Verein für Gartenbau und Landespflege Otting e.V.

Veranstaltungen 2026

Ottinger Gartler entdecken den Apothekergarten Waging am 7. Juli

Ein lauer Sommerabend voller Farben und Düfte, heitere Atmosphäre und viel Kräuterwissen, das war geboten bei der Besichtigung des neuen Kräutergartens beim Baiuvarenhaus in Waging. Die Kräuterexpertin und Mitinitiatorin des Gartens Barbara Hinterstocker nahm sich ausgiebig Zeit, um den Ottinger Gartlern sämtliche Pflanzen in den drei Hochbeeten nahezubringen. Und derer gibt es nicht wenig: zum Beispiel Lavendel oder Melisse zur Entspannung, die Nachtkerze für die Haut, aber auch die Leber, die Schafgarbe als Frauenkraut (auch für Männer empfohlen!), die Engelwurz gegen Viren und Bakterien oder der Rote Sonnenhut zur Stärkung der Abwehrkräfte. Dass die Ringelblume in jede Teemischung gehört, weil sie die anderen Kräuter unterstützt oder dass ein Mädesüßtee der Grippe den Schwung nimmt, sind kleine Geheimnisse der Pflanzenwelt, die Barbara den Gästen mitgab. Nach dem kurzweiligen Vortrag und einer kleinen Stärkung mit Kräutersirup konnte sich jede(r) auch noch in einem Gläschen eine individuelle Kräutertinktur ansetzen und so etwas von dem Zauber des Abends mit nach Hause nehmen. Dieser klang danach ganz gemütlich mit einem Glas Wein bei der Minigolfanlage im Kurpark aus.

Vereinsausflug vom 11.-14. Juni

Gartenziele im fernen Thüringen standen auf dem Reiseplan der Ottinger Gartler. Am Nachmittag des ersten Tages wandelten die Reisenden durch die Rosengärten der Dornburger Schlösser – hoch über dem Saaletal, umgeben von einem Landschaftsgarten mit Laubengängen, Rosenwänden und einem grandiosen Ausblick.
Die Fahrt ging weiter durch die fruchtbare Landschaft des Thüringer Beckens. Der Reiseleiterin Doreen Maierhofer war es ein Anliegen, viel über ihre ehemalige Heimat und auch das Leben in der damaligen DDR zu erzählen. Nach dem Abendessen gab es noch eine Überraschung: ein Mitglied der Sömmerdaer evangelischen Gemeinde öffnete für die Bayern „seine“ Kirche und bot eine spannende Kirchen- und Turmführung!
Der zweite Tag begann mit Regen. Das altehrwürdige Kyffhäuserdenkmal tauchte mystisch aus dem Nebel auf. Die Führung an diesem sagenhaften Ort war so spannend, dass sie über die mangelnde Aussicht hinwegtröstete. Weiter ging die Fahrt in die Rosenstadt Sangerhausen. Das Europa-Rosarium ist mit über 8600 Rosensorten die größte Rosensammlung der Welt. Unendlich lange kann man sich durch die Rosenrabatten treiben lassen, in Farben und Düften schwelgen oder ein Stück Rosentorte genießen.
Auf der Rückfahrt wartete noch ein Kleinod: der Chinesische Garten Weißensee. Pagoden und Rhododendren, anmutige Wasserflächen sowie einige Repliken der Soldaten der berühmten Terrakottaarmee bezauberten die Gäste.
Am Samstag stand die Landeshauptstadt Erfurt auf dem Programm. Der Rahmen einer Stadtführung reicht nicht aus für all die Sehenswürdigkeiten, die die Stadt bietet: Krämerbrücke, Dom und Severikirche, um nur einige zu nennen.
Der Nachmittag bot dann wieder ein Gartenziel – den ega-Park. Auch hier gibt es unglaublich wunderbare Botanik auf verschlungenen Wegen zu entdecken.
Am Sonntag trat man die Heimreise an. In Bamberg wurde noch einmal Halt gemacht, um auch von dieser Gartenstadt noch ein paar Eindrücke mitzunehmen. Und man war sich einig: Thüringen ist eine (Garten)reise wert!

