Verein für Gartenbau und Landespflege Otting e.V.
Kindergruppe "Wilde Blumen" 2020

"Die wilden Blumen von Otting" – so nennt sich die Kindergruppe des Gartenbauvereins Otting. Gegründet wurde diese im Mai 2009 und ist damit schon älter als die meisten ihrer Mitglieder. Aus den 23 Gründungsmitgliedern ist inzwischen eine stabile Gruppe von etwa 40 Kindern zwischen 6 und 12 Jahren geworden. Einmal im Monat kommen die Wilden Blumen zusammen, um im Garten und in der Natur gemeinsam zu spielen, zu lernen, zu beobachten und kreativ zu sein. Der Pfarrgarten mit zwei Hochbeeten und einem großen Insektenhotel sowie der Verkauf von Pflanzen auf dem „Kraut-und-Krempel-Markt“ gehören zu den regelmäßig betreuten Projekten der jungen Gärtner. Betreut wird die Gruppe von 9 Müttern und zwei Jugendlichen, die sich für jedes Treffen neue spannende Aktionen ausdenken. Kinder ab 6, die Lust auf Abenteuer haben, können zum Schnuppern kommen!

Das „Wilde-Blumen-Team“
Räucherkurs

v.l. Gitti Stecher, Sonja Weber, Doreen Maierhofer, Elke Blank, Kristina Lind-Schröer, Sigi Baderhuber, Viktoria Baderhuber, Bärbel Pflug, Fiona Maierhofer, Evi Ufertinger, Angela Sturm

Die Wilden Blumen im wilden Wald am 2. Oktober 2020
Wilde Blumen im wilden Wald

Nach der langen Corona- und Sommerpause gab es endlch wieder ein Treffen der Wilden Blumen! Zuerst wurden wieder einmal Kerzen hergestellt – das nächste Weihnachten kommt bestimmt. Im Pfarrgarten waren an langen Stangen verschiedene Bohnensorten gereift. Jetzt wurden die Stangen umgelegt, die Stauden abgeschnitten und die Hülsen geerntet. Viel Spaß machte das Auskerndln, weil die vielen bunten Bohnenkerne zum Vorschein kamen, gestreift, gepunktet, gefleckt oder sogar mit einem Engel darauf. Damit soll später gebastelt werden. Vor dem Abmarsch in den Wald erhielt jedes Kind noch eine Eierschachtel mit aufgeklebten Bildchen der Dinge, die auf dem Weg gesammelt werden sollten. Schon vor dem Wald rief die erste Teilnehmerin „Bingo!“, weil sie die Aufgabe erfüllt hatte. Letztendlich haben aber alle Kinder ihre Schachtel mit Zapfen, Federn, Eicheln und anderem gefüllt. Im Wald am Römergraben wurde kurz Brotzeit gemacht, bevor ein neues Spiel die Kinder in seinen Bann zog: mit Ton und Naturmaterial konnten den Bäumen Gesichter gegeben werden. Schon bald war der Lagerplatz umgeben von Waldgeistern, Trollen oder Feen. Der Römergraben selbst erwies sich als fantastischer Spielplatz. Hier als tiefer Graben mit schrägen Wänden voller alter Blätter, eignete er sich wunderbar zum Dreckrutschen. Selbst die Leiterinnen kehrten am Ende mit dreckigem Hosenboden heim. Wäre es nicht langsam zu finster geworden, hätten die Wilden Blumen noch viel mehr Zeit im wilden Wald verbringen können!

Die Wilden Blumen in der geheimnisvollen Biberschwell am 4.7.2020
Wilde Blumen Biberschwell

Endlich! Zwar mit Einschränkungen können die Wilden Blumen wieder zusammenkommen und wild sein! Zumindest ein Teil des geplanten Jahresausflugs konnte stattfinden. Fast vier Stunden lang, in zwei Gruppen und mit Abstand, erforschten sie mit Ute Künkele und Till Lohmeyer die sagenumwobene Biberschwell. In dieser spannenden Landschaft finden sich Quellen, eine bizarre Schlucht, kleine Höhlen, efeubehangene Felswände, uralte Bäume und überwucherte Pfade – Abenteuer pur. Biber gibt es hier es keine, dafür tummelten sich hier schon keltische Druiden, feiernde mittelalterliche Bauern, auch der legendäre Heinz von Stein und, will man den Sagen glauben, allerhand Gespenster und mythische Wesen. Außerdem schärften die beiden Naturführer den Blick für besondere Steine, Pflanzen, Tiere und Schwammerl. Besonders letztere faszinierten die Kinder, angefangen von winzigsten Nadelpilz über den Haferflocken liebenden Schleimpilz bis zum Riesenchampignon. Für Erfrischung sorgte ein herzhafter Schluck aus der eiskalten Quelle oder auch ein schlammiges Fußbad auf den aufgeweichten Wegen.

