Verein für Gartenbau und Landespflege Otting e.V.

Kindergruppe „Wilde Blumen“ 2024

„Die wilden Blumen von Otting“ – so nennt sich die Kindergruppe des Gartenbauvereins Otting.
Gegründet wurde diese im Mai 2009 und ist damit schon älter als die meisten ihrer Mitglieder. Aus den 23 Gründungsmitgliedern
ist inzwischen eine stabile Gruppe von etwa 40 Kindern zwischen 6 und 12 Jahren geworden. Einmal im Monat
kommen die Wilden Blumen zusammen, um im Garten und in der Natur gemeinsam zu spielen, zu lernen, zu beobachten
und kreativ zu sein. Der Pfarrgarten mit zwei Hochbeeten und einem großen Insektenhotel sowie der Verkauf von
Pflanzen auf dem „Kraut-und-Krempel-Markt“ gehören zu den regelmäßig betreuten Projekten der jungen Gärtner.
Betreut wird die Gruppe von 9 Müttern und zwei Jugendlichen, die sich für jedes Treffen neue spannende Aktionen
ausdenken. Kinder ab 6, die Lust auf Abenteuer haben, können zum Schnuppern kommen!

Das „Wilde-Blumen-Team“

Angela Sturm, Anna Rhein, Bärbel Pflug, Doreen Maierhofer, Heike Maier, Renate Göpperl, Sigi Baderhuber, Rosi Spitzauer, Kerstin Bösch

Die Wilden Blumen im Advent am 28. November

Auch wenn der Schnee fehlte, zogen die Wilden Blumen zur Weihnachtsfeier in den Wald. Verschiedene Stationen stimmten auf die Adventszeit ein. Zuerst wurden mit Hilfe von Hammer und Nägeln Herzen aus Holz mit Schneesternen aus Filz verziert. Sie sollen am Gartenzaun aufgehängt werden für die Ottinger als kleiner Weihnachtsgruß zum Mitnehmen. An der zweiten Station wurde für die Vögel gesorgt: Walnussschalen wurden mit Fettfutter gefüllt und in die Bäume gehängt. Da musste man schon ein bisschen mutig sein, um seine Nuss von der Leiter aus in die WB-Linde zu hängen! Als nächstes musste den Weihnachtselfen geholfen werden, ihre verhedderten Schals auseinanderzutrennen. Dann gab es eine Station, in der Waldtiere im „Kübel des Grauens“ ertastet werden sollten. Da der Kübel auch jede Menge Federn enthielt, schneite es nun doch ein bisschen. Dann gab es noch eine weihnachtliche Pantomime und eine „Blindschleiche“ mit Augenklappen durch den Wald, bis endlich ein Nikolaussack in einem Baum entdeckt wurde, der Schokonikoläuse enthielt. Zum Schluss fanden die Kinder Fackeln, um dann den Rückweg nach Otting festlich zu beleuchten.
Im Pfarrsaal wartete ein Matratzenlager. Nach dem Gedicht von der Weihnachtsmaus konnten die Kinder eine eigene kleine Weihnachtsmaus basteln, weil man ja für alle Fälle eine Erklärung für die genaschten Platzerl braucht. Bei Geschichten, heißem Punsch und frisch gebackenen Waffeln klang die Feier aus.

Die Wilden Blumen im Wald am 31. Oktober

Bei schönstem Herbstwetter zog es die Wilden Blumen in den Wald. Das Waldsofa gehörte wieder ein bisschen aufgebaut, ehe alle Platz nehmen konnetn. Zum Picknick gab es heißen Apfelpunsch und Kürbismuffins von der eigenen Ernte. Dann durften die Kinder winzige Playmobil-Tiere auswählen, für die sie dann im Wald kleine Hütten oder Ställe bauten. Im Licht der Taschenlampen wurden dann alle Tierchen in ihren Behausungen besucht und besprochen. Auf dem Heimweg konnten die Wilden blumen noch aus Kastanien und Herbstlaub lustige Waldgeister basteln. Kastanien blieben auch im Pfarrstadl interessant: sie enthalten Saponin. Wenn man Kastanien mit dem Hammer zerkleinert und in Wasser stehen lässt, löst sich dieses und mit der Flüssigkeit kann Wäsche gewaschen werden. Das Hämmern übernahmen die Kinder natürlich sehr gern und brachten eine schäumende Waschlösung mit heim. Das soll ja gelegentlich nötig sein bei den kleinen Abenteurern.

