziemlich hungrig, und so war es gut, dass der Ottinger Dorfbackofen schon rauchte. Kiloweise Teig, Wurst, Tomaten, Gemüse und Käse wurden in Windeseile zu Pizza verarbeitet und in den Ofen geschoben. Und anschließend recht unkonventionell irgendwo im Schnee sitzend mit den Fingern verspeist, während wilde Faschingsmusi für Stimmung sorgte. Und schon bald waren alle wieder auf der Piste und rodelten weiter, bis es zu finster wurde.

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Wilde Weihnachten am 12.12.2014
Leider kein Schnee, dafür viel Feuer, Kerzenlicht und gute Laune waren angesagt auf der Weihnachtsfeier der Wilden Blumen in der Demei-Hüttn.
Zuerst gab es eine kleine musikalische Einlage und ein paar lustige Verslein, bevor der wahrheitsliebende Nikolaussack durch Wackeln oder gar ganz Umfallen so einige Heimlich-Plätzchen-Nascher, Sich-vorm-Krampus-Fürchter und Im-Schrank-nach-Geschenken-Sucher entlarvte.
Dann durfte das von den Eltern liebevoll zubereitete Buffet geplündert werden. Danach wartete auf alle viel Spaß: Draußen brannten Feuer, Maroni brutzelten darin, man konnte sich mit Hilfe von Vaseline und Watte (ohne Hände!) einen Nikolausbart zaubern, um die Wette Kerzen ausblasen, lustige Bilder malen oder einfach herumtoben. Oder man konnte sich ein Schoki vom Christbaum brocken – aber nur gegen einen lieben Wunsch. „Christbaumkugeln“ aus buntem Papier lagen bereit und konnten mit guten Wünschen für alle Ottinger beschrieben und gleich einlaminiert und im Austausch gegen den süßen Christbaumschmuck an den Baum gehängt werden. Dieser steht jetzt in Otting beim Pfarrgarten und wünscht schöne Weihnachten.
Draußen vom Walde kündigte sich unverhofft noch weihnachtlicher Besuch an: Nein, es war kein Krampus, sondern zwei Engerl mit einem kleinen Geschenk für jedes Kind.
Und ganz zum Schluss konnten die Wilden Blumen ihre eigenen Weihnachtswünsche mit kleinen, selbstgebastelten Schifflein aus Nussschalen und Bienenwachs als kleine Lichter auf dem Weiher schwimmen lassen. Gesegnete Weihnachten Euch allen!

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Grusel mit Schokoäpfeln bei den Wilden Blumen am 28.11.2014
Mit Daxen und Ästen bastelt jetzt jeder, aber dies war eine ziemlich alternative Verwendung (es muss auch nicht immer Halloween sein): Die Wilden Blumen bauten sich aus Stöcken, Holzperlen und Draht eher lustige als gruselige Gerippe.
Die Stecken mussten zuerst gebohrt werden, um sie dann einigermaßen anatomisch korrekt zusammenzubauen. Bei 30 Kindern war das kein ganz leichtes Unterfangen. Mit Köpfen aus Blumentöpfen und Händen, Füßen und Haaren aus Daxen bekamen die knochigen Kerle alle ein individuelles Aussehen.
Zuerst jedoch wurden die Hölzer für Spiele genutzt und später aus den dünnen Zweigen spitze Stecken geschnitzt. Diese wurden gebraucht, um Äpfel aufzuspießen und in flüssige Schokolade zu tauchen. Jetzt nicht sofort hineinzubeißen kostete manches Kind viel Beherrschung. Aber erst mussten die Skelette fertig werden, weil es draußen sonst zu dunkel und zu kalt wurde. Doch dann wärmten sich alle bei Schokoäpfeln, Tee und Spielen wieder auf.
Am Ende gab es eine „Geisterbahn“: Die Gerippe waren alle an der Hüttenwand aufgehängt und wurden im Dunkel einzeln mit der Taschenlampe begutachtet. Jetzt hängen sie in den Ottinger Gäten und bringen die Leute zum Gruseln oder Schmunzeln. 

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Die Wilden Blumen und die Farben des Herbstes am 24.10.2014
Der erste Herbststurm hatte noch nicht alles davongefegt, und so fanden die Wilden Blumen in Otting Blätter, Blumen und Früchte in den schönsten Herbstfarben. Für diese Buntheit sorgen übrigens die gleichen Farbstoffe, die wir im Sommer aus Blumen und Gemüse gewonnen hatten mit den komplizierten Namen Carotinoide (gelb und Orange) und Anthocyane (rot). Und wie im Sommer wurde auch diesmal damit „gemalt“: Aus den gesammelten Schätzen legten die Kinder auf unserem abgeernteten Hochbeet eine große Regenbogenschlange.
Viele Blätter wurden danach auf Tabletts gehäuft und um die Wette „serviert“, über Kopf oder zwischen den Beinen hindurch, Hauptsache nicht das Laub vom Tablett verlieren!
Mit dem restlichen Sammelgut und Kastanien wurde anschließend im Pfarrsaal gebastelt. Doch zuvor drehten alle Kinder noch Kugeln aus Brotteig, die inzwischen auf dem Feuer gebacken werden sollten.
Die schönsten bunten Blätter wurden einlaminiert. So rollen sie sich nicht ein und behalten ihre Farben und können als Fensterschmuck oder mit Kastanien auf Schleifen gefädelt noch lange bewundert werden. Die Kastanien wurden durchbohrt und mit Pfeifenputzern zu Ketten, Armbändern, Türschmuck und allerlei Getier verarbeitet.
Vom Basteln kriegen die Wilden Blumen nie genug, am Ende musste abgebrochen werden, damit die Brotkugeln noch verspeist werden konnten und noch Zeit für ein bisschen Gaudi am Lagerfeuer blieb!

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Rein in die Kartoffeln bei den Wilden Blumen am 26.9.2014
Im Pfarrgarten ist über den Sommer alles gewachsen – nicht nur die Kartoffeln. So war außer dem Ernten auch ein gewaltiges Abschneiden und Ausreißen nötig, um unter dem Dschungel unseren Kräutergarten wiederzufinden.
Die geernteten Kartoffeln wurden erst gewaschen und dann gewogen:  Über 13 kg Erdäpfel konnten die Wilden Blumen aus ihrem Hochbeet ernten! Und die sahen wunderschön aus, denn es waren runde und längliche, kleine und große, gelbe, gescheckte, rote und blaue dabei. Die ganz kleinen und die (giftigen!) grünen wurden zum Basteln aussortiert, die anderen kamen im Gusseisen-Wok oder in Alufolie ins Feuer. Während diese vor sich hin brutzelten, wurden viele Fragen rund um die leckere Knolle experimentell geklärt, zum Beispiel: Warum machen Kartoffeln stark und wie kann man die Stärke sehen? (mit Jod-Kaliumjodid-Lösung) Enthalten auch andere Gemüse und Früchte Stärke? (Unterschiedlich, Gummibärchen nicht) Liefern Kartoffeln Strom? (Ja, man kann eine Batterie daraus bauen und den Strom im Kopfhörer knistern hören) Können Kartoffeln schwimmen? (in Salzlösung) Können Kartoffeln fliegen? (man steckt sie in eine Socke und schleudert sie auf ein Ziel) Wie macht man aus Kartoffeln Hasenfutter? (man steckt sie in eine Socke und schleudert sie auf ein Ziel…..)
Inzwischen wurden die gerösteten Kartoffeln hungrig erwartet und endlich mit Salz oder Schnittlauchquark verputzt. Köstlich! Viele der fleißigen Esser verglichen auch den Geschmack der einzelnen Sorten, wobei die Bamberger Hörnchen wohl die leckersten waren.
Als alle endlich gesättigt waren, blieb noch Zeit zum Basteln. Aus großen und kleinen Erdäpfeln und anderen Naturmaterialeien sowie Zahnstochern entstanden witzige, freche und liebe Kartoffelwesen, die zu Hause noch ein paar Tage an den lustigen Nachmittag erinnern werden.

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Regengrau und bunte Farben bei den Wilden Blumen am 30./31. Juli 2014
Für die Wilden Blumen begannen die großen Ferien wie jedes Jahr mit der Übernachtung in der Demei-Hütt’n. Doch leider kam diesmal anscheinend all der Regen, vor dem wir mit unserem Wetterglück bisher verschont geblieben waren, auf einmal! So mussten wir in der Hütte eng zusammenrücken und einige Programmpunkte streichen. Aber letztendlich machte das nichts aus, denn das Regengrau  wurde mit guter Laune und bunten Farben überwunden.
Gemüse (Spinat, Blaukraut, Raner), Blumen (Tagetes, Geranien), Brennnesseln, Beeren und verschiedenen Tees wurden geschnipselt, gekocht oder ausgepresst und so in fleißiger Handarbeit daraus Farben gewonnen. Mit diesen konnten die Kinder mit selbstgemachten Pinseln und zugeschnittenen Gänsefedern malen und schreiben. Draußen unter dem Dachüberstand gewannen die Buben und Mädchen einen Einblick in die Kunst der Papierherstellung. Vorbereiteter Faserbrei, die Pulpe, wurde mit Schöpfrahmen in Form gebracht und mit Kräutern verziert. Leider konnten die Papierbögen in der feuchten Luft nicht trocknen und mussten nass mit nach Hause genommen werden. Am Ende fand sich kaum noch Platz für zu trocknende Kunstwerke und Kinder!
Nach so viel Kreativität wurde endlich der Grill angeschmissen und dann ausgiebig gefuttert.
Trotzdem sich am Nachmittag einige Unverdrossene zum Baden in den Weiher trauten und auch ihr Zelt aufstellten, ließ der Regen nicht nach. So bastelten sich die Kinder eben Regenhauben aus Müllsäcken, bunt bemalt mit Edding-Stiften. So geschützt konnte noch ein bisschen draußen gespielt und getobt werden. Auch drinnen gab es noch Spiele und spätabends eine Gruselgeschichte. Aber es dauerte noch lange, bis auch das letzte Gekicher verstummte.
Am Morgen regnete es noch immer. Berge von Nutellasemmeln weckten die Lebensgeister, und nach dem Zusammenpacken der Nachtlager war noch genug Zeit, die übriggebliebene Farbe zu verarbeiten. Mit ihr wurde Gipsbrei angerührt und in Eierpappen zu Straßenmalkreiden gegossen.
Und falls in den Ferien nicht immer die Sonne scheint – die Wilden Blumen haben jetzt jede Menge Ideen, wie man auch Regentage kreativ und lustig verbringt.

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Die Wilden Blumen im Kletterwald am 4.7.2014
Drei Väter allein im Wald und jede Menge Kletterseil:
herausgekommen ist ein Kletterparcours vom Feinsten im Wald bei Mayerhofen, auf dem sich die Wilden Blumen so richtig austoben konnten. Ein Kletternetz, eine Hängebrücke, eine große Baumschaukel, schwingende Autoreifen und  Slacklines luden dazu ein, Mut und  Balance zu testen. Wer sich traute, konnte gesichert einen Baum bis in mehrere Meter Höhe erklimmen oder in der Hängematte liegen und dem wilden Treiben zuschauen.
Nach der Brotzeit legten die Kinder selber Hand an: aus weiteren Seilen, Planen, Ästen und Stecken konnten Lager, Unterstände und weitere Klettermöglichkeiten gebaut werden. Außerdem gab es eine kleine Einführung in die Kunst des Schnitzens.
Schade, dass es aus Sicherheitsgründen nicht angesagt ist, den tollen Abenteuerspielplatz im Wald bestehen zu lassen! Für die Wilden Blumen endete der Nachmittag mit einer Bulldogfahrt zurück nach Mayerhofen.