„Wissen, wie’s wächst und schmeckt“ – Ein Pflanzprojekt der 3. Klasse am 22. Mai und 10. Juli

Am letzten Schultag vor den Pfingstferien startete die 3. Klasse der Grundschule Otting das Pflanzprojekt „Wissen, wie’s wächst und schmeckt“. Vorbereitete Bäckerkisten, die mit Vlies ausgelegt und mit frischer Erde befüllt waren, standen für die Kinder bereit.
Unter der fachkundigen Anleitung von Doreen Maierhofer, 1. Vorsitzende des Gartenbauvereins, konnten die Schülerinnen und Schüler sofort loslegen und die Pflanzkisten mit Salat- und Kräutersetzlingen bestücken sowie Radieschen aussäen. Außerdem bastelte jedes Kind aus einem sauberen Tetrapak einen eigenen Pflanzbehälter, in den ein Erdbeerpflänzchen eingesetzt wurde.
In den folgenden sieben Wochen kümmerte sich ein „Gießteam“ sehr zuverlässig um die Pflege der Pflanzen. Mit großem Interesse beobachteten die Kinder, wie alles wuchs und gedieh.
Am 10. Juli war dann endlich Erntetag! Eifrig wurden Radieschen, Salat und Kräuter geerntet. Anschließend kürte die Klasse den „Radieschenkönig“: Das größte Radieschen wog beeindruckende 100 Gramm. Danach wuschen und zerkleinerten die Kinder die frischen Zutaten in der Schulküche. Gemeinsam rührten sie einen leckeren Kräuterquark an, richteten mit Käse- und Schinkenscheiben ein buntes Buffet her und belegten ihre Wraps mit den selbst angebauten Zutaten. Sowohl der Stolz als auch der Appetit war allen anzusehen. Selbstgeerntetes schmeckt einfach am besten!
Mit einem Gemüsemärchen und einem fröhlichen Bewegungsspiel klang der abwechslungs- und lehrreiche Vormittag schließlich aus.
Die Klassensprecher bedankten sich jeweils mit einem kleinen Blümchen ganz herzlich bei Doreen Maierhofer, die das Projekt mit viel Herzblut und großem Fachwissen begleitet hat, ebenso aber auch bei den beiden Müttern Verena Dandl und Anna Rhein, die die Kinder tatkräftig unterstützt und mit ihrem Engagement zum Gelingen dieser Aktion wesentlich beigetragen haben.
Das Projekt „Wissen, wie’s wächst und schmeckt“ hat im wahrsten Sinne des Wortes reiche Früchte getragen. Die Kinder erlebten hautnah, wie aus kleinen Samen und Pflänzchen mit Geduld, Pflege und Teamarbeit gesunde Lebensmittel wachsen. Dabei lernten sie nicht nur viel über Gartenbau und gesunde Ernährung, sondern hatten vor allem jede Menge Spaß – ein Erlebnis, das sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird. (Text: Susi Geißelbrecht)

KuK am 9. Mai

Der Ottinger „Kraut und Krempel“-Markt – wie immer am Samstag vor dem Muttertag – bot wieder ein reichhaltiges Angebot von allem, was man im Garten brauchen kann. Gemüsepflänzchen, Sommerblumen und Stauden, Gartendeko und Krempel, Nützliches und Schönes konnte erworben werden. Die Wilden Blumen boten Tomatenpflanzen, Kerzen, Limonaden und frische Waffeln an – alles selbstgemacht bzw. gezogen. Auch der Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege war vertreten mit seiner Saatgutkiste, die zum Tauschen und Ausprobieren von Saatgut aller Art anregt und damit zur Vielfalt im Garten beiträgt. Mit Kaffee und Kuchen, Leberkassemmeln und Getränken war gut für das leibliche Wohl gesorgt. Bei schönstem Sonnenschein konnte man im Pfarrhof gemütlich sitzen, ratschen und sich über seine neuerworbenen Schätze freuen.