Die Wilde Blumen testeten »Streuobst-Memo« am 29. Oktober

Eine Menge Spaß hatten die »Wilden Blumen« des Ottinger Gartenbauvereins beim Testen des neuen Kartenlegespiels, dem »Steuobst-Memo« der Akademie für Naturschutz und Landespflege (ANL) in Laufen. Das Spiel besteht aus 36 Bildpaaren regional bedeut-samer und bewährter, überwiegend alter Streuobstsorten und einem Begleitheft. Das Heft erläutert zu jeder Sorte Wissenswertes über Herkunft, Reifezeitpunkt, Ertrag, Wuchs, Standort und Verwendung. Die Bildpaare zeigen 22 Apfel-, vier Birnen-, je drei Kirsch-und Quittensorten, zwei Zwetschgensorten sowie die Walnuss und den Speierling, erklärte Autorin Evi Köstler, die das Spiel mit der Hilfe von Gartenbau-Kreisfachberater Markus Breier entwickelte. Damit soll biologische Vielfalt spielerisch erfahrbar werden. (Text von Markus Breier)

Die Wilden Blumen ernten am 19. September

Aus unseren „Drei Schwestern“ ist ein wilder Dschungel geworden, wobei allerdings die Erbsen kaum mehr zu finden waren. Aber Mais und Kürbis hatten sich gut entwickelt und konnten nun geerntet werden. Die Kinder sammelten die leckeren Kolben, die zusammen mit Würsteln gegrillt wurden. Vorher schnitzte sich jedes Kind noch zwei Griffe, um die heißen Kolben zu halten. Mit Abstand saßen die Schnitzer im Kreis und arbeiteten konzentriert mit den scharfen Messern. Andernorts entstanden aus Eicheln und Holzperlen herzallerliebste Püppchen. Nach dem Essen klang der Nachmittag mit einer Traumreise und lustigen Spielen aus.

Die Wilden Blumen starten in die Ferien am 1./2. August

Die Reise in die Römerzeit ging weiter: am Demei-Weiher gab es Spiel- und Bastelstationen für die Wilden Blumen. Man konnte sich standesgemäß in eine Toga wickeln, seinen eigenen Lorbeerkranz basteln und so gewandet und sein Geburtsdatum in römischen Zahlen aus Salzstangerl legen. Viele töpferten sich eine zeitgemäße Öllampe oder bastelten ein Mini-Katapult. Es gab römische Kinderspiele zum Ausprobieren und ein Quiz über die römische Götterwelt. Und mit einem Ball konnte man gegen Hannibal zu Felde ziehen, der mit Gummibärle zurückschoss. Auch wenn das Wetter recht kühl war, wurde die Zeit natürlich zum Baden genutzt, zum Ratschen uns Spielen. Auch das Essen hätte den alten Römern gemundet: Brotfladen, Hendlhaxen, mediterrane Aufstriche, Olivenöl und Käse.
So waren alle gut vorbereitet auf göttlichen Besuch: der alte Meeresgott Neptun mit seinem feuchten Gefolge gab sich die Ehre im Demei-Weiher. All die jungen Römer wurden nun der Neptuntaufe unterzogen und mit einer heftigen Rasur und einem stärkenden Schluck Weiherwasser mit einem fischigen Namen versehen in sein nasses Reich aufgenommen.
Mit Spielen und Geschichten endete der Abend früher oder später, und nach einem ordentlichen Nutellafrühstück konnte in die Sommerferien gestartet werden.

Die Wilden Blumen unterwegs am 5. Juli

Nachdem die Wilden Blumen auf der Ottinger Stadlweihnacht und dem Kraut-und-Krempel-Markt eifrig ihre Sachen verkauft hatten, war es Zeit für eine große Belohnung:
Ein Ausflug in den Kletterwald Prien! Im schattigen Wald bot sich den Kindern ein riesiges Gelände voller Kletterparcours. Von dicht über dem Boden bis hoch in den Baumwipfeln, für jeden Mut und jede Körpergröße waren Kletterwege dabei. Nach einer Sicherheitseinweisung und dem Anlegen von Gurten und Helmen ging es auch schon los. Mancher Weg sah von unten betrachtet recht einfach aus, wurde aber oben zur wackligen Herausforderung. Diese nahmen die Wilden Blumen meist gerne an. Manch jüngere Kinder entpuppten sich als mutige Draufgänger, die den Großen was vormachten. Andere überwanden ihre Höhenangst und fanden doch Spaß an der Sache. Die drei Stunden vergingen viel zu schnell, waren dann aber doch ziemlich anstrengend. Ein gemeinsam mitgebrachtes Picknick gab wieder Kraft und Lust auf neue Abenteuer.