Vogelwilde Blumen am 21.Februar 2020
Vogelwilde Blumen

Welche Vögel bleiben im Winter bei uns? Wie sieht ein Elsternest aus? Was ist der kleinste Piepmatz bei uns und welcher Vogel kann als einziger kopfüber einen Baum hinab laufen? Solchen Fragen gingen die Wilden Blumen bei ihrem Treffen nach. Zuerst jedoch wurden saubere Tetrapacks zu Vogelfutterstationen geformt, angemalt und hübsch an den Bauzaun im Pfarrhof zum Trocknen aufgehängt. Dann wurde ein Spaziergang unternommen, um Vögel zu beobachten, allerdings waren nicht viele zu sehen. Zurück im Pfarrstadel gab es Wissen über die wichtigsten Arten, Vogelstimmen und Fotos. Die Kinder verzierten ihre bunten Futterhäuschen und befüllten sie mit Weichfutter und Popcorn. Und natürlich wurde auch selber jede Menge Popcorn verputzt. Nach der Brotzeit wurden oben im Pfarrsaal Vögel gebastelt. Amseln, Rotkehlchen, Buchfinken, Spatzen und Meisen aus Papier malten die Kinder nach Fotos naturgetreu an. Wer lieber glitzernde Fantasievögel wollte, verzierte alte CDs mit Papier, Federn und Stiften, die als lustige Sonnenfänger aufgehängt werden können. Zum Abschluss konnten die Kinder mit dem Spiel „1, 2 oder 3“ ihr Wissen testen und noch einmal wild herum hüpfen.

Die Wilden Blumen rundum eingeigelt am 31. Januar 2020
WB Igel

Der Igel ist ja nun nicht gerade ein Thema im Winter! In diesem „Nicht-Winter“ aber schon. Leider ist es so warm, dass manche Igel schon nicht mehr fest im Winterschlaf liegen. Sie verbrauchen zuviel Energie und sind zu leicht, um bis April noch durchzuhalten. Der Igel Hugo ist ein solcher, der mit nur 400 g Gewicht am hellen Tag durch den Garten lief. Jetzt wohnt er in Kartons im Keller und frisst sich Gewicht an. Die Wilden Blumen hörten zuerst das Märchen von Hase und Igel. So eingestimmt formten sie in der Küche aus süßem Hefeteig und Mandelstiften niedliche Stacheltiere. Die wurden mit Ei eingepinselt und kamen in den Ofen. Fruchtsäfte wurden mit Gelatine verrührt und in igelförmige und andere Formen gegossen. Diese wurden in den Kühlschrank gestellt. Keine Gummibärli, sondern Gummi-Igeli! Danach gab es viel Wissen rund um diesen Insektenfresser, wie er lebt und wie nützlich er ist und auch, was man tun muss, wenn man jetzt einen finden sollte. Und dann kam wirklich der Igel Hugo, lebendig und zum Anschauen. Mucksmäuschenstill waren die Kinder, um ihn nicht zu erschrecken. Er durfte auch nicht gestreichelt werden, denn der Igel ist und bleibt ein Wildtier. In der Natur sind Igel auch meist von Parasiten befallen. Hugo wollte auch lieber wieder schlafen, wie es seiner Natur entspricht, und kam zurück in seine Schlafkiste. Die Wilden Blumen dagegen hatten Hunger, und so wurde Brotzeit gemacht und gleich ein Teil der putzigen Hefe-Igel mit verspeist. Dann ging es ans Basteln: auch aus Wolle und Pappe entstanden niedliche Igel, die passend zum Fasching auch mal ganz bunt daherkamen. Zum Abschluss wurde draußen „Hase und Igel“gespielt, bis dann auch die Fruchtgummis fest geworden waren und all die verschiedenen Igel mit nach Hause genommen werden konnten.