Gemeinsam für die Umwelt – die Grundschule Otting packt an (24. April)

Am Freitag, den 24. April 2026, wurden die Ottinger Grundschüler aktiv: Statt Unterricht im Klassenzimmer stand „Rama dama“ auf dem Stundenplan! Gemeinsam mit engagierten Mitgliedern des Gartenbauvereins schwärmten die Kinder klassenweise aus, um Otting und die nähere Umgebung von achtlos weggeworfenem Müll zu befreien.
Ausgerüstet mit Eimern, Handschuhen und Greifzangen ging man motiviert ans Werk. Schnell zeigte sich: Auch wenn Wiesen und Wege schon dicht bewachsen sind, versteckt sich noch jede Menge Müll darin. Mit wachsamen Augen und großem Einsatz förderten die Kinder so einiges zutage – von Zigarettenkippen über Plastiktüten bis hin zu Glasflaschen, Dosen oder Papierresten.
Zurück am Pausenhof konnten dann einige Säcke mit dem zusammengetragenen Abfall gefüllt werden – ein starkes Zeichen dafür, was man gemeinsam erreichen kann. Die fachgerechte Entsorgung übernahm dankenswerterweise der Bauhof.
Nach so viel Einsatz knurrten natürlich die Mägen und man ließ sich die wohlverdiente „Belohnung“ schmecken: Warme Leberkässemmeln und Getränke!
Zum Abschluss wurde es noch ziemlich kniffelig: Beim Spiel „1, 2 oder 3“ durften die Kinder ihr Wissen testen und schätzen, wie lange verschiedene Abfälle in der Natur brauchen, bis sie verschwunden sind. Einige Antworten sorgten für großes Erstaunen: Eine Getränkedose benötigt etwa 100 Jahre, eine Plastikflasche sogar rund 1000 Jahre – und Glas? Unglaubliche 50 000 Jahre! Da wurde schnell klar: Wegwerfen ist einfach – aber die Natur hat sehr lange damit zu kämpfen.
Mit neuen Erkenntnissen und dem guten Gefühl, selbst einen wertvollen Beitrag für den Schutz unserer Umwelt geleistet zu haben, verabschiedeten sich die Kinder schließlich ins Wochenende.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Helferinnen des Gartenbauvereins Otting, besonders aber an die Vorsitzende Doreen Maierhofer als Organisatorin dieser wunderbaren Aktion, sowie an die Gemeinde Waging für die großzügige Spende der leckeren Brotzeit! (Text: Susi Geißelbrecht)

Baumschnittkurs am 14. März

Auf großes Interesse stieß der Obstbaumschnittkurs des Gartenbauvereins. Unter Anleitung von Hans Seehuber lernten die 16 Teilnehmer die Grundlagen des Oeschberg-Schnittes, wie er heute als die empfehlenswerte Art der Baumerziehung gilt. Angefangen beim Pflanzschnitt über die Erziehung junger Bäume bis hin zur Verjüngung älterer Exemplare bekamen die Gartler die richtigen Handgriffe gezeigt und erklärt und konnten sich anschließend selbst beherzt beim Schnitt versuchen. Bei Kaffee und Kuchen in der Pause blieb Zeit für viele Fragen und regen Erfahrungsaustausch.