Da traf es sich gut, dass beim Römermuseum Bedaium in Seebruck schon der Legionär Quintus Tiberius Octavius alias Matthias auf die Kinder wartete. Er nahm die Kinder mit auf eine spannende Zeitreise zu den Römern, die vor 2000 Jahren genau an diesem Ort gelebt hatten. Was hatten die an, was aßen sie? Was konnten sie schon, wie kämpften und starben sie und woher wissen wir das alles? Wie sich ein kleiner Römer in Rüstung, Helm und Bewaffnung bei der Hitze gefühlt haben mag, konnte jedes Kind ausprobieren und damit auch für ein Foto posieren.
Der lange Tag und die Hitze forderten ihren Tribut, so dass die Kinder abschließend ganz dringend ein leckeres Eis in der Jetztzeit benötigten. Wer dann noch Abfrischung brauchte, konnte den coolen aufregenden Tag mit einem Bad im Chiemsee beenden.

Die Wilden Blumen und der Beton am 2. Mai

Die drei Schwestern – so nannten manche Indianerstämme den gemeinsamen Anbau von Mais, Kürbis und Bohnen, ein Paradebeispiel der Mischkultur. Die Wilden Blumen versuchten das nachzuempfinden – anhand einer Geschichte und in ihren Hochbeeten.
Danach ging es um ein ungewöhnliches Material – Beton! Kleine und große Dekostücke entstanden. Wenn auch nicht alles gelang, trockneten am Ende eine Menge Käfer und Blumen sowie lustige Hände und Hirschköpfe in der Sonne. Schon fertige Betonteile wurden mit Acrylfarben hübsch angemalt und sollen bepflanzte Blumentöpfe auf dem Kraut- und Krempel-Markt zieren.

Wilde Blumen zu Ostern am 28. März

Wie immer im März standen in Tettelham 300 Tomatenpflanzen bereit, um von den Kindern für Kraut und Krempel umgetopft und zur Aufzucht mit nach Hause genommen zu werden. Liebevoll nahmen sich die WB der Pflänzchen an. Andere Pflanztöpfchen aus Papier waren für eine ganz andere Füllung vorgesehen: Aus ihnen wurden kleine Hendl gebastelt, die mit Schoko-Ostereiern gefüllt und verschlossen wurden. Und auch das Weidentipi bei Bärbel verträgt jedes Jahr eine neue Ladung Hackschnitzel, die die Kinder eifrig herbeikarrten und verteilten. Zur Brotzeit gab es bunte Ostereier, die zuerst einige Runden Oascheim und Becken über sich ergehen lassen mussten, ehe sie verputzt wurden. Ein Teil der Schokohendl durfte dann mit in den Wald, wo sie nach Osterhasenart für ein anderes Kind versteckt wurden. Anschließend hörten die Kinder die Geschichte vom Osterhäschen Hoppel, das sich in eine Gänsefamilie verirrt hatte. Dann wurden die versteckten Osterhühnchen gesucht, so dass alle Kinder am Ende mehrere Hühnchen und Tomatenpflanzen mit nach Hause nehmen konnten.

Die Wilden Blumen im Chaos am 28. Februar

Das Chaosspiel passt wunderbar zu den Wilden Blumen! In kleinen Gruppen mussten bis zu 50 verschiedene Aufgaben gelöst werden, wobei die Kinder all ihre Talente ausspielen konnten. Dass sie dazu verkleidet waren, machte die Sache noch lustiger. Überhaupt wurde bei diesem Treffen lauter Spiele gemacht wie Brezenschnappen, Trollmemory, Luftballon-in-der-Luft-halten… Wilde Musik und Krapfen machten die Faschingsfeier perfekt.

Die Wilden Blumen auf Spurensuche am 31. Januar

Diesmal nur eine kleine Truppe und auch kein Schnee, aber trotzdem ein Erlebnis – die WB gingen mit dem Förster Max Poschner in den Wald. Tierspuren, das sind ja nicht nur Trittsiegel, die man im Schnee am besten sieht, sondern auch Nester, Federn, Hasenköttel und Mäuselöcher… Im Wald fanden sich Spechtlöcher, Larven unter der Baumrinde und ein Borkenkäfer. Spannend. was der Förster alles darüber zu erzählen wusste! Mit speziellen Pfeifen machten die Kinder Tierlaute täuschend echt nach. Es gab eine Brotzeit im Wald und lustige Spiele wie „Zapfenkacken“. Zurück im warmen Pfarrsaal wollten die Wilden Blumen nun selber Tierspuren produzieren. Mit Stempeln legten sie auf großen Papierbögen realistische „Wildwechsel“ an, wo sich Fuchs und Hase, Maus und Wildschwein begegneten. Diese werden zu Hause an die wilde Winterwanderung erinnern.