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Die Wilden Blumen auf der Landesgartenschau in Deggendorf - 28.6.2014
Stundenlang mit dem Bus fahren und dann in glühender Hitze ewig anstehen und kilometerweit herumlaufen, um ein paar Blumen anzuschauen?
Das war nicht die Landesgartenschau, die der Gartenbauverein Otting jetzt besuchte! 31 Kinder der Kindergruppe „Die Wilden Blumen“ und 17 erwachsene Vereinsmitglieder hatten sich auf den Weg nach Deggendorf gemacht. Inklusive Brotzeitpause verlief die Fahrt recht kurzweilig. Und in dem zugegeben weitläufigen Gelände der „Donaugartenschau“ verläuft sich die Menschenmenge, so dass man nirgends lange warten muss. Und die Hitze? Spielplätze und Wasserspiele, soviel das Kinderherz begehrt!
Schon nach einer Viertelstunde waren die ersten Kinder durch und durch nass. Dank der lieben Sonne und Wechselkleidung war das kein Problem. Für die „Blütenwelle“, erhöhte geschwungene Blumen- und Rasenflächen, dekoriert mit wunderschöner Glasbläserkunst, hatten die Kinder erst einmal kein Auge. Es lockte der Donauspielplatz. Fantasievolle Spielgeräte, z.B. ein Hundertwasserhaus zum Klettern, umgeben von Sandplätzen und farbigen Wellen, symbolisieren die Städte entlang der Donau bis zum Schwarzen Meer. Das ist natürlich wieder ein Wasserspiel. Gleich daneben ein Kiosk mit Kaffee für die Betreuerinnen und Eis für alle – die einzige Möglichkeit, um die Kinder weiter zu locken.
Ein begehbares Luftbild der Region, Glasfrösche zum Knutschen, lustige Insektenhotels, ein Imkerpavillon und vieles mehr gab es als nächstes zu Entdecken. Dann ging es über den Fluss. Von der langen Fußgängerbrücke aus konnten die Kinder das Leben auf dem Wasser beobachten und sogar einen Storch erspähen, der in den Uferwiesen auf Futtersuche war. Mit Blick auf das neu erstandene Fischerdorf waren die Mädchen und Buben sehr beeindruckt von den ausgestellten Fotos von der Flutkatastrophe vor einem Jahr.
Im Ausstellungssteil „Fischergärten“ mussten sich die meisten erst einmal stärken. Aber bald lockten die vielfältigen Themengärten. Besonders spannend waren natürlich die fleischfressenden Pflanzen in den Moorbeeten. Glücklicherweise gab es dort keine Verluste an Kindern, höchstens ein paar abgebissene Finger waren zu beklagen. Auch aus dem großen  Labyrinth haben alle wieder herausgefunden, und niemand ging in der kleinen Kakteenwüste verloren. Wunderschön und inspirierend waren die von Kindern gestalteten Hühner im großen Hühnerhof anzuschauen. Auch eine lebendige Hütte aus Weiden regte die Wilden Blumen zu neuen Ideen an.
Nach einem Blick vom Deich über die Donauauen ging es im Auwaldzentrum um den Hochwasserschutz. In zwei großen schräggestellten Kästen wurde jeweils ein Hochwasser simuliert – einmal im ausgebauten blanken Flussbett und einmal wurde das Wasser durch den Auwaldboden zurückgehalten. Fasziniert stellten die Kinder immer wieder die kleinen Häuschen auf und ließen sie von der Flut durcheinanderwirbeln, die sie durch ständiges Wassernachfüllen erzeugten. Auch wenn die Wilden Blumen laut dem dortigen Betreuer die ersten waren, die auch im zweiten Kasten eine Flutwelle erzeugen konnten, so wurde ihnen doch die Wichtigkeit der Überflutungsflächen für den Schutz der Wohngegenden sehr deutlich.
Wasser ist das dominierende Element auf der Gartenschau. Und so hatte auch der lange Rückweg über die Donaubrücke nur ein Ziel: Trinkbrunnen und Unterarm-Kneippbecken. Von wegen Unterarm – auch für ganze Kinderköpfe bot das Becken willkommene Erfrischung.
Fünf clevere Buben hatten es durch Hilfe beim Anschieben sogar zu einer kostenlosen Fahrt mit der Fahrradrikscha über die Brücke gebracht! Die nächste Abkühlung brachte die Überquerung des Bogenbaches auf Trittsteinen. Dann lockte der Spielplatz Weidenversteck, wo man in Weidenkörben und –kugeln und in verschachtelten Baumhäusern im Schatten kraxeln oder entspannen konnte. Ab jetzt waren Wasserschlachten tabu, damit die Kinder bis zur Busabfahrt wieder einigermaßen trocken werden konnten.
In dem Park am Donauufer hätte es noch viel mehr Attraktionen gegeben, die gar nicht alle zu schaffen waren. In und um eine Mongolenjurte wurden viele Spielgeräte angeboten, man hätte aus Abfallholz mit Hammer und Nägeln seine eigene Hütte bauen oder in der wilden Waldnatur toben können.
In dem weitläufigen Gelände begegneten die Wilden Blumen kaum einmal einem von den erwachsenen Ottinger Mitfahrern. Diese mussten sicher nicht soviel Wasserpritscheln und nutzten die Gelegenheiten, auch noch die Attraktionen am Stadthallenpark, wie die Zauberhaften Rosenträume, zu besichtigen, den Pflanzen-, Kunst- und Handwerkermarkt zu besuchen und die ganze Fülle der wundervollen Gestaltung und Bepflanzung der Gartenschau zu bestaunen.
Aber für die Kinder war es jetzt eigentlich genug, auch wenn die meisten das selber gar nicht so sahen. Und so wurde auf der Busfahrt nach Hause nicht etwa geschlafen, sondern die ganze Zeit Witze erzählt, wobei sich sogar die kleinsten „Wilden Blumen“ trauten, einmal durchs Mikrofon etwas zum Besten zu geben!

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Die Wilden Blumen am Zintenbach am 6.6.2014
Der Zintenbach entspringt bei Mooshäuser und mündet in den Waginger See. Ausgehend von Untersteffling konnten die Wilden Blumen einen Teil seines
Laufes erwandern und erforschen – da blieb kein Kind trocken!
Schon die moosbedeckten Steine und die Röhre unter der Brücke lieferten spannende Beschäftigung, kaum dass die Wanderung begonnen hatte. Einfache Unterwasserlupen wurden gebastelt und allerhand Getier wie Eintagsfliegenlarven und Bachflohkrebse und der eine oder andere Frosch gefangen. Zu diesem Zweck baute sich jedes Kind einen Kescher.
Auch die Brotzeit mitten im Wald machte einen Riesenspaß.
Anschließend galt es, einen steilen Hang zu bezwingen. Auf dem Plateau des Krautenberg erfuhren die Kinder allerhand über die Eiszeit und warum unsere Gegend so aussieht, wie wir es gerade erlebt haben.
Bis zur Mündung des Zintenbaches gab es dann noch den Steilhang, den Goasruckn, einen Stacheldrahtzaun und die Straße zu überwinden. Endlich konnten sich alle die Füße (oder gleich den ganzen Körper) im See abkühlen.
Leider erfuhren die Kinder auch gleich mal wieder, dass nicht allen Leuten die Natur so wichtig ist wie uns, denn im See schwammen etliche leere Bierflaschen, die von gedankenlos feiernden Jugendlichen hineingeworfen worden waren. Einige konnten von den Wilden Blumen mit den neuen Keschern wieder herausgefischt und ordentlich entsorgt werden.
Das letzte Wegstück bis zum Seeteufel forderte vor allem den jüngeren Kindern noch einmal alles ab, aber nun kann man ja gemütlich am See liegen und sich von dem anstrengenden und wilden Ferienbeginn erholen.

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Kartoffeln und Gemüse bei den Wilden Blumen am 9.5.2014
Setz mich im April, komm ich, wann ich will, setz mich im Mai, komm ich glei‘!“, heißt es über die Kartoffel. Also setzten wir unsere Kartoffeln im Mai, da im April gar kein Treffen stattgefunden hatte. Dafür herrschte jetzt Aprilwetter, aber wir hatten mal wieder Wetterglück: die letzten Regentropfen fielen bei der Begrüßung.

Zuerst einmal musste unser Hochbeet wieder mit Erde befüllt werden, nachdem  unten eine Schicht Kompost und Gartenabfälle hinein kam. Mit der feuchten Erde hatte die Kinder ordentlich zu schaufeln! Dann wurden zwei lange Kartoffeldämme geformt. Die Setzkartoffeln verschiedener Sorten hatten schon lange grüne, rötliche, weiße oder blaue Keime ausgebildet. Nun wurden sie vorsichtig in die Erde gelegt. Mehrere mutige Kinder hatten schon einen Berg  Brennnesseln zerkleinert, die zu einer Düngejauche angesetzt wurden. Puh, das wird einmal stinken!
Endlich war dann Brotzeit, und die Brote mit Schnittlauch aus dem eigenen Kräutergarten schmeckten herrlich.
Doch schon bald waren die Wilden Blumen wieder unternehmungslustig. Über 30 leere Mineralfutter-Leckschüsseln standen bereit. Sie wurden mit Abflusslöchern versehen und mit Erde gefüllt. Jedes Kind konnte jetzt sein eigenes Gärtchen zum Mitnehmen gestalten, Schnittlauch, Pflücksalat und Radieschen aussäen, Wege, Häuschen und Gartenzäune anlegen, mit Schneckenhäusern und anderem Kleinkram dekorieren und kleine Figuren einziehen lassen. Kleingartenanlage to go!
Nach so viel konzentrierter Kreativität wurde der Nachmittag mit einem wilden Spiel beendet.

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Müllsammeln und Müllbasteln bei den Wilden Blumen am 28.3.2014
Zunächst stand ein Besuch des Bauhofes in Waging auf dem Programm: Jeder kennt sie, die orangefarbenen Fahrzeuge der Gemeinde. Doch was machen die eigentlich alles so?
Das konnten die Wilden Blumen jetzt genau erfahren von Richard Fischbacher, der die Kinder durch den Bauhof führte und viel zu erzählen hatte. Besonders beindruckten die verschiedenen Fahrzeuge, die überwinternden Goldfische  (auch orange) und die zahlreichen Verkehrsschilder. Großen Spaß machte nicht nur den Kindern eine Fahrt mit einem großen Plattformwagen, und beim Bergkraxeln im Splittlager konnte die Staubwolke dem Saharastaub Konkurrenz machen.
 Mit reichlich Müllsäcken versehen ging es danach nach Scharling. In kleinen Grüppchen durchstreiften die Mädchen und Buben eifrig den Wald auf der Suche nach Müll. Leider wurden sie sehr oft  fündig. Einerseits hatten alle viel Spaß dabei, andererseits waren die Kinder oft schockiert darüber, was manche Leute alles so in den Wald schmeißen! Wir sind den Leuten, die derart gedankenlos die Gegend verschandeln, überaus dankbar für dieses Event! Natürlich wurden auch viele interessante Entdeckungen gemacht: ein Tierschädel, Tierbauten, Krötenlaich und sich paarende Kröten. 
Nachdem die Müllsäcke einen ansehnlichen Stapel ergaben, war endlich Zeit für Brotzeit! Die bunten Ostereier schmeckten dazu ganz besonders gut.
Doch bald waren die Wilden Blumen wieder neugierig: Abfälle kann man nämlich verbrennen, recyceln, oder man kann etwas Neues daraus basteln! Viele gebrauchte Plastiktüten, die sonst auch irgendwann einmal weggeschmissen würden, wurden in schmale Streifen geschnitten, auf große Nägel aufgezogen und mit der Schere zu Vögeln, Insekten oder Blumen geformt. Diese Idee stammt von jungen Menschen aus Südafrika, die mit dem Verkauf solcher Müllobjekte an Touristen ihren Lebensunterhalt bestreiten. Die netten kleinen Plastikwesen gefielen manchen der Kinder so gut, dass diese sogar bei der anschließenden kleinen Bulldogrundfahrt dabei sein mussten.
Zum Abschluss dann wurde die Gegend noch einmal suchend durchstreift, aber jetzt war es der Osterhase Kilian, der Schokis versteckt hatte, die die Kinder alle sorgfältig einsammelten. Und die Schokopapierl wurden mit Sicherheit nicht in den Wald geworfen!

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Wilde Blumen in den Weiden am 28.2.2014
Wer „Wilde Blumen“ hört, der denkt vielleicht an wilde Meuten im Garten, alles abholzen, vielleicht sogar Bomben bauen?
Und er hat Recht!
Dieser Termin war genau richtig für das lange geplante Anpflanzen eines Weidentipis auf dem Spielplatz in Holzhausen. Die Kinder teilten sich in mehrere Gruppen auf und packten das Projekt eifrig an. Zuerst mussten die langen Weidenruten mit Ast- und Gartenscheren im Garten (nicht in der Natur, wegen der Kätzchen für die Bienen) abgeschnitten werden. Dann wurden sie mit dem Bollerwagen auf die „Baustelle“ transportiert. Dort hatten andere schon einen runden Graben ausgehoben. Die Ruten wurden abwechselnd, kurz oder lang, tief in den Boden gesteckt, oben zusammengebunden und unten fest angetreten. In das Innere des Tipis kam eine Mulchplane und eine dicke Schicht Rindenmulch. Später wurde das Tipi noch in mehreren Reihen mit Ruten durchflochten, damit es stabiler ist. Das hört sich jetzt alles ganz einfach an, war aber harte Arbeit. Glücklicherweise lud der Spielplatz immer wieder zur Erholung ein, und endlich winkte die Brotzeit!
Nun lagen viele dünne Weidenruten herum, und Siegi Baderhuber zeigte den Kindern, wie man daraus hübsche Gartendekorationen flechtet.
Aber auch ein großer Eimer voll Matsch stand bereit. Wozu wohl?
Samenbomben sind kleine Kugeln aus Lehm, Erde und Blumensamen, die „guerrillamäßig“ auf Flecken geworfen werden, an denen nichts wächst. Sie keimen dann und können ein unansehnliches Eckchen ein bisschen schöner machen.
Und solche wurden jetzt aus dem Lehm-Erde-Gemisch hergestellt. Leider war inzwischen die Sonne weg, und man musste recht tapfer sein, um lange in den kalten Matscheimer zu greifen. Immerhin sind jetzt ein paar Hundert Samenbomben getrocknet und warten auf ihren Einsatz.
leich zwei Gründe, warum der Frühling jetzt kommen kann, denn auch das Tipi muss nun erst anwachsen und hoffentlich austreiben, ehe sich die Kinder darin verstecken können.

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Schnee und Bavesen am 31.1.2014
So richtig zum Schlittenfahren und Schneeballwerfen war der Schnee gerade nicht, aber auch ohne kann man draußen lustige Sachen machen. Zum Beispiel Spiele aus dem hohen Norden: sich gemeinsam anschleichen, aber nur EINE Spur hinterlassen, sich vor Eisbären im Iglu verstecken oder als Held einen Trollboden durchqueren. Und dann gab es noch den Dreibeintroll…
Wem der alte Schnee nicht gefiel, der konnte ihn mit buntem Wasser anmalen oder konnte durch die Lupe betrachten, ob schon neue Blätter aus den Knospen hervorbrechen.
Im Werkraum der Ottinger Schule wurde dann auch schon für den Frühling vorgesorgt: Aus Birkenholzabschnitten bauten die Wilden Blumen Nisthilfen für wilde Bienen. Da wurde gehämmert und gebohrt, was das Zeug hielt, und zum Schluss ein kleines Bienchen aus Holz aufgeklebt, damit sich die richtigen Wildbienen dann auch auskennen.
Währenddessen begann es aus der Schulküche unwiderstehlich zu duften. Hier stellten die Kinder massenweise Zwetschgenbavesen her und verputzten sie auch gleich!Und mal schauen, vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal mit dem Schlittenfahren..

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Die Wilden Blumen bei der Stallweihnacht vom 29.11.-1.12.2013
Kräutersalz und –sirup, duftende Seifen und bunte Kerzen, Nikoläuse und Eulen, Bilderrahmen und Filzbäumchen, Stoffherzen und Filztäschchen und noch vieles mehr hatten die Wilden Blumen gebastelt und hergestellt. Und genauso eifrig, wie sie beim Basteln waren, verkauften die Kinder ihre zauberhaften Werke auf der Ottinger Stallweihnacht.

