Verein für Gartenbau und Landespflege Otting e.V.
Zuversicht
Sensenmähkurs am 11. Juli 2020
Abendausflug

Mit der Handsense mähen ist ein Handwerk, das nur noch wenige Gartler beherrschen. Dabei ist es im Vergleich zu Freischneider und Co. umweltfreundlich, nachhaltig, sportlich und leise! Um das Sensenmähen zu lernen, haben sich die Ottinger Gartler Richard Bals aus Waldhausen eingeladen. Das Wort „Sense“ stammt vom althochdeutschen „Segensa- die Schneidende“, so dass eine stumpfe Sense also gar keine Sense ist. Folglich begann der Kurs mit dem Dengeln, und jeder Teilnehmer übte ausgiebig an einem Blechstück. Die richtige Stelle zu treffen und im richtigen Rhythmus zu schlagen verlangte einiges an Übung. Erst als der Kursleiter zufrieden war, konnte man sich an der Sense versuchen. Längere Zeit war nichts zu hören als der Klang der Dengelhämmer. Nach der Mittagspause wurden die Sensenblätter an ihrem Sensenbaum oder -worb befestigt und richtig eingestellt, denn die Sense muss zu ihrem Besitzer passen. Und erst dann ging es auf die Wiese. Dank des regnerischen Wetters war das Gras feucht und die Teilnehmer noch frisch. Zischend schnitt die Sense durch das Gras und legte einen ordentlichen Schwad ab. Beim Kursleiter jedenfalls. Die anderen mussten sich Ermahnungen anhören wie: „Die Sense bleibt am Boden, rechter Fuß vor, nicht hacken, die linke Hand zieht...“. Gar nicht so einfach, wie es aussieht! Entspannt arbeiten und dabei den Kopf frei bekommen, wie Richard Bals vom Handmähen schwärmt, das wird wohl noch länger dauern. Aber die Grundlagen sind gelegt, alles weitere braucht eben Übung. Für den anregenden und lehrreichen Tag bedankten sich die Vereinsmitglieder bei Richard Bals mit einem Waginger Brotzeitkörberl.

Abendausflug des Gartenbauvereins Otting am 8.7.2020
Abendausflug

Gartler sind gern auch Sammler und auch ein bisschen verrückt. Das macht oft den Reiz ihrer Gärten aus! Mitglieder des GBV Otting besichtigten an einem lauen Sommerabend das mediterrane Reich von Franz und Sandra Eder in Kirchanschöring. Die Gartler erwartete eine unglaubliche Sammlung von Zitruspflanzen, Palmen und anderen südlichen Gewächsen. Ein Senkgarten mit Pool, lauschige Sitzplätze und schmiedeeiserne Deko machen das italienische Flair perfekt. Hunderte Kübelpflanzen wollen täglich gegossen werden, was im Hochsommer zwei Stunden dauern kann. Alle haben individuelle Wünsche, wann sie z.B. ins Winterquartier wollen. So kennt Franz Eder alle seine Schützlinge persönlich und ließ die beeindruckten Besucher an seinem Erfahrungsschatz teilhaben. Anschließend ging die Fahrt zum Knallerhof auf dem Güßhübel. Der liebevoll hergerichtete Hof bietet alles für ein Picknick – viel Platz, verschiedenste Sitzgelegenheiten, Getränke, Dekoratives und eine wunderbare Aussicht. Etwas abseits laden die Sebastianikapelle zum Innehalten und die Bücherhütte zum Schmökern ein. Dann wurden die mitgebrachten Brotzeiten ausgepackt und bis zum Dunkelwerden wurde geschaut, geratscht und genossen, dass ein solches Miteinander wieder möglich ist.

Einführung der kostenfreien Biotonne

Im Landkreis Traunstein wird zum 1. Dezember die kostenfreie Biotonne eingeführt. Eine Befreiung hiervon ist möglich, wenn die Abfälle selbst kompostiert werden. Siehe Pressemitteilung des Landratsamts: Zur Pressemitteilung

Passend hierzu ist ein neues Merkblatt zur Kompostierung im Garten erstellt. Es fasst auf zwei Seiten alle relevanten Infos kurz und bündig zusammen. Inhalt und Merkblatt sind auch auf www.garten-traunstein.de zu finden.

„Die Kompostierung von Garten- und Küchenabfällen ist Kernthema der Gartler und Vereine. Kompost bietet unzählige Möglichkeiten im Garten und kann nicht hoch genug geschätzt werden. Eine Überdüngung ist freilich zu vermeiden, aber nachhaltiger und umweltfreundlicher lässt sich kein Dünger herstellen und wertvolle Kleinstlebewesen für einen lebendigen Boden gewinnen. Einfach, natürlich und kostenfrei! Kompost ist top-aktuell, lebendig und vielseitig!“ (Markus Breier)

Jahreshauptversammlung am 12. März 2020
Jahreshauptversammlung

Wie man im Hochbeet gärtnert, mit Schafwolle und Bokashi düngt und auch im Blumenkasten Salat und Gemüse zieht, erfuhren die etwa 90 Besucher vom Atteler Gärtnermeister Rainer Steidle. Der kurzweilige Vortrag weckte so richtig die Lust aufs Garteln. Vorher hatte Bürgermeister Matthias Baderhuber in seinem Grußwort die vielfältigen Aktivitäten und besonders die Jugendarbeit gelobt. Der Jahresrückblick erinnerte mit zahlreichen Fotos an die Höhepunkte des Vereinsjahres, zum Beispiel den Ausflug an den Bodensee oder die Radltour „Von Garten zu Garten“. 18 neue Mitglieder, darunter 7 Kinder, konnten begrüßt werden und erhielten als Willkommensgeschenk eine schöne Hortensie bzw. die Kinder das Wilde-Blumen-T-Shirt. Nach dem Kassenbericht von Kassierin Martina Huber bestätigten die Kassenprüferinnen Johanna Erlacher und Marianne Rinser-Simmerl die ordnungsgemäße Führung der Kasse. Neu in den Gartenbauvereinen ist die Installierung von Gartenpflegern, die für Fragen, Beratungen und kleine Kurse ausgebildet werden und für die Mitglieder zur Verfügung stehen. In Otting sind das Hans Seehuber, Kilian Sailer, Bärbel Pflug und Doreen Maierhofer. Außerdem schenkt der GBV jungen Eltern im Verein einen Geburtsbaumbaum für ihr Neugeborenes. Die Versammlung klang aus mit der Vorschau auf die geplanten Veranstaltungen in diesem Jahr.