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Bild der Woche

 

 

bereits durchgeführte Veranstaltungen und Aktionen

 

Zu Besuch beim Gmias-Michi in Watzing am 17.7.2017

“Natur – Heimat – Genuss” umschreibt Michael Steinmaßl das Konzept seines Bioland-Betriebes, auf dem er mit seiner Frau Evi Gemüseanbau mit Direktvermarktung im Haupterwerb betreibt. Und das konnten 20 Ottinger Gartler bei einem Besuch auf seinem Hof nachvollziehen. Der junge Gärtnermeister führte die Besucher herum, zeigte Gurken, Tomaten, Paprika, Auberginen und anderes in zwei einfachen Foliengewächshäusern und viele andere Kulturen wie Kohlarten, Salate, Fenchel auf 2 ha Freiland. Mit Begeisterung schilderte er die tierische Artenvielfalt auf seinem Betrieb, angefangen mit Murnau-Werdenfelser Rindern über Bronzeputen und Laufenten, gelegentlich ein verirrtes Reh, Füchse, Igel, Hornissen, Hummeln bis hin zu Florfliegen, Marienkäfern und Blattläusen. Selbst diese haben ihre Berechtigung, denn sie ernähren die Nützlinge. Der Gmias-Michi erzählte von der Umstellung auf das biologische Wirtschaften vor gut 10 Jahren, vom Herantasten und auch von Rückschlägen, vom Aufbau des „Bio-Michi“, des Gmias-Ladens in Kirchanschöring. Dazwischen pflückte er immer wieder ein Blatt oder eine Frucht ab, um seine Ausführungen zu verdeutlichen oder den Besuchern ein Florfliegenei zu zeigen. Oder er grub den Boden auf, um dessen Lebendigkeit zu zeigen oder die Durchwurzelung der dicken Mulchschicht aus Kleegrassilage im Gewächshaus.

Die Ottinger nahmen den einen oder anderen Tip für den eigenen Garten mit, aber auch einen Eindruck davon, mit wieviel Leidenschaft bei Steinmaßls Biolandbau betrieben wird – für die Familie, die Kunden und die Umwelt. Und der Genuss kam auch nicht zu kurz: an einem kleinen Buffet konnten Gurken, gelbe Rüben und Tomaten mit Dips verkostet und dabei noch gefachsimpelt werden.

 

Fotoimpressionen von der Führung

 

Gartenbesichtigung am 27. Juni 2017

Eine Gartenbesichtigungstour bei den eigenen Mitgliedern unternahm der Gartenbauverein Otting. 35 Interessierte, größtenteils mit dem Fahrrad, fanden sich bei Sigi Baderhuber in Scherzhausen ein.  Dort wurden die Besucher von der begeisterten Gartlerin durch die weitläufige Hofanlage geführt, in der verschiedene Beete ganz natürlich angelegt sind. 2 Laufenten unterstützen im Gemüsegarten beim Schneckenproblem. Die vielen selbstgemachten Elemente wie Weidengeflechte, Glasobjekte und von den Kindern gestaltete Steine zeigen, dass sich alle Familienmitglieder einbringen.

Der zweite Anlaufpunkt war der Garten von Marianne Bösch in Holzhausen. Mittelpunkt ist ein wunderschön angelegter Teich, es finden sich Sitzplätze zum Verweilen, Obstspaliere und Rabatten. Ein Hingucker ist auch der Blumenschmuck am Haus, die vielen Balkonkästen und Töpfe mit Sommerblumen. Die Besucher konnten tolle Anregungen mitnehmen.

Der letzte Garten der Tour gehört Doreen Maierhofer, ebenfalls in Holzhausen. Der große Garten zeigt eine riesige Pflanzenvielfalt. Die Naturliebhaberin konnte uns viel über Gemüse, Beeren und Rosen erzählen. Im neu angelegten Gewächshaus hingen schon die reifen Gurken, die mancher gerne mitgenommen hätte. Mit einem Glas Sekt mit selbst  gemachtem Rosensirup in der Hand durch den Garten schlendernd, ließen die Besucher den Abend  gemütlich ausklingen.

Fotoimpressionen von der Gartenbesichtigung

 

Zweitagesausflug an die Donau am 27. und 28. Mai

Gut gelaunt und unternehmungslustig fuhren 41 Ottinger und Tachinger Gartler in die Wachau und auf die Garten Tulln. Erstes Reiseziel war die Schallaburg. In zwei Gruppen wurde das wunderschöne Renaissance-Schloss besichtigt, das vor allem durch seinen Innenhof, dessen Bögen geschmückt sind mit hunderten Figuren und Gesichtern aus Terrakotta, in Erinnerung bleibt. Außerdem beeindruckte natürlich der historische Garten, in dem Pfingstrosen und Iris gerade durch die Rosen abgelöst werden und dunkelroter Türkenmohn mit weißen Zierlauchkugeln einen spektakulären Anblick bietet.  Nach dem Rundgang blieb noch genug Zeit für ein gemütliches Mittagessen im Arkadenhof, bevor es weiter ging nach Melk zum Schiffsanleger.