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A sauberne Sach bei den Wilden Blumen am 22.11.2013
Diesmal trafen wir uns im Pfarrsaal, wo die Wilden Blumen sich anstrengen mussten, etwas weniger wild zu sein. Carmen Mühlbacher hatte Seife aus Ölen, Margarine und Natronlauge hergestellt. Sie erklärte den Kindern, woraus Seife gemacht wird und dass schon die Sumerer vor 5000 Jahren aus Asche und Fett Seife machen konnten, aber erst die Römer sie zur Körperpflege benutzten.

Jedes Kind erhielt einen kleinen Block frische Seife, der mit einer Küchenreibe zerkleinert wurde. Die Späne konnten dann mit getrockneten Ringelblumen, Lavendel oder Rosenblüten vermischt und zu duftenden Seifenkugeln gerollt werden. Diese wurden anschließend in feinen Stoff gewickelt und mit einer Rosenblüte und einem Röhrchen Badesalz zu einem zauberhaften Geschenk verpackt, das man auf der Ottinger Stallweihnacht kaufen kann. Außerdem schrieben viele Kinder fleißig Schildchen für viele andere schöne Verkaufsprodukte.

Inzwischen waren alle recht hungrig, und so wurde Rapunzelsalat aus unserem eigenen Beet mit Baguette und Tee aufgetischt. Dazu gab es das Märchen von Rapunzel. Anschließend  wurde ein Beamer aufgebaut, und es gab noch viele Lacher beim Betrachten der Fotos des vergangenen Jahres.

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Wo die Moosweiblein wohnen .. am 25.10.2013
Tief im Wald…
trieben sich die Wilden Blumen herum und sammelten ein, was Wald und Herbst zu bieten hatten. Eine kurze Geschichte von den Moosweiblein sorgte für die richtige Stimmung. Auf Baumscheiben wurden dann phantasievolle Zwergengärtlein, Käferhäusl, Kastanientier-Ställchen, Elfenschlösslein und andere wundersame kleine Bauwerke gebastelt. Verblüffend, was aus ein wenig Naturmaterial und ein paar Nägeln und Draht und viel Begeisterung entstehen kann.
Andere Früchte des Herbstes wanderten in den Magen: mit der Apfelschälmaschine bearbeitet, schienen die 10 kg Äpfel gleich nochmal
so gut zu schmecken!

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Die Wilden Blumen und die Bajuwaren am 30.9.2013
Auf den Spuren unserer Vorfahren: die Wilden Blumen verbrachten einen Nachmittag im Waginger Bajuwarenhaus. Sandra Nominacher und Martina Schmidt führten die Kinder ein in die Welt der Bajuwaren – wie lebten sie, was hatten sie zu essen, wie kleideten sie sich, welche Sprache sprachen sie und woher wissen wir das alles? Dann wurde es praktisch: Sepp Harbeck schor für uns zwei Schafe und seine Frau führte vor, wie die Wolle versponnen wird. Aus der gerade geschorenen Wolle mit Wollfett und Schafsgeruch oder aber aus farbiger Märchenwolle konnten die Kinder mit Seifenwasser selbst filzen. Es entstanden Bälle, kleine Herbstfrüchte, Tiere und allerhand merkwürdige und lustige Sachen. Bis zum Essen waren alle Hände wunderbar sauber. Inzwischen war im Kessel über dem Feuer bajuwarisch gekocht worden: Eine Linsensuppe mit allerhand Wurzelwerk, also gelbe Rüben, Petersilienwurzel, Pastinaken und Sellerie. Nix mit Pommes frites! Umso besser, dass fast alle Wilden Blumen den Eintopf recht schmackhaft fanden. Wer gemeckert hat, wurde später in die mittelalterliche Schandgeige gesperrt!

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Die Wilden Blumen fahren über den See am 31.7.2013
Ferienwetter, Ferienlaune….und die Wilden Blumen hatten sich schon gut vorbereitet auf das Übernachten am Demei-Weiher – manche reisten sogar mit Anhänger an. Da wurden die lustigsten Wasserfahrzeuge ausgeladen, Flöße, Wannen, ein Katamaran und sogar ein Wasserfahrrad!
Diese wurden dann feierlich von Stapel gelassen und getauft, wobei einige gleich den Namen „Titanic“ erhielten. Aber zum Spaß aller Wilden Blumen schwammen sie alle irgendwie. Den Rest des Tages konnte man dann jederzeit mehr oder weniger trocken über den See gelangen. Sogar Schorsch Unterhauser persönlich wagte einen Ritt auf dem Wasserfahrrad!
So verging der Nachmittag wie im Flug. Zum Abendessen wurden Würstel und Gemüsespieße gegrillt und verschlungen. Später wurde es noch gefährlich: „Der Mörder ist nicht immer der Gärtner!“  Außer Wilden Blumen und Gärtnern gibt es noch andere unheilvolle Wesen im Garten und der Natur, also giftige Pflanzen und gefährliche Tiere. Viele Giftpflanzen gab es „in echt“ zum Anschauen und auch eine fast echte Schlange. Das gefährlichste Tier bei uns ist aber die Zecke, lernten die Kinder, und wie man sich davor schützt.
Als es richtig dunkel war, zückten alle ihre Taschenlampen und machten sich auf zur Nachtwanderung. Eine Menge Fruchtgummis hatten sich im Wald verirrt, wurden gefunden und verspeist. Tief im Wald auf einer Brücke sitzend, erzählten sich die Kinder dann gegenseitig gruselige Geschichten. Endlich zurück am Demei-Weiher, war es dann für die meisten Zeit für Zelt oder Matratzenlager.
Es wurde eine kurze Nacht, aber Kaba und Nutellasemmeln und ein Sprung in den See machten alle wieder munter. Auch die Wasserfahrzeuge wurden noch einmal ausgiebig genutzt, bevor abgebaut und zusammengeräumt werden musste. Endlich Ferien!

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Die Wilden Blumen im Bauernhausmuseum am 7.7.2013
Passend zu den Themen unserer letzten Treffen führte unser Ausflug heuer in das Bauernhausmuseum Amerang.
Zuerst hatten alle Kinder reichlich Zeit, das Gelände und die Gebäude auf eigene Faust zu erforschen. Was gab es da nicht alles zu sehen! Kleine Wohnräume, düstere Küchen, schmale Betten und mancherlei zum Teil rätselhafte Gerätschaften, kleine Ställe, Tennen und geheimnisvolle Dachböden und Kammern machten das Leben der Bauern von „früher“ erfahrbar. Vieles konnte auch angefasst werden, und alles wurde neugierig erforscht. So verging die Zeit bis zur Brotzeit sehr schnell.
Dafür war unter alten Linden ein schattiges Platzerl hergerichtet worden, und die mitgebrachte Brotzeit wurde mit dem Bollerwagen herangekarrt. Nach ausgiebigen  Essen und Spielen wurden die Wilden Blumen zu zwei Kinderprogrammen abgeholt, während die Erwachsenen es etwas ruhiger angehen lassen konnten. Ein Teil der Buben und Mädchen erlebte, wie früher die Milch verarbeitet wurde, molk die Gummi-Kuh, butterte und futterte zum Schluss alles auf. Auch der Sinn so mancher Gerätschaft wurde hier verständlich.
Im zweiten Kinderprogramm erfuhren die Teilnehmer, wie die verschiedenen Mühlen funktionieren, wie man in vergangenen Zeiten zu Mehl oder auch zu Brettern kam. Außerdem wurde von jedem ein kleines Mühlrad gebastelt. Diese mussten natürlich gleich ausprobiert werden, außerdem war das Wetter herrlich, und so war es kein Wunder, dass sich zum Schluss die gesamte Truppe mehr oder weniger nass im Mühlbach wiederfand!
Es wurde gematscht und gespritzt, balanciert und geforscht und bouldernde Frösche beobachtet. Einige Frösche wurden auch geküsst, aber es war kein Prinz dabei! Erst die Aussicht auf ein Eis konnte die Kinder aus dem Wasser heraus bringen.
Nach dem Bauernhausmuseum waren die meisten noch nicht zu müde für einen Abstecher in das Arboretum beim Schloss Amerang. Das Arboretum ist eine Sammlung exotischer Bäume, aber vor allem ein wilder, schattiger Wald mit vielen Spiel-, Kletter- und Pritschelmöglichkeiten, die noch einmal ausgiebig genutzt wurden. Leider ist es momentan auch ein Wald voller Mücken, so dass wir irgendwann entnervt aufgeben mussten.
Mit einer lustigen improvisierten Brotzeit aus dem Kofferraum im Schatten am Waldrand endete der wunderbare Wilde-Blumen-Ausflug.

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Die Wilden Blumen am Backofen (ohne Hexe) am 28.6.2013
Das Feuer im Dorfbackofen loderte schon heftig.  Reichlich Teig war vorbereitet, so dass die Wilden Blumen gleich anfangen konnten, Vinschgerl zu formen.  Diese mussten erst einmal  „gehen“.
 In der Zwischenzeit lernten die Kinder einiges über das Getreide, Mehl, Hefe und Sauerteig, den Weg vom Korn zum Brot und die Geschichte des Brotbackens. Welche Ähren waren nochmal die mit den langen Grannen?  Das war die Gerste, aber auch Roggen, Weizen und Hafer konnten angeschaut und angeknabbert werden.  Mit einer Quetschmaschine produzierten die Kinder Haferflocken, mahlten verschiedene Körner in der Getreidemühle und zerstießen Brotgewürze im Mörser.  Alles wurde ausprobiert und auch ausgiebig gekostet (die Reste ergaben am nächsten Tag ein höchst interessantes Mischbrot!).
Als das Feuer im Ofen weit genug heruntergebrannt war und die Teige genug aufgegangen waren, ging es ans  „Einschießen“ – mehrere Brote und für jeden ein Vinschgerl wurden in den Ofen geschoben. Vorher wurde auf jedes Brot noch ein Kreuz gezeichnet. 
Aber mit Holz wurde an diesem Tag nicht nur Feuer gemacht. Viele Holzstücke lagen bereit, merkwürdige, knorrige, sperrige oder verdrehte, aus denen die wunderbarsten Gartenwesen entstanden.  Zuerst musste man natürlich sehen, was in so einem Stück Holz eigentlich “drin“ sein könnte, um es dann mit Leder, Nägeln, Kastanien und anderem so herauszuarbeiten, dass andere Menschen das Wesen auch erkennen können. Phantasie war gefragt! Am Ende konnte jedes Kind einen hinreißenden Drachen, Gnom oder Wurzelzwerg mit heim nehmen.Im Pfarrgarten wurden derweil die Radieschen geerntet, und frische Vinschgerl mit Butter oder Frischkäse und Radieserl ergaben ein herrliches Schmausen!

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Mach es wie die Sonnenuhr ... am 26.4.2013
….zähl die heiteren Stunden nur! Die Wilden Blumen waren aber nicht nur lustig, sondern auch enorm fleißig, als es um das Säen und Pflanzen ging. Unsere Beete im Pfarrgarten waren von ein paar Eltern liebevoll hergerichtet worden. In das Hochbeet wurden in diesem Jahr Erbsen, gelbe Rüben, Radieserl und Ringelblumen gesät, später sollen noch Rapunzel folgen. Mehr Aufwand erforderte das neue Kräuterbeet: An manchen Stellen wurde die Erde mit Sand abgemagert, Trittsteine gelegt und dann die verschiedensten Kräuter eingesetzt. Die Minze, die immer so drängelt, bekam einen Extrakübel. Ganz obendrauf kam eine Sonnenuhr.
Die Sonnenuhr war auch noch Thema am Basteltisch. Jedes Kind gestaltete sich eine eigene aus einem Blumentopf, die dann im zu Hause im Garten aufgestellt werden kann. Eine Sonnenuhr zum Ausschneiden, die dann sogar richtig geht, und dazu ein paar Erklärungen bekamen die Kinder auch noch mit.
Am Ende setzten wir alle gemeinsam eine Rose „Westerland“ ein. Während die einen nun kräftig angossen, machten es sich andere auf dem neuen Bankerl, das ein Stück vom alten Ottinger Maibaum ist, bequem und genossen den Anblick unseres neuen Gartens.

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Drachenzähmen leicht gemacht am 22.3.2013
Es will noch nicht recht Frühling werden, aber Amsel, Drossel, Fink und Star zwitschern schon. Die Wilden Blumen trafen sich wieder in der Ottinger Schule. Die eine Gruppe beschäftigte sich zunächst mit unseren heimischen Singvögeln. Anhand von Videos, Vogelstimmen-CDs und Büchern wurden besonders Amsel, Kohlmeise, Buchfink, Sperling und Rotkehlchen erforscht. Jedes Kind konnte diese Vogelarten lebensecht ausmalen und später zu Hause aufhängen.

Wilder ging es im Werkraum zu, denn da wurden Drachen gebaut! Mit Werkzeug und Fantasie entstanden aus Reststücken aus Schreinerei und Zimmerei erstaunliche Kreaturen. Die unregelmäßigen Holzstücke wurden mit Ringösen verbunden, erhielten Flügel aus Leder, Zacken, Schwänze, riesige bewegliche Mäuler, liebe oder gruselige Gesichter und wurden zuletzt an einem Stecken als Marionetten aufgehängt. Bei der Brotzeit vor dem Gruppentausch gerieten die vorbereiteten Ostereier zur Nebensache. Bei aller Begeisterung reichte die Zeit kaum aus, und mancher Drache musste zu Hause noch fertig „gezähmt“ werden.

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Aschenputtel bei den Wilden Blumen am 1.3.2013
Mais und Reis, Getreide, Erbsen und Linsen, Hirse, Lein und Mohn und natürlich unsere wunderschönen Indianerbohnen standen in der Schulküche bereit. Aber nicht, um verspeist zu werden: während das Märchen vom Aschenputtel erzählt wurde (und auch einmal eine Portion Körner zu Boden ging), gestalteten die Kinder mit Kleber schöne Körnerbilder daraus. Bäume und Tauben, Hähne und Bulldogs, Sonne, Mond und Sterne und vieles mehr wurden mit dem ungewöhnlichen Material dargestellt. Im Werkraum dagegen wurden Vorbereitungen für das neue Gartenjahr getroffen. Aus Sperrholz und Schrauben bauten die Kinder Blumenpressen  und beklebten sie mit Serviettenmotiven. Jetzt darf der Winter langsam zu Ende gehen, damit die Werkstücke endlich benutzt werden können!