Jahreshauptversammlung des Gartenbauvereins Otting

Wie man die „Tolle Knolle“ Kartoffel im Hausgarten anbaut, welche Sorten für welche Verwendung geeignet sind, wie man seine Ernte vor Schnecken, Kartoffelkäfern und Krautfäule bewahrt und warum man beim Kartoffeln legen besser gut auf sein Handy aufpassen sollte, brachte der Referent Thomas Winkler dem Ottinger Publikum nahe.
Die Vorstandsdamen des Ottinger Gartenbauvereins hatten zur Jahreshauptversammlung Saal und Tische wunderbar frühlingshaft geschmückt. Die dritte Waginger Bürgermeisterin Christine Rehrl lobte in ihrem Grußwort die Arbeit des Vereins und überbrachte die Wertschätzung der Gemeinde. Die Vereinsvorsitzende Doreen Maierhofer bat anschließend die Anwesenden, sich zum Totengedenken von den Plätzen zu erheben. Besonders gedachte man des kürzlich verstorbenen Ehrenvorstands Hans Zahnbrecher, der die Geschicke des Gartenbauvereins 37 Jahre lang geleitet hatte.
Mit schönen Blumenstöcken wurden 2 neue Vereinsmitglieder begrüßt und 5 neue Kinder mit Wilde-Blumen-T-Shirts willkommen geheißen.
Darauf folgte der informative und lustige Vortrag von Thomas Winkler. Die Kartoffel brauche einen lockeren, nährstoffreichen, eher trockenen Boden. Die Knollen sollten auf der Fensterbank warm und hell vorgekeimt werden, so dass sie kurze, kräftige violette Keime bekommen. Im Dunkeln entstandene weiße Triebe dagegen brechen ab oder faulen. „Legst mich im April, kimm i, wann i will, legst mi im Mai, kimm i glei!“. Der Anbau in Kartoffeldämmen („Ackerl“) habe die Vorteile, dass sie sich schnell erwärmen und auch die Ernte erleichtert werde. Sie sollten im Hausgarten etwa 60 cm Abstand haben. Außerdem solle man Kartoffeln nicht auf Flächen anbauen, die zuvor Wiesen gewesen seien, da dann die Schäden durch Drahtwürmer überhandnähmen.
Später erinnerte Doreen Maierhofer mit zahlreichen Fotos an die Ereignisse des vergangenen Jahres wie zum Beispiel dem Kraut-und-Krempel-Markt, dem Tagesausflug in den Himalayagarten, dem Abendausflug zur Waldrappstation und mehreren Gärten in Weitgassing oder dem Ferienprogramm. Auch die Kindergruppe „Die Wilden Blumen“ war das ganze Jahr über aktiv, wie die Fotos zeigten. Marianne Sailer gab daraufhin in Vertretung der Kassierin den Kassenbericht. Es folgte ein Ausblick auf die geplanten Aktivitäten für 2026: so wird es einen Baumschnittkurs geben und am 9. Mai wird wieder „Kraut und Krempel“ im Pfarrhof angeboten. Besonders warb die Vorsitzende für den viertägigen Ausflug nach Thüringen, der vom 11.-14. Juni stattfinden wird. Mit dem EGA-Park und der Landeshauptstadt Erfurt, dem Europa-Rosarium Sangerhausen mit der größten Rosensammlung der Welt, aber auch Kleinoden wie den Dornburger Schlössern und dem Chinesischen Garten Weißensee werde das eine „wunderbare Gartenreise“, schwärmte Maierhofer. Auch garteninteressierte Nichtmitglieder sind herzlich eingeladen! Zum Schluss der Versammlung gab es Blumiges, Nützliches und Dekoratives bei der Tombola zu gewinnen.

Gartler auf Draht am 28. Februar

Kleine Körbchen aus Draht, charmant unperfekt, hübsch verschnörkelt oder mit Perlen verziert auf Eisenstecken produzierten 12 kreative Gartler in Otting. Dank des milden Wetters konnte draußen in der Sonne gewerkelt werden. Die dekorativen Geflechte werden noch mit Moos. Blumenzwiebeln oder auch Kerzen gefüllt und zieren als Hingucker den Garten.

Traueranzeige Johann Zahnbrecher 17. Februar