Schöner als zu Schiff kann man die Wachau nicht durchqueren! Die Weinorte Spitz und Weißenkirchen, Burgen, Kirchen und Weinberge zogen gemächlich vorbei, bis der markante blaue Kirchturm von Dürstein in Sicht kam. In Dürnstein war Zeit zur freien Verfügung, die einige auf den Spuren von Richard Löwenherz zum Aufstieg zur Burgruine nutzten, andere ließen sich durch die malerischen Gassen treiben oder genossen die Früchte der Wachau in flüssiger Form.

Mit dem Bus ging es dann in die Blumenstadt Tulln an der Donau, wo die Hotels bezogen wurden. Später traf man sich in der Stadt zum Bummeln und Einkehren.

Am Sonntag nach einem reichlichen Frühstück stand die „Garten Tulln“ auf dem Programm – die „erste ökologische und dauerhafte Landesgartenschau Europas“. 65 Schaugärten zu verschiedensten Themen, ein renaturierter Auwald, ein 30 m hoher Baumwipfelpfad, viele Einkehr- und Einkaufsmöglichkeiten ließen die Herzen der Gartler höher schlagen. Man verlief sich und traf sich wieder, genoss die Blumenpracht und holte sich Inspiration für zu Hause, trank ein Gläschen Wein und kühlte sich die Füße im Kneippgarten. Leider musste irgendwann die Heimfahrt angetreten werden. Ein letzter Höhepunkt war der Besuch des Mostbauernhofs Distelberger bei Amstetten, wo der Mostbaron verschiedene Moste, Cidre, Schokolade und auch Essig kredenzte und  Wissenswertes und Lustiges zum Besten gab. Danach wurde eine deftige „Meterjause“ serviert und  noch mehr Most und feine Obstbrände. Der Mostbaron erklärte auch, wie man im Mostviertel zuprostet, nämlich auf „Gesundheit!“ antwortet man mit „Sollst leben!“. Allerdings ging die Version „Leben sollst!“ anscheinend leichter von der bayerischen Zunge, so dass es einiger Runden Schnaps oder Likör bedarf, bis das Zutrinken reibungslos klappte.

Die Rückreise verlief dann in allerbester Stimmung.

Fotoimpressionen vom Ausflug

 

Lindenfest und Kraut- und Krempelmarkt am 13. Mai

Drinnen oder draußen? Mit einem mulmigen Gefühl entschieden sich die Veranstalter für draußen – und bekamen recht! Sämtliche Regenwolken machten beim Lindenfest einen Bogen um Otting. Anlass des Festes war die Segnung der neuen Friedhofslinde in Otting, die von den „Wilden Blumen“ anstelle der einen gefällten alten Linde gepflanzt worden war. Pfarrer Ager nahm die Segnung vor und wünschte dem neuen Baum gutes Wachstum an der Seite der anderen, ca. 130 Jahre alten Friedhofslinde, und den Ottingern ein ebenso friedliches und freundliches Miteinander im Dorf. Mit dem Choral „Großer Gott, wir loben dich“ wurde der geistliche Akt beendet. Anschließend erläuterte Georg Unterhauser, der „Linden-Schorsch“, wie es zur Fällung und Neupflanzung kam. Der neue Kreisfachberater Markus Breier erzählte einiges zur Winterlinde an sich, wobei er besonders die Kinder einbezog, die geduldig ausharrten. Denn im Umfeld der Bäume war einiges geboten: Die Ottinger Musik spielte auf, Stadelteam und Feuerwehr sorgten für das leibliche Wohl.

Im Pfarrhof fand der Markt „Kraut und Krempel“ des Gartenbauvereins statt. Hier wurden viele Pflanzensetzlinge, bepflanzte Gefäße, Muttertagsgeschenke, Hiefeln, Insektenhotels, Gartenkunst, Töpferwaren und allerlei Schnickschnack angeboten. Die Wilden Blumen verkauften hunderte Tomatenpflanzen in 35 Sorten, die sie selbst aufgezogen hatten. Unter der Linde im Pfarrhof wurden mit einem Kamishibai-Theater Lindenmärchen erzählt, die Kinder konnten Lindenblütenseife herstellen und Blumen auf Karten kleben. Zwei große Astscheiben der gefällten Linde lagen bereit, auf denen man anhand der Jahresringe Ottinger Ereignisse der Vergangenheit nachvollziehen konnte. Und nicht nur die Kinder hatten Spaß am neuen Barfußpfad, den die „Wilden Blumen“ angelegt hatten.