Bevor die beiden Gruppen die Räume tauschten, durchzog ein feiner Duft die Ottinger Schule: Teig wurde angerührt und zur Brotzeit Waffeln für alle gebacken.

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Nachtschlittenfahren und Aperschnalzen am 25.1.13
Eiskalt und düster  war es am Rodelberg, als die Wilden Blumen mit dem Schlittenfahren begannen. Aber bald wurde ein schönes Feuer entzündet und die Bahn mit Fackeln markiert. Biertischgarnitur und Grill standen bereit, es fehlten praktisch nur die Sonnenschirme.
Als es richtig dunkel war, wurden die Fackeln entzündet und machten das  einfache  Schlittenfahren zu einem besonderen Erlebnis. Warme Decken, heißer  Tee und „Lagerfeuerpizza“ sorgten dafür, dass auch in den kurzen Pausen keiner fror.
Mitten im schönsten Toben und Beisammensein am Feuer knallte es plötzlich laut und alles Geschnatter verstummte schlagartig. Siegi Baderhuber stand oben auf dem Hügel und ließ ihre Goaßl schnalzen! Die Kinder bekamen einiges über das Aperschnalzen und Winteraustreiben erzählt und durften sich mit Kindergoaßln selber versuchen. Unter Anleitung von Konrad Heigemoser und Siegi sah das bei vielen Kindern durchaus vielversprechend aus, wenn es auch noch nicht wirklich hörbar schnalzte…
 

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Wilde Blumen im Winterwald am 14. Dezember
Stad war es im Wald bei Lug. Die Dämmerung war hereingebrochen und geheimnisvoll leuchtete der Schnee. Da brach lärmend und lustig eine Rotte Wilde Blumen durch den Wald. Sie sprangen über den fast zugefrorenen Bach und schüttelten kleinere Bäume, dass der Schnee nur so stiebte. Bald schon entdeckten sie weihnachtlich geschmückte Bäume am Wegesrand und beraubten sie ihrer Schokofrüchte. Mit Fackeln und Taschenlampen stapfte der Zug der Kinder durch die weiße Pracht und bot im Dunkeln einen märchenhaften Anblick.
Nach gut einer Stunde war die Demei-Hütte erreicht, schon von weitem gut zu sehen durch ein hübsches Feuer vor der Tür. Dort warteten schon viele Eltern und hielten warmen Kinderpunsch und viele herzhafte und süße Sachen bereit.
Während des Essens wurden alle gut unterhalten durch musikalische Einlagen und heitere Lesungen verschiedener Kinder.  Draußen Schnee und Feuer, drinnen Spiele und lustige Geschichten – so endete das Wilde-Blumen-Jahr in schöner adventlicher Stimmung. Als die Weihnachtsfeier zu Ende ging, war es schon lange wieder stade Zeit im Wald bei Lug.

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Wilde Blumen und die Lärche am 7. Dezember
Das Jahr 2012 neigt sich dem Ende zu, Grund genug, sich noch einmal mit dem Baum des Jahres, der Lärche (mit Ä!) zu beschäftigen. Die Wilden Blumen machten sich auf den Weg zu den Lärchen bei Plosau. Mit viel Spielen und Toben wurde der Weg nicht lang. Bei den Bäumen angekommen, gab es einiges Wissenswertes zu hören, z.B. wie alt diese Bäume werden, wie hoch und was an ihnen besonders ist. Mit Wachsmalstiften konnte jedes Kind ein Abklatschbild von der Rinde machen. Diese wurden später noch benötigt. Inzwischen war es immer kälter geworden, so dass alle dankbar für den warmen Pfarrsaal, den Tee und die Platzerl waren. Bei der Brotzeit erfuhren die Kinder durch lustige Geschichten endlich auch, was der wirkliche Grund dafür sein könnte, dass die Lärche ihre Nadeln abwirft!
Dann wurde alles zum Basteln hergerichtet. Jedes Kind konnte aus dem Rindenbild, einem Foto, Rinde, Zweigen, Zapfen, Hobelspänen und Nadeln seine eigenen Lärchen-Collage im Schuhkarton-Deckel zusammenkleben und mit nach Hause nehmen.
 

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Wilde Blumen: Fotowettbewerb
Im Rahmen eines Fotowettbewerbs, der unter dem Motto "Lichtspiele - Schattenspiele" stand, wurden von den Kindern insgesamt 50 Fotos eingereicht.
Hinweis:
Das 20. Bild auf der ersten Seite der Diaschau ist von Simone Mühlbacher und nicht wie irrtümlich angegeben von Sandra Gaßner.
 

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Traumfänger und Kürbismuffins
Aus Weide, Leder und Schur bastelte jedes Kind seinen persönlichen Traumfänger. Unsere bunt gemusterten Bohnenkerne aus der Indianerbeet-Ernte sahen aus und fühlten sich an wie edle Perlen. Deshalb wurden sie zusammen mit Federn als Verzierung an den schönen Stücken angebracht. Für diese knifflige Arbeit  war etwas Hilfe nötig, aber die Ergebnisse konnten sich sehen lassen.
Auch in der Küche wurde währenddessen fleißig gearbeitet. Aus den geernteten Kürbissen wurden leckere Muffins gebacken und mit Schokolade und Marzipan verziert.
Endlich waren alle Traumfänger fertig und die köstlichen Kuchen  türmten sich auf Tabletts. Da wurde im Pfarrsaal ein Matratzenlager eingerichtet und Tee gekocht. Nun war es  soweit: Auf der Leinwand konnten alle noch einmal die wunderbaren Bilder aus dem Fotowettbewerb bewundern. Dann wurden die Sieger bekannt gegeben. Sieben Kinder konnten sich über schöne Buchpreise freuen.
Bei Muffins und Tee und vielen Fotos aus vergangenen Treffen verging die Zeit bis zum Abholen wie im Flug. 

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Wilde Blumen am Fluss am 28. September
Die Traun geht nicht hoch und lässt schöne Kiesbänke frei, ideal für Kinder. Die Wilden Blumen konnten sich hier richtig austoben, große Steine ins Wasser klatschen lassen, von Felsen zu Felsen hüpfen, durchs flache Wasser waten, einen Damm bauen….
Mit Wasserfarben und Pinsel, mit Steinen und Holz entstanden kleine Kunstwerke. Andere Kinder bauten mit Hilfe von Draht und Schnur kleine Boote oder Flöße und ließen sie zu Wasser. Zum Glück herrschte ein Bilderbuchwetter, so dass es nicht allzu viel ausmachte, wenn die Gummistiefel vollliefen und die Hosen sich vollsaugten.
Nach so viel Aktivität stellte sich Hunger ein. Auf einem improvisierten Grill brieten schon über 30 Maiskolben  - die Ernte von unserem Indianerbeet.
Zum Abschluss wurden noch einige Briefe geschrieben und als Flaschenpost von der Traunbrücke geworfen. Die schwimmen jetzt über die Alz, den Inn und die Donau bis zum Schwarzen Meer…
 

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Die Wilden Blumen am Demei-Weiher am 1./2. August

Endlich Ferien und Sommerwetter vom Feinsten – da fehlt nur noch ein bisschen Abenteuer!   Zuallererst brauchte es eine zünftige wilde Bemalung. Dazu wurden von den kleinen Indianern verschiedene Erden, Lehm und Kreiden zerrieben und mit Quark zu Farben angemischt, mit denen hinreißende Körperbemalungen entstanden. Gesichter, Arme, Beine, sogar Fußnägel und Haare erhielten Muster in den sanften Farben. Dreckig? Was solls, ein Sprung in den Weiher und die Malfläche war wieder frei für neue Farbe. Andere versuchten sich lieber als Steinzeitkünstler und gestalteten ein großes Wandbild. Dazu benutzten sie Pinsel aus Weidenzweigen, deren Enden weichgeklopft oder mit den Zähnen faserig gekaut wurden.
Dann folgte eine Wanderung durch den Wald und in das Demei-Filz hinein.  Der weite Blick über die einzigartige Moorlandschaft, pinkfarben getupft von der beginnenden Heidekrautblüte und mit Blick auf die fernen Berge, beeindruckten die Kinder sehr, aber noch mehr der schwingende, federnde Moorboden. Der wurde auch gleich für Kunstwerke und  zur Körperbemalung genutzt, als die Kinder erfuhren, dass durch Torf zum Beispiel das Wasser der Bäche, die Pflanzenwurzeln und auch die Moorleichen eine rötliche Färbung erhalten. Nach Wissenswertem über das Moor ging die Wanderung noch an den Fuchsbauten vorbei zurück durch den Wald.
Am Weiher brannte schon der Grill, und Würstel und Gemüsespieße waren sehr willkommen. Mit Spielen, Baden, Trommeln und Ziegenfüttern verging die Zeit bis zum Dunkelwerden. Ein Lagerfeuer und viele Fackeln wurden entzündet, die sich im See spiegelnd einen prächtigen Anblick boten.
Bevor sich die müden Wilden Blumen ins Matratzenlager unter dem Dach oder ihre Zelte verkrochen, wurde der Tag noch mit einem gruseligen Gedicht („Oh schaurig ist’s, übers Moor zu gehen…“) beendet.
Fast beendet. Manche hatten sich noch stundenlang was zu erzählen.
Trotzdem begann der Morgen sehr früh: schon viertel nach sechs tummelten sich die ersten in der Morgenfrische im Wasser. Zum Frühstück wurden Berge von Nutellasemmeln verdrückt, während sich die erwachsenen Betreuer eher an der Kaffeetasse festhielten. Aber schlafen kann man ja schließlich zu Hause!

 

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Festvorbereitungen bei den Wilden Blumen am 29.6.12
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Überall in Otting wurde das große Musikfest vorbereitet, und auch die Wilden Blumen bereiteten ihren Auftritt auf dem Festzug vor. Leiterwagen und Gartengeräte wurden mit Buchs, Efeu und Blumen „aufgekranzt“ und Girlanden und Kopfkränze gebunden. Außerdem entstanden „Hansi“ und „Zenzi“, zwei lebensgroße Heupuppen in kompletter Tracht, die vorne auf dem Wagen des Gartenbauvereines mitfahren sollten.

Alle Kinder hatten ihre Trommeln mitgebracht, die nun noch mit Federn und Perlen verziert wurden. Auch die Wilden Blumen sind musikalisch: nach der Brotzeit gab es ein wildes Trommelkonzert. Und da es einer der heißesten Tage des Jahres war, wurde die willkommene Abfrischung mit dem Gartenschlauch von allen Kindern lautstark begrüßt!
 

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 Zu Rad und zu Fuß – der Ausflug der Wilden Blumen am 15.6.2012
 „Wir sind ziemlich dreckig und ziemlich glücklich!“, lautete das Fazit der Wilden Blumen beim Dankeschön an die beiden Naturführer Ute Künkele und Till Lohmeyer. 27 Kinder und 16 Erwachsene machten sich auf den Weg in die Tenglinger Biberschwell, die meisten von ihnen erst einmal mit dem Fahrrad. Ein beeindruckend langer Zug  in „Wilde-Blumen-Grün“ gewandeter Radler erreichte über schmale Straßen in einer dreiviertel Stunde die Kirche in Burg bei Tengling. Kurze Zeit später traf auch die Überraschung ein: ein Bauernhof-Eiswagen mit einer willkommenen Erfrischung für alle. Auch Frau Künkele und Herr Lohmeyer ließen sich diese nicht entgehen.  Alle Fahrräder wurden akkurat zusammengestellt und abgeschlossen. Dann begann für die zwei Gruppen die gut dreistündige  Wanderung  in die wilde Landschaft der Biberschwell .  Abenteuerliche Pfade führten über die noch sichtbaren ehemaligen Burggräben unter eine überhängende, efeubewachsene  Nagelfluhwand , unter der angeblich der Geheimgang des legendären Raubritters Heinz von Stein geendet haben soll, in eine wilde Felsenschlucht und zur Hauptquelle der Biberschwelle, die reichlich kristallklares Wasser hervorbringt und zum Trinken einlädt. Brunnenkresse und viele andere Kräuter durften vor allem bei Frau Künkele  probiert werden, während es bei Herrn Lohmeyer immer wieder Pilze unter der Lupe zu bestaunen gab. Mit geschärftem Blick entgingen den Kindern auch viele Tierspuren im Matsch nicht, ebenso Insekten, Spinnen, eine Blindschleiche  oder auch ein toter Maulwurf.  Mit Natur und Landschaft, Geschichte und Mythologie, Brennnesseln und nassen Füßen wurde die Wanderung zu einem aufregenden Erlebnis. Dank der kleinen Brotzeitpause und einem kühlen Trunk aus der Quelle hätte diese auch noch länger dauern können. Aber als unter den Bäumen bei der Burger Kirche die Picknickdecken ausgebreitet wurden, machte sich doch der Hunger bemerkbar, und all die guten Sachen einschließlich Kräuterquark und Kleebutter mit selbst gesammelten Zutaten wurden ratzeputz verspeist (naja, fast alles). Satt und (ein bisschen) müde war nur noch ein knappes Drittel der Kinder tapfer genug, den Rückweg per Fahrrad anzutreten, zumal dieser mehr bergauf ging. Aber für diesen Fall war mit Transportmöglichkeiten für Kinder und Räder vorgesorgt, und gegen 17.00 Uhr waren alle zufrieden und rechtschaffen müde wieder zu Hause.
 

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Indianer in Otting - Fortsetzung am 25.5.2012
Die Maispflänzchen waren schon 20 cm hoch und die Eisheiligen auch vorbei – höchste Zeit für eine neue Pflanzaktion. Diesmal kamen die anderen beiden „Schwestern“ – Kürbis und Bohnen – dazu. In die Mitte der Maiskreise legten die Wilden Blumen Bohnenkerne, und zwar besonders bunte „Indianersorten“, die sich auch gut zum Basteln eignen. Bohnen legt man so flach, dass sie „die Kirchenglocken hören können“. Das dürfte ja im Pfarrgarten kein Problem sein. In die Zwischenräume wurden Kürbisse gepflanzt. Nun bleibt abzuwarten, ob das Experiment dieses ungewöhnlichen Beetes gelingt.  Nebenbei lernten die jungen Gärtner auch einiges über den Regenwurm. Etliche der fleißigen Bodenarbeiter konnten in die Hand genommen und in einem erdegefüllten Glas beobachtet werden. Beim anschließenden Gießen wurde auch die eine oder andere Wilde Blume nass.
Außerdem warteten auf die Kinder die schon seit längerem angemalten Blumentöpfe. Diese wurden jetzt in Trommeln verwandelt. 15 Lagen Butterbrotpapier wurden übereinander gekleistert und ergeben nach dem Trocknen ein ziemlich haltbares Trommelfell. Das konnte an einer schon fertigen Trommel ausprobiert werden, nachdem auch Trommelstöcke aus Holz und Leder angefertigt wurden. Beim nächsten Treffen werden noch Verzierungen aus Leder, Perlen und Federn angebracht. Von rhythmischen Klängen begleitet, hatten inzwischen einige Mädchen einen Schnittlauchquark angerührt, der dann mit Baguette verspeist wurde. Ein besonderes Leckerli war auch Ahornsirup aufs Brot, das Süßungsmittel der Indianer. Und weiter ging es mit dem Thema: aus Lederresten stellten die Kinder kleine Amulettbeutelchen her, in dem ein besonderes Fundstück oder kleiner Schatz oder auch das Kleingeld aufbewahrt werden kann. Ein großes Hallo gab es, als die Leiterin selber versehentlich den Perlenbehälter umstieß und die Perlen in hohem Bogen ins Gras flogen … dank vieler Aschenputtels war das Malheur schnell behoben. Dann konnten alle Leder zuschneiden, Löcher stanzen und Schnüre einfädeln … Fertig!

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Indianer in Otting am 27.04.2012
Fritz Kellner aus Waging ist zwar kein echter Indianer, aber einer, der sich echt mit Indianern auskennt. Schon seine mitgebrachte Ausstattung begeisterte die Wilden Blumen: Perlenbestickte Lederkleidung, Waffen, Schilde und Haushaltsgegenstände. Besonders die Buben zeigten sich schwer beeindruckt von Kriegskeulen und Pfeil und Bogen. Mit Pfeil und Bogen konnten dann auch alle ihre Schießkünste demonstrieren, und es waren nicht die Erwachsenen, die es am besten konnten. Danach teilten sich die Kinder in zwei Gruppen, und während die einen in den Garten gingen, schnitzten und feilten die anderen sich Amulette aus Speckstein. Diese konnten dann mit Lederbändern gleich umgehängt werden und schon sahen die Wilden Blumen viel „indianischer“ aus. Im Garten erfuhren die Kinder aus einem Kinderbuch über Indianer, wie die Irokesen ihre Felder bebaut haben, nämlich mit den „Drei Schwestern“ Mais, Bohnen und Kürbis. Und genau nach dieser Anleitung wird in diesem Jahr auch das Hochbeet im Pfarrgarten bebaut.
Begonnen wurde erst einmal mit Zuckermais. Die Kürbiskerne wurden vorsorglich für das nächste Mal in Töpfchen ausgesät, denn für sie und die Bohnen ist es noch zu kalt. „Pankrazi, Servazi und Bonifazi, das sind die drei frostigen Bazi, und am Ende fehlt nie die kalte Sophie!“, lernten die Kinder. Aber auch viele andere Pflanzen stammen aus Amerika, zum Beispiel die Tomate. Jedes Kind erhielt zwei Tomatenpflänzchen mit nach Hause, auf die unsere indianisch bemalten Kübel schon warten.
Inzwischen rauchten zwei kleine Lagerfeuer, und Teig für Stockbrot und Stecken stand schon bereit. So wurde die Brotzeitpause auf indianische Art bereichert. Doch bald schon war der Kasten mit dem Speckstein wieder dicht umlagert von Amulettschleifern, während die zweite Gruppe in den Garten ging. Außerdem versuchten sich die Kinder am Feuerschlagen mit Feuerstein und Eisen, bewunderten immer wieder die tollen Ausstellungsstücke und stellten noch viele Fragen. Mit einem herzlichen Dank an Fritz und ein paar Rauchzeichen ging der faszinierende Nachmittag zu Ende.

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Frühling auf der ganzen Linie am 23.3.2012
Die Gärtnerei Leebmann in Waging öffnete ihre Türen für die Wilden Blumen. Hier konnten die Kinder erleben, wie der Frühling in großem Stil Einzug hält. Mitarbeiterin Rosi Decker führte die Gruppe durch die ganze Gärtnerei und nahm sich sehr viel Zeit für die Fragen der Wilden Blumen. Von Gänseblümchen und Geranien, Rosen und Gerbera erfuhren die Kinder, warfen einen Blick auf die Heizungsanlage der Gärtnerei und die Beschattung der Gewächshäuser und erlebten, wie die Erde aufbereitet wird und durften dabei manches Knöpfchen drücken. Am meisten Spaß hat allen wohl die Bedienung der Topfmaschine gemacht, die die Töpfe mit Erde füllte, in die unsere jungen Gärtner im Fließbandverfahren winzige Pflänzchen einsetzten. Mit einem Augenzwinkern ließ Rosi immer noch einmal die Maschine laufen, weil fast jedes Kind einmal wichtige Gärtnerarbeit tun wollte. Am Ende durften sogar noch alle je eine liebevoll mit Grün gebundene Gerberablüte mit nach Hause nehmen. Diese wurden mit dem Auto nach Otting gebracht, während sich die Wilden Blumen zu Fuß auf den Weg machten.
Auch in der freien Natur war viel vom Frühling zu spüren, wenn auch nicht so geballt wie in der Gärtnerei. Die Sonne schien schon kräftig, und gelbe Huflattichblüten säumten den Weg. Nach dem Sprung über den Bach und dem steilen Berg nach Füging hinauf war Zeit für eine Rast. Ups, da waren doch die bunten Eier aus dem Korb gefallen und kullerten munter den Berg wieder herunter. Ein bisschen „Oascheibm“ spielen, kurz „Becken“, und dann dienten die Ostereier als willkommene Brotzeit. Durch den Wald ging es weiter bergauf. Auch hier gab es allerhand zu sehen, wie Frühlingsblumen, Hundertfüßer, Baumsämlinge, Schokoladenosterhäschen  und einen spannenden Umweg durch einen tief eingeschnittenen Bach.
In Sichtweite der Lärchen bei Plosau gab es auch noch eine kleine Geschichte über die Lärche als „Baum des Jahres 2012“. Endlich und fast pünktlich zogen die Wilden Blumen in Otting ein, wo die schönen Blumen aus der Gärtnerei schon auf sie warteten.

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Duftender Rauch bei den Wilden Blumen
Strahlender Sonnenschein und ein kräftiger Hauch Frühling – der Tag war wie geschaffen für ein reinigendes Ritual. Die Wilden Blumen hatten Besuch von Gabi Fietz-Bohleber, die draußen in der Sonne ihre Räucherutensilien aufbaute. Sie begann mit einem kleinen Dank an Mutter Erde, bevor sie jedes Kind mit Salbei abräucherte. Der Duft von Salbei reinigt die Atmosphäre, er nimmt störende Energien hinweg. Kein Kind war danach mehr „z’wieder“, alle lauschten konzentriert wie selten. Gabi  erzählte vieles über Sinn und Tradition des Räucherns und stellte den Kindern verschiedene einheimische Räucherpflanzen vor. Gemeinsam wurde eine „Hausaufgabenmischung“ zusammengestellt, von der jedes Kind eine Portion mit nach Hause nehmen durfte. Darin findet sich zum Beispiel  Minze für das Gedächtnis, Lavendel für Ruhe und  Konzentration, Mistel, um innezuhalten und Kraft zu schöpfen, und Mädesüß und Mariengras für  Harmonie. Während der Zubereitung konnte ausgiebig geschnuppert werden.  Außerdem erzählte Gabi den Kindern noch, dass man eine Feder, die man zum Rauchverteilen benutzt, am besten geschenkt bekommen sollte, und bat sie, bei Gelegenheit eine für sie zu finden. Dieser Wunsch konnte postwendend erfüllt werden!
Auch bei den Indianern Nordamerikas gibt es reiche Räuchertraditionen. So gelang die Überleitung zum nächsten Programmpunkt leicht: Über das ganze Jahr verteilt wollen wir uns immer wieder mit indianischen Themen befassen, zum Beispiel Tomaten pflanzen und Trommeln basteln.  Die dazu erforderlichen Kübel und Töpfe wurden mit Acrylfarben bemalt. Indianische Muster und Symbole dienten als Inspiration.

Einen Wasserkübel aufheben und an der anderen Hand ein wildes Pony festhalten – eine Aufgabe für Indianerkinder. Zwei Kinder halten die Enden eines kurzen Seils und versuchen, jeweils einen mit Abstand aufgestellten Kübel aufzunehmen, so dass jedes für das andere Kind das Pony darstellt. Dieses und andere Spiele bildeten den lustigen Abschluss des Nachmittags.
 

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Die Wilden Blumen als Fährtensucher
Momentan lohnt es sich, im Wald zu sein. Anhand der vielen Spuren im Schnee und im gefrorenen Matsch kann man gut erkennen, wer hier sonst noch alles unterwegs gewesen ist. Das dachten sich auch die Wilden Blumen und luden sich mit dem Jäger Franz Wirth noch einen Fachmann dazu ein. Der hatte gleich noch etliche Präparate von Tieren mitgebracht, z.B. einen Steinmarder, einen Dachs, einen Fuchs , ein Eichhörnchen und verschiedenen Vögel. Im Wald und auf den Wiesen am Höllenbach fanden die Kinder viele Spuren, vor allem von Rehen und Hasen, aber auch eine Spechthöhle und andere spannende Details. Außerdem gab es viel Gelegenheit zum Spielen und Toben. Die Kinder lernten aber auch, dass man im Winter nicht allzu viel Lärm im Wald machen darf, um die Tiere nicht aufzuschrecken, die all ihre Energie zum Überleben benötigen.

Nach einem herzlichen Dank an den Jäger kehrten wir zum Pfarrhof zurück. Während alle bei ihrer Brotzeit wieder warm wurden, schauten wir uns Fotos von Spuren und den dazugehörigen Tieren auf der Leinwand an. Aber dann wurden wir selber tätig: aus Moosgummi und Holzklötzchen wurden mithilfe von Schablonen Stempel von den Trittsiegeln verschiedener Tiere angefertigt. Eine große Papierbahn wurde im ganzen Pfarrsaal ausgebreitet und darauf ein richtiger Wildwechsel  angelegt. Rehe und Hirsche, Hasen und Füchse, Hunde, Katzen, Eichhörnchen und Krähen zogen und flüchteten,  hoppelten, schnürten, trabten, schlichen, hüpften und schritten darüber hinweg. Ein Stückchen „Wildwechsel“  und die Stempel konnte jedes Kind am Ende mit nach Hause nehmen. 

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Die Wilden Blumen feiern Weihnachten
Der Wetterbericht hatte einen heftigen Sturm angesagt, aber davon war in Froschham vorerst noch nichts zu bemerken. Im Gegenteil: Schwedenfeuer, Fackeln und Kerzen spendeten gemütliches Licht, Tische und Wände waren weihnachtlich dekoriert.
Eltern und Kinder konnten sich über ein nettes Programm freuen, das von den Kindern selbst bestritten wurde. Weihnachtslieder wurden gespielt auf Flöten, Gitarre, Hackbrett und E-Gitarre. Außerdem gab es nützliche Tipps zum Christbaumschmücken, falls einmal das Lametta ausgehen sollte (Hengstenberg Mildessa....) und es wurden interessante Einzelheiten darüber ausgeplaudert, was bei manchen Leuten so alles  im Weihnachtskripperl steht...
Nach so viel Humor war mit Glühwein, Kinderpunsch, Platzerl und Bosna  für das leibliche Wohl gesorgt. Außerdem erhielt jedes Kind noch einen großen Schokoladen-Nikolaus.
Doch während die Kinder im Dunkeln noch lange herumtoben und die Eltern gemütlich ratschen hätten können, brach der Sturm plötzlich doch los. Hastig musste alles zusammengeräumt werden, und nach ein paar schnellen Weihnachtswünschen verließen die Autos zügig den Wald, und in Froschham tobte nur noch der Wind.

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Gemüsesuppe und Engel
Es ist ein Gewinn für die „Wilden Blumen“, verschiedenste Räumlichkeiten nutzen zu dürfen. Dieses Mal waren wir in der Schule Otting, um dort in der Schulküche zu kochen: Gemüsesuppe (zum Teil mit Zutaten aus unserem Hochbeet) und eine Nachspeis. Auch wenn ein paar Pflaster gebraucht wurden, so waren doch Blumenkohl, gelbe Rüben, Kohlrabi, Lauch und Kartoffeln und die Wienerwürstl in Windeseile geputzt und zerschnippelt. Während das Gemüse, dazu noch Erbsen und grüne Bohnen, in einem großen Topf angedünstet wurde, kamen zwei Apfelschälmaschinen zum Einsatz. Diese sind immer der Renner: so schnell, wie die Äpfel damit geschält und in Ringe geteilt sind, können sie gar nicht verputzt werden. Doch die meisten Apfelscheiben und ein selbst eingerührter Teig wurden diesmal für die Nachspeise vorbereitet.
Im Werkraum wurde danach Pappe geschnitten, angemalt, an Holzscheite und –stämmchen genagelt, Köpfe gestaltet, ebenfalls angenagelt und Strohhaare aufgeklebt. Die lustigen und liebenswerten Engel konnten dann mit heim genommen werden.
Nach einer hungrig machenden Spielpause draußen in der Dämmerung kitzelten appetitliche  Essensdüfte in den Nasen.  Fast allen Kindern schmeckte die Suppe wunderbar! Allerdings war die Suppe schnell vergessen, als die Nachspeise auf den Tisch kam: knusprige, goldgelbe, duftende, puderzuckerbestreute Apfelkiachl!
Die fleißigen Helferinnen hatten noch viel Nachschub zu liefern, bis alle Mäuler gestopft waren!