Fotoimpressionen vom Lindenfest und Kraut-und Krempel-Markt

 

Ramadama am 25. April

Zusammen mit dem Gartenbauverein führte die Grundschule Otting ihre jährliche Müllsammelaktion durch. Sämtliche Schüler der drei Klassen durchstreiften eifrig die Waldstücke, Weg- und Straßenränder in und rund um Otting, um auch noch das letzte Fitzelchen Müll aufzulesen. Dabei war die Ausbeute etwas geringer als im letzten Jahr – eigentlich ein gutes Zeichen. Es handelte sich auch weniger um die illegale Müllentsorgung einzelner im Wald wie z.B. einen Grilltisch, als vielmehr um Unmengen Zigarettenkippen und Verpackungen von Mahlzeiten, die gedankenlos aus dem Autofenster entsorgt wurden. Auch eine Haarbürste und eine halbe Flasche Nagellack wurden in der Wiese gefunden, wobei die Kinder sich ausmalten, welcher Beauty-Frust hier dahinter steckte…… Nein, das ist nicht lustig.
Die von der Gemeinde Waging spendierte Brotzeit war redlich verdient und wurde restlos verputzt. Anschließend erfuhren die Kinder in einem „Müll-Spiel“, wie lange die einzelnen Müllobjekte und Materialien in der Natur brauchen, bis sie verrottet sind. Eine Zigarettenkippe verschmutzt die Umwelt bis zu 5 Jahre lang, eine Glasflasche könnte auch in 50.000 Jahren noch daliegen.
Zum Abschluss bastelten die Kinder Insekten, Vögel oder andere lustige Wesen aus alten Plastiktüten – Upcycling sozusagen.

Fotoimpressionen vom Ramadama

 

Obstbaum-Schnittkurs am 25. März.

15 Gartler waren nach Dieperting gekommen, um in die Geheimnisse des fachgerechten Obstbaumschnittes eingeweiht zu werden. Hans Gschirr aus Lampertsham ließ die Teilnehmer an seinem umfangreichen Fachwissen teilhaben, angefangen vom richtigen Pflanzschnitt über den Erziehungs- und Überwachungsschnitt bis hin zur Pflege alter Obstbäume. Bei dem alten Baumbestand ergaben sich sehr interessante Vorher-Nachher-Anblicke.

Zwischendurch wurde bei einer Tasse Kaffee gefachsimpelt und sich aufgewärmt, denn das Wetter war anfangs sehr unfreundlich. Letztendlich kam beim Schnitt eines alten Birnenspaliers der Wunsch nach einem Sommerschnittkurs an gleicher Stelle auf, um das Wissen zu vertiefen und auch um die Auswirkungen des momentanen Schnittes zu beobachten. Hans Gschirr erklärte sich gern bereit, diesen zu übernehmen.

Fotoimpressionen von der Versammlung

 

Frühjahrsversammlung am 26. März.


Ungefähr hundert Gartler konnte die Vorsitzende Doreen Maierhofer zur Jahreshauptversammlung im frühlingshaft dekorierten Saal des Oberwirts begrüßen. Nachdem der Waginger Bürgermeister Herbert Häusl in seinem Grußwort die vielfältigen Aktivitäten des Vereins und besonders die Jugendarbeit gelobt hatte, informierte Carsten Voigt vom Landschaftspflegeverband das Publikum über die Anlage und Pflege von Streuobstwiesen und Hecken und deren Förderung durch den Landschaftspflegeverband.
Den Hauptteil des Abends bestritten Sabine und Thomas Pummerer aus Riedering, die das Publikum auf einen vergnüglichen musikalischen Spaziergang durch das Gartenjahr mitnahmen. Mit Tuba und Gitarre, mit Gedichten, Liedern und Tipps sorgten sie für gute Unterhaltung.
Anhand vieler Bilder konnte dann noch einmal auf die vielfältigen Aktivitäten des Vereins zurückgeblickt werden, wie den Kraut- und Krempelmarkt, den Ausflug in den Hofgarten Oberschleißheim und nach Großkarolinenfeld, den Festwagen zum 50. Jubiläum der DJK Otting, eine Schwammerlwanderung, einen Weidenflechtkurs und einen Räucherkurs. Und auch für das Jahr 2017 wurden spannende Aktionen und Ausflüge angekündigt.
Mit Stolz konnte die Vorsitzende verkünden, dass der Verein die 500-Mitglieder-Marke überschritten hat. Noch auf der Versammlung stellten zwei Teilnehmerinnen den Antrag auf Mitgliedschaft, so dass der GBV Otting  11 neue Kinder mit einem Kindergruppen-T-Shirt und 16 neue Erwachsene mit einer Hortensie begrüßen konnte und damit auf 504 Mitglieder kommt. Drei Erwachsene hatten das Glück, als 499., 501. und 500. Mitglied ausgelost zu werden: Petra Schuhbäck aus Holzhausen gewann einen Apfelkorb, Matthias Baderhuber aus Großscherzhausen einen Rosenstock und Bettina Steinmaßl aus Scharling einen Apfelbaum.
Zwei Mitglieder konnten für ihre langjährige Treue zum Verein geehrt werden: Ehrenvorstand Georg Unterhauser erhielt für 30 Jahre Mitgliedschaft und 25 Jahre Vorstandstätigkeit die “Goldenen Ehrennadel” des Landesverbandes und Franz Poller aus Garscham die „Ehrennadel mit Kranz“ für 50 Jahre Mitgliedschaft.
Zum Abschluss des Abends konnten die Gartler schöne Blumen- und Sachpreise bei der Tombola gewinnen.

Fotoimpressionen von der Versammlung

Pressebericht - Südostbayerische Rundschau