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Die Wilden Blumen auf dem Spielplatz
Als der Gemeinderat Waging gemeinsam mit den Anwohnern über die Gestaltung des neuen Spielplatzes in der Siedlung Holzhausen beriet, war sofort klar: Die Bepflanzung ist eine Aufgabe für die Wilden Blumen!
Jetzt war es dann soweit: passendes Wetter, und auf dem Spielplatz lagen 13 verschiedene Bäume und Büsche bereit. Zuerst teilten sich die Kinder in Zweier- oder Dreiergruppen auf. Begehrliche Blicke fielen vor allem auf den großen Ahorn, aber auch die kleineren Sträucher wollten in die Erde. So wurden die Pflanzkandidaten unter den Gruppen ausgelost.
Dann wurde heftig gegraben, gepickelt und geschaufelt, Dünger gestreut, Stempen eingeschlagen und Pflanzen eingebuddelt. Auch die erwachsenen Helfer wurden nicht geschont. Kaum eine Stunde war vergangen, als alle Kinder „ihren“ Busch bzw. Baum gesetzt hatten. Daraufhin wurde der so verschönte Spielplatz ausgiebig in Besitz genommen.
Der nächste Programmpunkt war wieder handwerklicher Natur: Die Kinder hatten allerlei „geräuschintensive“  Kleinteile mitgebracht, wie Scherben, altes Besteck, Muscheln, rostige Eisenteile, alte CDs... Was wie Schrott und Müll aussah, wurde zu witzigen, klingenden Windspielen verarbeitet. Geschicklichkeit war gefragt beim Bohren von Baumscheiben, Schnüren einziehen, anbinden und ausbalancieren der Teile. Zum Schluss konnte jeder sein besonderes „Gartengeklimper“ mit nach Hause nehmen. Zum Glück, denn wenn die alle im Maierhoferschen Garten verblieben wären....

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Die Wilden Blumen im Umweltgarten
Der Umweltgarten in Wiesmühl an der Alz ist ein empfehlenswertes Ausflugsziel für spannende Naturerfahrungen. Bei wunderbaren Herbstwetter machten sich auch die Wilden Blumen auf den Weg dorthin.
Dort teilten wir uns in zwei Gruppen und wurden von den Führerinnen Pia und Brigitte durch den Garten begleitet. Was wächst und lebt in der Hecke, im Weiher, auf dem Trockensteinhaufen? Wie funktioniert ein Baumtelefon? Wie sieht ein lebendes Zimmer aus Weiden von innen aus? Welche Insekten richten im Wildbienenhotel ihre Kinderstube ein? Viele Fragen wurden gestellt und beantwortet. Spannender Höhepunkt war die Unterwasserstation, in der man riesigen Karpfen und vielen anderen Fischarten auf Glasscheibendicke nahe kommen konnte. Begeistert waren die Kinder auch vom Fühlpfad aus verschiedenen Bodenmaterialien. Dieser wurde jeweils zu zweit barfuß abgelaufen, wobei ein Kind mit verbundenen Augen von einem anderen geführt wurde. Also: nicht vom Weg abkommen lassen, nicht die Füße stoßen lassen und die Hände in die Fühlboxen führen. Nicht nur gut fürs Körpergefühl, sondern auch für Vertrauen und Kameradschaft. Begleitet wurde die Fühlwanderung durch wilde Klänge vom Natur-Xylophon. 
Brotzeit und Spiel ergänzten den  Nachmittag zu einem sehr schönen Erlebnis.

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Die Wilden Blumen zelten
Wieder musste das Zelten in Froschham wegen des Wetters ausfallen. Für alle, die nicht in den Urlaub gefahren waren, ergab sich aber die Möglichkeit, am Waginger See zu zelten. Baden, toben, grillen, baden, baumklettern, baden.....alle hatten viel Spaß. Der Höhepunkt jedoch war eine Fahrt mit dem Motorboot der Wasserwacht über den abendlichen See!

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Die Wilden Blumen töpfern
Dieses mal konnte uns das schlechte Wetter gestohlen bleiben. Wir trafen uns zum Töpfern in der Schule in Sankt Leonhard, wo wir dankenswerterweise Werkraum und Turnhalle benutzen konnten. Die Schule besitzt nämlich einen Töpferbrennofen, und 50 kg Ton lagen schon bereit, um in lustige Zaunhocker verwandelt zu werden.
Der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt: Menschen, Tiere, Ungeheuer, von der Elfe bis zum Dinosaurier, vom Pinguin bis zu Harry Potter konnte alles modelliert werden. Mehrere Mütter unterstützten die eifrigen Kinderhände, so dass alle Werke unbeschadet  zum Trocknen aufgestellt werden konnten, bevor sie dann in den Ofen wandern und hoffentlich auch das Brennen ohne Schaden überstehen. Das Töpfern war für die Kinder eine ähnlich schöpferische Angelegenheit wie die Naturkunst vom letzten Treffen, wobei sie hier längere Zeit auf das fertige Kunstwerk warten müssen, dieses jedoch dann wesentlich dauerhafter ist.
Sicher werden die Ottinger Gartenzäune schon bald von allerhand seltsamen und zauberischen Wesen bevölkert sein...
Wer sich derweil von der ganzen Kreativität einmal austoben musste, konnte das bei Sport und Spiel in der Turnhalle tun, während draußen mal wieder der Regen herunter rauschte... Ätsch!

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Die Wilden Blumen - Land Art und Insektenhotel
Wir alle kennen Bienen, Wespen, Hummeln und vielleicht noch Hornissen. Wer weiß aber schon, dass es Tausende von Arten der sogenannten Hautflügler bei uns gibt? Darunter sind allein 500 Bienen- und Hummelarten. Sie tragen Namen wie Dunkle Erdhummel, Steinhummel, Seidenbiene, Gehörnte Mauerbiene, Pelzbiene, Goldwespe, Blaue Holzbiene..........
Sie alle tragen erheblich zur Bestäubung in Garten und Flur bei, ohne sie keine Früchte! Deshalb wurde der Waldlehrpfad in Froschham jetzt von den Wilden Blumen um ein Insektenhotel bereichert. In das von Andi Beyerlein vorbereitete Gerüst wurden von den Kindern verschiedenste Arten von Nisthilfen eingebaut, zum Beispiel angebohrte Hartholzstämme, Zapfen, Stroh, mit Lehm verschmiertes Weidengeflecht (mit Lehm verschmierte Gesichter gab es auch...). Eifrig füllten die Kinder Fach für Fach. Die Lücken werden später noch mit Schilfhalmen ausgefüllt. Jetzt finden die Insekten viele Kinderstuben!
Zur Brotzeit gab es noch eine Überraschung: die ersten Kohlrabis aus dem Hochbeet im Pfarrgarten. Die waren riesig gewachsen (der schwerste wog 1040 g) und schmeckten mit Kräuterdip hervorragend.
Das zweite Thema des Tages war Land Art, also Kunst aus Naturmaterial, die das Besondere eines Ortes hervorhebt und an diesem dann auch wieder der Vergänglichkeit überlassen wird. Zur Inspiration bekamen die Kinder einen Ausschnitt aus „Ronja Räubertochter“ vorgelesen und machten sich allein oder in kleinen Gruppen auf, um den Wald mit anderen Augen zu sehen. Aus Blättern und Zweigen, Blüten und Ästen, Lehm und Moos entstanden zarte, lustige, anrührende, wilde, magische oder auch gruselige Kunstwerke aus dem Zauberwald.

28.05.2011
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Die Wilden Blumen im Haus der Natur in Salzburg
Bis zum Samstagmorgen wurde der Wetterbericht verfolgt und zum Himmel geblickt, denn der Jahresausflug der Wilden Blumen sollte in den Salzburger Zoo gehen. Aber es half alles nichts, und so blieb die Alternative: Haus der Natur. Was mindestens genauso spannend war.
Hier werden Ausstellungsstücke zu unglaublich vielen Themen gezeigt, für fast jedes Interessengebiet der Kinder war etwas geboten. Von Dinosauriern über lebende Meerestiere und Reptilien, Ökologie, Archäologie, Völkerkunde, Gold und Edelsteine, Weltall, Fortpflanzung des Menschen und vieles mehr – die Zeit ist keinesfalls zu lang geworden. Die wenigen begleitenden Eltern bekamen richtig zu tun! Doch dank der Disziplin der über 30 Kinder und der einheitlichen Wilde-Blumen-T-Shirts war es nicht so schwer, die Meute zusammen zu halten. So konnten auch die Begleitpersonen das Museum genießen. Am faszinierendsten fanden die Kinder den Bereich „Science Center“, ein riesiger Technik-Spielplatz, wo Physik aus allen Bereichen zum Anfassen geboten war. Da wurde gespielt, gedreht, gebaut, gebastelt, geturnt, beleuchtet, gehört, gefühlt, mit Wasser gepritschelt, ausprobiert, erfahren und gelernt.

Die Kinder hatten sich diesen tollen Ausflug mit ihrem Verkaufsstand auf  der Stadlweihnacht in Otting selbst finanziert. Deshalb und dank einer großzügigen Spende von Schorsch Unterhauser konnte sich jedes Kind auf dem Rückweg noch ein Eis schmecken lassen, bevor uns unser Lieblingsbusfahrer aus Oberhalling in der Stadt Salzburg wieder auflas.

29.04.2011
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Die Wilden Blumen bepflanzen ihr Hochbeet
Wer verträgt sich mit wem und wer nicht, war die Frage. Gemeint waren nicht die Kinder, sondern ihre Pflanzen, denn unter diesen gibt es auch gute Freunde und welche, die sich nicht mögen. So wurden die Mini-Beete im Hochbeet nach einem ausgeklügelten Pflanzplan belegt. Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi und Lauch wurden gepflanzt, Kapuzinerkresse, Erbsen, Gelbe Rüben und Bohnen ausgesät. Die Bohnensamen und die türkisfarbene Pillensaat mit gelben Rüben faszinierten die Kinder besonders. Nach dem Angießen wurden die Beete mit selbstgestalteten Kupfertafeln markiert und sind nun dem Gärtnerglück und der persönlichen Pflege der Kinder überlassen.
Während die einen am Hochbeet beschäftigt waren, bastelten die anderen einfache Bilderrahmen und strichen sie rot an. Dann war erst einmal Zeit für Brotzeit und Spiele. Um die Zusammenhänge in der Natur zu begreifen, schlüpften die Kinder zum Beispiel in die Rolle von Blattläusen und Ohrwutzlern, die diese fressen. Im Verlauf des Spieles wurde begreiflich, dass die Anzahl beider Arten zwar schwankt, aber es nicht möglich ist, alle Blattläuse zu erwischen.
Zum Abschluss wanderten wir mit unseren Bilderrahmen in Richtung Höllenbach. Die Kinder suchten sich „Naturbilder“ in Wiese und Landschaft und rahmten sie ein. So wird das genaue Hinschauen gefördert. Das dachte sich auch der Osterhase und ergänzte die Bilder noch durch Schokoladenkäfer.

01.04.2011
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Die Wilden Blumen bauen ein Hochbeet
Um im Pfarrgarten dem Unkraut und den Schnecken ein bisschen zu entkommen, ist unser Projekt für dieses Gartenjahr ein Hochbeet. In diesem soll jedes Kind sein abgegrenztes Platzerl zum Gemüseziehen haben. Jedes Kind fand bald eine Aufgabe: einige bereiteten den Untergrund für das Beet vor, einige grasten im Kräuterbeet aus und eine Gruppe begann, aus Kupferblech persönliche Schilder für das eigene Stück Beet zu gestalten. Das Hochbeet war – in kindgerechter Höhe - von Andi fertig gebaut und wieder zerlegt worden. Zuerst fuchste der Zusammenbau etwas, aber dann nahm das Ganze dank vieler eifriger Schrauber rasch Gestalt an. Nun wurde der Boden mit Maschendraht gegen die Mäuse gesichert. Jedes Kind legte einmal mit Hand an. Zum Schluss schleppten alle gemeinsam den Holzkasten in den Pfarrgarten. Das Beet wurde zuerst zu einem Drittel mit Astschnitt gefüllt. Darüber kamen Hackschnitzel und Mist und alles, was im Garten abgeschnitten worden war. Immer wieder wurden auch ein paar Kinder mit eingefüllt, die alles gut festtraten. Diese sprangen von selber wieder heraus. Als letzte Schicht kam säckeweise Pflanzerde hinein. Dann war endlich Zeit für Brotzeit: Baguette, Kräuterquark und bunte Eier verschwanden nur so in den hungrigen Mündern! Danach suchte sich jedes Kind das Gemüse aus, das es in seinem Beetstück anbauen will. Nicht alle Wünsche konnten erfüllt werden, da sich die Gemüse im Beet auch untereinander vertragen müssen. Außerdem sollen sie im Juli möglichst erntereif sein und zusammen einen großen Topf Gemüsesuppe ergeben, wenn wir wieder in Froschham übernachten werden.

25.2.2011
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Wilde Lumpen und Vogelscheuchen
Huuuh! Zwielichtige Gestalten, Lumpen und Vogelscheuchen trieben sich in Otting herum. Sie spähten in alle Gärten und nahmen auch hin und wieder etwas mit. Aber keine Angst, die Wilden Blumen waren nur auf Bildersuche! Die meisten der 12 Fotoobjekte wurden im Original aufgefunden und die Kinder mit dort deponierten Süßigkeiten belohnt. So kamen sie in Otting herum, mussten genau hinschauen und wurden auch selbst in ihren lustigen Kostümen gesehen. Bei ihrer Rückkehr im Pfarrhof rauchte schon der Dorfbackofen heftig. „Oberförster“ Andi hatte kräftig eingeheizt. Pizzateig auf Blechen war schon hergerichtet und wurde von den Kindern nach Belieben belegt. Nach und nach wurden die Bleche mit dem langen Brotschieber in den Ofen befördert. Dann hieß es Warten! Aber schon bald konnten alle hungrigen Mäuler mit würziger, knuspriger Pizza gestopft werden. Nach dem Essen gab es was aufs Auge: in Top-Model-Manier präsentierten die Kinder zur Musik ihre phantasievollen Vogelscheuchen-Verkleidungen. Außerdem wurde kräftig und wild das Tanzbein geschwungen. Sollten das einige Vögel gesehen haben, ist die Ottinger Obsternte bis auf weiteres vor ihnen sicher!

Glücklicherweise begleitete auch die schon angenehme Sonne die Party im
Freien bis zum Schluss, so dass erst gegen Ende die Plätze am Backofen
immer begehrter wurden.
 

28.01.2011
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Die Wilden Blumen beim Schlittenfahren in Froschham
Das Wetterglück der Wilden Blumen ist direkt verblüffend: Schnee vom Feinsten und ein strahlend blauer Winterhimmel luden geradezu ein zum Schlittenfahren. Und der Kapellenberg in Froschham bietet eine tolle weitläufige Schlittenbahn für eine große Horde Kinder. Im Grunde war kein weiteres Programm nötig. Stundenlang sausten, rutschten oder auch purzelten die Kinder auf Schlitten und Bobs den Hang hinab. Dazwischen wurde kurz Brotzeit gemacht – und weiter ging es. Gleich sechs Kinder auf einmal konnten mit Andi mit dem alten großen Ziehschlitten fahren – eine besonders effektive Art der Zu-Tale-Beförderung.

Nach ein bisschen Aufwärmen im Forsthaus wurde im kalten Schnee süßes Eiskonfekt zubereitet, indem die flüssige Schokoladenmasse in Alu-Förmchen oder auch direkt in den Schnee getropft wurde. Ein leckerer Abschluss eines schönen wilden Nachmittags!

28.11.2010
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Die Wilden Blumen und die Stadlweihnacht
Dieses Treffen war von ganz anderer Art als sonst: Die Wilden Blumen beteiligten sich drei Tage lang mit einem Verkaufsstand am Ottinger Adventsmarkt. Dieser fand rund um die Aufführungen „Ein Licht über Bethlehem“ des Ottinger Theatervereins statt.
Schon Wochen zuvor hatten die Kinder mit Hilfe einiger Mütter in kleinen Gruppen gebastelt. Viele hübsche nützliche und dekorative Dinge waren entstanden, die nun von den Kindern selbst zum Verkauf angeboten wurden. Der Wintereinbruch zum ersten Advent sorgte für weihnachtliche Stimmung, brachte aber auch bittere Kälte. Doch die Kinder hielten jedes ein- bis eineinhalb Stunden tapfer aus. Manches entpuppte sich dabei als wahres Verkaufstalent. Im Angebot waren Kräuterbutter und Kräutersirup, Nikoläuse und Elche, Kerzen, Windlichter und Baumstammlichter, Christbaumschmuck, Vogelfutterglocken und –sterne und Weihnachtskarten. Vieles davon ging weg wie warmer Punsch. Wichtiger noch als die eingenommene Geldsumme war für die Kinder jedoch das Erlebnis, auf einem richtigen Markt eigene Produkte „richtig“ zu verkaufen.

29.10.2010
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Die Wilden Blumen und der Herbst
Wieder einmal herrschte schönstes „Wilde-Blumen-Wetter“, als die Kinder ihren im Frühjahr gepflanzten Bäumen einen Besuch abstatteten. Die beiden Vogelkirschen, von den Kindern liebevoll „Bibi“ und „Elfriede“ genannt, sind gut angewachsen und standen jetzt schon fast laublos in der Herbstsonne. Mit geschlossenen Augen stellten sich die Kinder das Leben der Gehölze vor. Danach nahm Pastoralreferent Peter Förg die Segnung der Bäume vor. „Herr segne diese Bäume“ sangen die Kinder und umrundeten die beiden Vogelkirschen. In den Fürbitten wurde um Wachstum und Gedeihen gebeten, um Segen für die Natur und die Kinder und auch um Gesundheit für unseren verletzten Andi Beyerlein. Ruhig und andächtig waren die Kinder geworden.
Bald darauf jedoch streiften sie durch Otting und sammelten bunte Schätze des Herbstes in ihre Körbchen. Aus Blättern und späten Blüten, Hagebutten und Schneckenhäusern wurden später mit Kleister schöne Bilder gestaltet.
Viele Kinder hatten schon in den Tagen vorher Kastanien gesammelt, die nun durchbohrt darauf warteten, auf Draht gefädelt und zu Herzen geformt zu werden. Diese sollen mit vielen anderen hübschen Dekorationen bei der Ottinger Stallweihnacht am ersten Advent von den Kindern verkauft werden.

24.09.2010
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Nistkästen und Waldxylophon
September – Zeit, die Vogelnistkästen abzunehmen und zu reinigen, damit die Vögel darin im Winter Schutz finden können. Die alten Nester voller Ungeziefer kommen raus und es ist wieder Platz für das neue Nest im Frühjahr. Für diese Aktion hatten wir uns Herrn Gründl vom Umweltgarten in Wiesmühl eingeladen, der den Kindern viel Interessantes über die heimische Vogelwelt vermittelte. Nacheinander wurden die Kästen geöffnet und bestimmt, wer im Sommer hier gelebt hatte. Vor allem Kohl- und Blaumeisen hatten die Kästen angenommen.
In einem Kasten fand sich ein Wespennest und ein halbfertiges Vogelnest, zwei Kästen hatte der Specht bearbeitet. Phantasievoll malten sich die Kinder aus,
was sich hier zugetragen haben könnte. Nach einem herzlichen Dank an Herrn Gründl ging es ans putzen. Auch hier konnten noch interessante Beobachtungen gemacht werden, zum Beispiel fanden sich viele Pferde- und Rinderhaare als Nistmaterial und auch Schafwolle, die wir im Frühjahr in den Büschen verteilt hatten.
Zeitgleich machte sich eine zweite Gruppe (später wurde gewechselt) an den Bau eines Waldxylophons. An einem Gerüst aufgehängt, ergeben unterschiedlich lange Baumstammabschnitte verschiedene Töne, wenn man sie mit einem Schlegel anstößt. Mit viel Spaß bauten die Kinder diese weitere Attraktion des Froschhamer Waldlehrpfads und probierten sie mit noch mehr Spaß aus!

Zum Abschluss wurde am Lagerfeuer unsere eher geringe, aber erste EIGENE Kartoffelernte aus dem Pfarrgarten in Alufolie geröstet und genussvoll verspeist.

09.07.2010
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Die Wilden Blumen beim Tierpräparator
Ein Besuch im Vogelmuseum Waging ist immer interessant für Kinder. Diesmal war es allerdings ein besonderes Erlebnis, denn Hermann Siglbauer, der all diese Tier präpariert hat, führte uns persönlich durch die Ausstellung. Mit großer Sachkenntnis und spannenden Geschichten untermalte er die lebensecht dargestellten Szenarien in den Vitrinen. Viele Fragen wurden gestellt und beantwortet, z.B. was ist der Unterschied zwischen Kaninchen und Hasen, wie alt wird der Steinadler, wer ist schwerer, der Moschusochse oder der Braunbär?
Aber auch über das Präparieren wollten wir Genaueres wissen, und so machten wir uns auf den Weg durch den Wald zum Blockhaus des Präparators. Aufmerksam entdeckten die Kinder viele schöne und spannende Detail am Wegesrand: ein Feld voller Kornblumen, Weinbergschnecken, die auf Bäume klettern, Vogeleierschalen (später als von der Amsel identifiziert), einen Grasfrosch...
An der Kneipp-Anlage wurde Brotzeit gemacht. Viele Kinder wagten sich in das eiskalte Wasser. Auch am Bach wurde ausgiebig gespielt und geforscht.
Hermann erwartete uns schon in seiner Werkstatt. Hier bekamen wir zahlreiche fertige und halbfertige Präparate gezeigt, auch Kunststoffkerne, Schädel und Glasaugen. Die Kinder erlebten, wie viel Geduld und Arbeit in den Ausstellungsstücken steckt und dass diese weder „ausgestopft“ noch Tierkadaver sind. Trotzdem wurde manchem Kind angesichts der starren Glasaugen-Blicke ein bisschen mulmig...
Vielleicht deshalb erfreuten sich die lebendigen Schafe draußen großer Beliebtheit.
Nachdem jeder Wissensdurst gestillt war und alle sich ausgetobt hatten, bedankten wir uns sehr herzlich mit einer Flasche „Wilde-Blumen-Sirup“ bei Hermann, dass er sich soviel Zeit für uns genommen hatte.

18.6.2010
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Die Wilden Blumen bauen Vogelscheuchen
Dieses Wetter! Wie alle Gärten haben auch unsere Beete im Pfarrgarten gelitten. Ein bisschen Gartenfrust gehört auch dazu, lernten die Kinder. Vor allem die Nacktschnecken hatten saumäßig gehaust. Ringelblumen, Tagetes und alle letztens gepflanzten Kräuter waren verschwunden. Allerdings waren auch die Weinbergschnecken mit prächtigen Exemplaren vertreten. So verbot sich der Einsatz von Schneckenkorn von selbst, und die frischen Pflanzen erhielten Schneckenkragen zum Schutz. Die Kartoffeln wurden angehäufelt und alles ordentlich ausgegrast. Minze und Schnittlauch standen üppig und wurden eifrig geerntet. Im Pfarrsaal wurde dann auch fleißig geschnipselt, trotzdem standen viele Kinder der Verwendung von Schnittlauch in selbst gebackenen Semmeln dann doch eher skeptisch gegenüber. Egal, geschmeckt haben die Semmeln jedenfalls. Außerdem wurde neuer „Wilde-Blumen-Sirup“ angesetzt, Minze-, Melisse- Rosen- und Lavendeldüfte erfüllten den Pfarrsaal. Nach der Brotzeit ging es wieder nach draußen. Jetzt wurden den vorher entkleideten alten Vogelscheuchen neue Gewänder verpasst. Mit viel Spaß und Phantasie erhielten „Schorsch“ und „Linda Siebngscheid“ ein schickes Outfit und zieren und bewachen jetzt unseren Garten. Wenn sie doch auch gegen Schnecken helfen würden!

6.6.2010
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Die Wilden Blumen auf der Landesgartenschau in Rosenheim
Nach so viel Regen endlich ein Sonnentag – und was für einer!
Die Wilden Blumen machten sich mit dem Bus auf, die Landesgartenschau in Rosenheim zu erobern. Viele Eltern durften auch mit. Alle Kinder in ihren neuen „Wilde-Blumen“-T-Shirts boten zusammen einen bemerkenswerten Anblick.
Die Landesgartenschau hat besonders in den Teilen an der Mangfall und am Inn vieles für Kinder zu bieten. Am beliebtesten waren natürlich – bei der Hitze! – alle Gelegenheiten zum Spritzen, Pritscheln, Plantschen und Baatzen. Aber auch die zahlreichen Klettermöglichkeiten wurden eifrig genutzt. Viel Eis und frischer Wind auf den Brücken und dem Aussichtsturm sorgten für willkommene Abkühlung.
Daneben gab es aber noch vieles andere zu besichtigen: Obst- und Gemüsegärten, Weiden- und Bambusbauten, außergewöhnliche Gartengestaltungen und viel „wilde“ Natur. Die Biber faszinierten die Kinder besonders, obwohl sie die meiste Zeit nur über eine Kamera beim Schlafen beobachtet werden konnten. Sehr witzig fanden die Kinder auch ein Projekt für Blinde, einem riesigen Ohr aus Steinen, welches verschiedene Oberflächen und Kräuter zum Fühlen und Riechen und außerdem vielfältige Klangobjekte bot. Ein blinder Besucher erklärte anhand der Pflanzentafeln den Kindern die Blindenschrift, was diese sehr beeindruckte.
Eine Fülle von Eindrücken, viel neues Wissen und schöne Erlebnisse nahmen die Kinder mit aus Rosenheim. Und nicht einmal auf der Rückfahrt waren die Kinder zu müde, um über die lustigen Bemerkungen des „schönsten Busfahrers aus Oberhalling“ zu lachen! Unser Fazit: Die Landesgartenschau lohnt sich wirklich für Groß und Klein, und das durch den Kerzenverkauf von den Kindern verdiente und das von der Raiffeisenbank gespendete Geld war mit diesem Ausflug super angelegt.

30.4.2010
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Die Wilden Blumen pflanzen Bäume
Die Zahl der Wilden Blumen ist inzwischen auf über 30 angewachsen. Da bekommen unsere Jugendbeauftragten ganz schön zu tun!

Deshalb werden wir für bestimmte Aktionen die Kinder in zwei Gruppen aufteilen, die „Löwenzähne“ und die „Schlüsselblumen“.
Beim letzten Treffen wurden im Beisein des Bürgermeisters Herbert Häusl in Otting zwei Vogelkirschen gepflanzt. Die Vogelkirsche (Prunus avium) ist der „Baum des Jahres 2010“. Viele Tierarten leben von dem Baum, außerdem stellt er besonders in der Blütezeit und in der Herbstfärbung eine Bereicherung des Dorfbildes dar. Die Kinder waren begeistert bei der Sache.
Inzwischen machte sich die andere Gruppe im Pfarrgarten an den Frühjahrsputz in unserem Kräuterbeet: ausgrasen, nachpflanzen, neu beschriften. Anschließend wurde ein neues Beet hergerichtet und dort Kartoffeln gelegt. Ganz vorsichtig wurden die vorgekeimten Knollen in die Löcher gelegt. Das Thema Kartoffel ist nichts neues für die Kinder, allerdings ging es im Herbst mehr ums Essen als ums Pflanzen. Ringelblumen und Tagetes wurden als Gründüngung und Schmuck gesät. So soll aus dem jahrelang nicht kultivierten und unkrautbelasteten Beet wieder ein gutes Gartenbeet werden.
Anschließend wurden die Gruppen getauscht und alles noch einmal wiederholt. Außerdem gruben wir unsere im Herbst experimentell gesetzten, jetzt blühenden Tulpen aus. Die haben uns sauber blitzt! Auch die absichtlich liegend bzw. verkehrt herum gesetzten Zwiebeln waren zur Blüte gekommen, sie sind einfach im Bogen gewachsen.
Unsere letzte Beschäftigung nach der Brotzeit  kann man getrost als „Land-Art“ bezeichnen, also als Kunst aus vergänglichem Naturmaterial. Aus Hunderten von Löwenzahnblüten wurde auf der Friedhofswiese eine große Spirale gelegt. Sie wurde auf lustige oder auch fast meditative Weise mehrfach von den Kindern abgelaufen und bot besonders von oben einen fantastischen Anblick!

26.3.2010
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Die Wilden Blumen bauen Nistkästen
Nachdem Andi Beyerlein unser zweiter Jugendbeauftragter geworden ist, wird Froschham unsere zweite Heimat. Außerdem haben die Wilden Blumen einigen Zuwachs bekommen.

Bei schönstem Sonnenschein warteten in Froschham vorbereitete Nistkasten-Bausätze auf uns. Nach einigen Erklärungen von Andi ging es gleich los: Je zwei Kinder schraubten eifrig die Bretter zusammen. Danach wurden die Kinderstuben für Familie Meise oder Spatz noch wunderschön angemalt und beschriftet. Anschließend verteilten einige Kinder noch Schafwoll-Flocken in den Büschen, um den Vögeln gleich Nistmaterial anzubieten. Andere bereiteten währenddessen eine Kräuterbutter zu. Doch bevor es an die wohlverdiente Brotzeit ging, mussten die bunten Eier noch das „Oascheibn“ überstehen. Dieses geriet zu einer eiligen Angelegenheit, da heftiger Wind das Frühlingswetter abrupt beendete. Nach der Brotzeit wurden trotz Wind noch die Nistkästen aufgehängt. Im Herbst werden wir sie wieder abnehmen und nachschauen, ob und von wem sie belegt waren.
Da sich die ganze Zeit kein Hase hatte blicken lassen, spielten die Kinder selber Osterhase und versteckten jedes süße Sachen für die anderen. Über zwei, drei Schoko-Eier freuen sich vielleicht die Mäuse, denn sie konnten nicht wiedergefunden werden!

26.2.2010
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Die Wilden Blumen gestalten Kerzen
Über 30 kg Kerzenreste haben die Wilden Blumen gesammelt und geschenkt bekommen. Die müssen nicht weggeworfen werden!
Mit viel Fleiß und Spaß wurden daraus über 50 neue, sehr dekorative Kerzen gegossen. Leider härtete das Wachs nicht schnell genug aus, so dass die kleinen Kunstwerke nicht mehr im Beisein der Kinder aus der Form geholt werden konnten. Die „Aahs!“ und „Oohs!“ wird es aber dann am Abend der Frühjahrsversammlung geben, zu der die Wilden Blumen anwesend sein und ihre Kerzen verkaufen werden.
Während der Brotzeit spielte uns Theresa Kunisch auf der Gitarre vor.
Danach kamen alte Socken zum Einsatz. Sie wurden mit Grassamen und Erde gefüllt und bekamen lustige Gesichter aufgeklebt. Werden sie gut feucht gehalten, sprießen ihnen grüne Haare!
Wie immer gehört auch etwas zum Lernen, diesmal über den Frühlingsanfang nach dem Natur-Kalender, und ein paar Spiele zu unseren Treffen dazu. Zum Beispiel mussten mit verbundenen Augen und bloßen Füßen Steine erfühlt und gesammelt werden.

29.1.2010
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Die Wilden Blumen im Schnee
„Baam i mag di und du trag, morgn is Dreikönigsdag, (nächste Woch is Lichtmessdag,) bring uns Epfe, Zwetschgn, Birn, das se glei de Äst abbiagn!“ – so nett wurden die Obstbäume im Maierhoferschen Garten aufgeweckt! Danach ging es mit den Schlitten ab in die Landschaft – es war herrlich und wild! Wieder zurück, wärmten wir uns am Lagerfeuer. Der Tiefschnee lud zu allerhand Spielen ein, am beliebtesten war das Malen im Schnee mit gefärbtem Wasser aus Spritzflaschen. Es entstanden farbige Kunstwerke und sogar bunte „Schneefrüchte“ im Baum – erstaunlich, wie schnell das Baumaufwecken wirkt!

Dazwischen konnte man immer am Feuer ausruhen und sich mit Melisse-Minze-Tee und Semmeln stärken. Als es dunkel wurde,  versammelten sich noch einmal alle Kinder am Feuer und erfuhren einiges über den Schnee, z.B. wie er entsteht und warum wir Gärtner uns darüber freuen. Der Nachmittag klang aus mit einem anderen alten Brauch, dem Räuchern mit Kräutern. Die duftenden Schwaden  durchzogen den ganzen Garten. 

18.12.2009
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Wilde Blumen im Advent
Unser weihnachtliches Treffen begann mit einer zünftigen Schneeballschlacht.

Im Pfarrsaal dann lag für jeden ein Block Marzipan bereit, aus denen die Kinder mit Lebensmittelfarben und Zuckerperlen kleine essbare Kunstwerke gestalteten konnten. Es entstanden wunderschöne „Gartenpralinen“, Schnecken, Früchte, Christbäume und sogar kleine Jesuskindlein, die fast zu schön zum Naschen, aber hübsch zu verschenken waren.
Anschließend machten wir es uns auf  einem Matratzenlager gemütlich und schauten uns bei Kinderpunsch und Plätzchen die schönsten Fotos des vergangenen Jahres an. Kleine Spiele, bei denen manches erinnert und manches gelernt werden konnte, rundeten den Nachmittag ab. 

8.12.2009
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Wilde Blumen im Schnee
Heute erklang das warnende „Baaaaaum fällt!“ vielstimmig aus Kinderkehlen: unser Besuch in Froschham war ein ganz besonderes Erlebnis. Förster Gerhard Fischer und Forstwirt Andi Beyerlein schenkten den Kindern reichlich Zeit und vermittelten ihnen spannend und lebendig viel Wissen über den Wald und ihre Arbeit im Wald. Die Kinder lernten verschiedene Baumarten kennen und erkannten, warum der Wald gepflegt werden muss, warum man manche Bäume fällen muss und auch, dass man junge Bäume vor Wildverbiss schützen muss. Sie lernten die Schnittschutzkleidung und den Helm kennen und beobachteten fasziniert, wie Bäume gefällt werden. Durch mehrmaliges Nachzählen bestimmten sie das Alter der Stämme auf 35 Jahre. Jeder der jungen Waldarbeiter bekam eine Baumscheibe mit nach Hause.
Zusammengedrängt im alten Forsthaus bastelten die Kinde aus Daxen, Äpfeln und Nüssen „Engel“ für die Vögel. Vorher rührten sie gemeinsam eine riesige Menge Teig an.
Jetzt wurde der Holzofen eingeheizt und ein zünftiges Holzknechtessen zubereitet. Die Kinder waren auch so hungrig wie die Holzknechte, und obwohl der Schmarrn einige verirrte Fichtennadeln enthielt, wurde er mit Zucker, Apfelmus und großem Appetit verspeist.
Als im Dunkeln drei Jäger mit ihren Hunden das Forsthaus passierten, wurde die Sache für die Kinder noch authentischer. Überhaupt trugen der stockfinstere Wald und die besondere Atmosphäre des Ortes Froschham viel dazu bei, dass dieser aufregende Nachmittag nicht so schnell vergessen werden wird. Deshalb vielen herzlichen Dank an Gerhard Fischer und Andi Beyerlein, die ihn so unkompliziert ermöglichten!

26.10.2009
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Wilde-Blumen, Zwiebeln und Kartoffel
Am 26.Oktober 2009 waren Wetter und Boden perfekt, um unser Kräuterbeet im Pfarrgarten noch mit ein paar Frühlingsblumenzwiebeln zu bereichern. Dazu brauchten die Kinder nicht nur genug Kraft, um den Zwiebelpflanzer einzusetzen, sondern auch das erforderliche Wissen: Wohin, wie tief muss gepflanzt werden und vor allem wie rum? Einige Tulpenzwiebeln setzten wir gezielt verkehrt herum ein. Im Frühling werden wir sehen!
Später im Pfarrsaal stand alles im Zeichen der Kartoffel. Zuerst bereiteten die Kinder Kartoffelspalten vor. Die schmurgelten längere Zeit im Ofen, während aus anderen Kartoffeln Stempel hergestellt wurden. Mit diesen und mit großen Herbstblättern konnte sich jedes Kind eine Schürze bedrucken. Weit gruseliger ging es am Nachbartisch zu: aus Kartoffeln, kleinen Kürbissen und allerhand Naturmaterial entstanden lustige oder gefährliche Monster!
Nebenbei erfuhren die Bastler natürlich auch viel Wissenswertes über die gesunden Knollen.
Als später ein köstlicher Duft aus der Küche in den Pfarrsaal zog, wurde schnell gemeinsam zusammengeräumt, damit sich alle die gebackenen Kartoffelspalten mit Schnittlauchquark schmecken lassen konnten.

25.9.2009
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Wilde-Blumen bei der Apfelernte in Molbaum
Dieses Mal erlebten die „Wilden Blumen“ Spannendes zum Thema Bienen und Äpfel bei Familie Blank in Molbaum. Karina und Rupert Blank nahmen sich viel Zeit, den Kindern ihr Bienenhaus und die Apfelernte zu zeigen und zu erklären.
Der Anblick und der Duft der reifen Äpfel, die vorsichtig von den Kindern gepflückt und wie rohe Eier in den Korb gelegt wurden, und natürlich der köstliche Geschmack waren wunderbare sinnliche Erfahrungen. Das Pony, das genauso gerne Äpfel futterte wie die Kinder, und die Rückfahrt auf dem Bulldog-Anhänger machten viel Spaß. Vielen Dank an die Familie Blank!

Anschließend wanderten wir nach Otting, wobei der Weg mit Brotzeitpause, Spielen und Naturbeobachtung nicht lang wurde. Im Pfarrsaal wartete ein ganzer Karton geschenkter Äpfel aus Molbaum auf die Wanderer.
Nach dem Verkosten von Apfelsaft und getrockneten Apfelringen machten sich die Kinder eifrig daran, mit Hilfe zweier Apfelschäl- und –schneidmaschinen  schöne Apfelspiralen zum Trocknen oder gleich Naschen zu fabrizieren. Besonders die Buben begeisterten sich so für die Technik, dass sie viel mehr Äpfel verarbeiteten, als sie selber essen konnten. Aber nichts wurde verschwendet, und es hat an diesem Tag jedes Kind eine reichliche Portion der köstlichen Früchte verspeist. Von all dem Spaß, aber auch der Ernsthaftigkeit, mit der die Kinder bei der Sache sind, konnte sich auch Stefan Reiter, Jugendbeauftragter des Kreisverbandes Traunstein, überzeugen, der uns an diesem Nachmittag begleitet hatte.

24.7.2009
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"Bei der Kräuterhexe"
Auf die „Wilden Blumen“ wartete beim Treffen am 24.7. 2009 ein Haufen Arbeit in Form von Hackschnitzeln. Diese wurden nach dem Hacken und Ausgrasen in und um unser Kräuterbeet verteilt. Fast alle Kräuter sind gut angewachsen, und sommerliche Düfte erfüllten den Garten. Diese lockten auch viele ‚Wilde Bienen’ an.
Um die Wildbienen ging es dann auch im nächsten Programmteil: Anhand von Fotos, einem leeren Wespennest und einer belegten Nisthilfe lernten die Kinder anschaulich, dass es nicht nur einfach Bienen, Hummeln und Wespen gibt. Jetzt ging es ans Schilf schneiden und Gips rühren, bis jedes Kind aus einer Konservendose ein kleines Wildbienen-Kinderheim gestaltet hatte.
Wohlverdient gab es danach eine Erfrischung: Kräutersirup aus den Sorten, die wir schon kennen. Jedes Kind konnte sich dann selber nach eigenen Vorlieben einen solchen ‚Zaubertrank’ ansetzen. Viele duftende Kräuter lagen bereit und machten die Auswahl zum Vergnügen.
Falls jemand noch nicht ermüdet von dem wilden Treiben war – zum Schluss wurden kleine, freundlich gespendete Stoffsäckchen mit Lavendelblüten gefüllt. Die Kinder überlegten dabei laut, zu welcher Übernachtungsgelegenheit der beruhigende Lavendelduft wohl beim Einschlafen helfen könnte oder wem man noch damit Freude bereiten könnte.

27.6.2009
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Wilde Blumen im Dschungel
Beim Treffen am 26. Juni wollten wir einen Teil des Pfarrgartens in Otting vom Dschungel befreien. Da wurde kräftig gehauen und gestochen! Das Wetter meinte es gut, denn es regnete keinen Tropfen, aber der Boden war feucht genug, um die Arbeit zu erleichtern. Die Kinder hatten jedes eine Kräuterpflanze und einen großen Stein mitgebracht. Auf diesen schrieben die Kinder ihren Namen und den Namen ihrer Pflanze. Nach dem Besprechen und Beschnuppern aller Kräuter legten wir die Steine auf dem jetzt unkrautfreien Boden zu einer Schlange aus und jedes Kind pflanzte das entsprechende Kraut dazu. Anschließend wurde kräftig bewässert – nicht nur die Pflanzen.
Nachdem alle wieder einigermaßen trocken waren, wurde unser gemeinsames Werk noch einmal ausgiebig bewundert.
Nun erhielt jedes Kind ein Foto auf den Rücken geheftet. Darauf war ein Tier oder eine Pflanze aus dem Garten oder von der Wiese abgebildet, das oder die durch gezielte Fragen ermittelt werden musste. Dabei durfte nur mit Ja oder Nein geantwortet werden. Viele dieser Gartenbewohner kannten die Kinder nicht zuletzt auch aus unseren bisherigen Gruppenstunden. So ließ die abschließende Gummibärchenbelohnung nicht lange auf sich warten.

29.5.2009

Der Holler oder auch Hollunder stand bei diesem Treffen auf dem Programm. Gleichzeitig wurde bei diesem Treffen die Kindergruppe "Wilde Blumen" gegründet.  ...mehr

9.4.2009
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"Auf den Spuren des Osterhasen" hieß das Motto für das erste "Schnupper-treffen" der zukünftigen Kindergruppe des Gartenbauvereins Otting. Unter Leitung der Jugendbeauftragten, Doreen Maierhofer, machten sich am 9. April 35 Kinder auf den Weg zum Schloßberg und suchten 3 Stunden lang durch spielen, forschen und entdecken den Osterhasen.

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