Verein für Gartenbau und Landespflege Otting e.V.

Veranstaltungen 2022

Gemütlicher Abendausflug nach Fridolfing am 16. August

Die glühende Sommerhitze bringt uns wenigstens die langen lauen Abende, wunderbare Zeit für kleine Ausflüge und einen Blick über den Gartenzaun. So fuhren 15 Ottinger Gartler nach Fridolfing. Ein kurzer Spaziergang führte die Gruppe zu den Seerosenanlagen der Fa. Berthold. Leider bietet diese keine Führungen an, so dass sich die Erklärungen auf das Wissen zweier ehemaliger Fridolfingerinnen aus der Gruppe beschränkte. Außerdem schließen die meisten Seerosen am Nachmittag schon ihre Blüten. Aber man konnte den Besuch auch als Einladung verstehen, zur rechten Tageszeit einmal wieder zu kommen, um die Blütenpracht zu bestaunen.
Anschließend wurde der liebevoll angelegte und gepflegte kleine Garten von Rosmarie Spitzauer besichtigt. Viele große Hortensien, Storchschnabel und Rudbeckien, Sedum, Efeu und Rosen und unzählige zauberhafte Details machen aus dem Garten ein verwunschenes kleines Reich. Kein Wunder, dass viele Vorübergehende darum bitten, ein Foto machen zu dürfen, wie die Gärtnerin erzählt.
Die Gastgeberin mit Tochter und Enkeltochter luden zum Niedersetzen ein und servierten selbstgebackenen Kuchen. Mitgebrachte Brotzeiten wurden ausgepackt, der Gartenbauverein spendierte Getränke, und in der Abenddämmerung wurde noch lange geratscht und gelacht. Einfach schön!

Unterwegs mit der Kräuterhexe
Waginger Ferienprogramm am 11. August

Die Kräuterhexe Franziska Zeidler und ihre zauberhaften Helferinnen wanderten mit 39 wissbegierigen Kindern kräutersuchend auf den Tettelhamer Schlossberg. Dabei fand sich so manches geheimnisvolle Pflänzchen, wie das bittere Tausendgüldenkraut, aber auch interessante Bäume wie die Eiche. Über alles wusste Franziska Wissenswertes und Geschichten zu erzählen. Die Kinder hatten sich jedes einen Kräuter-Traumfänger gebastelt, der mit den botanischen Fundstücken zum Mitnehmen besteckt werden konnte.
In Tettelham dagegen duftete es nach Melissen und Rosen, Minze und Thymian. Nach guter Hexenküchenmanier braute sich jedes Kind einen persönlichen Zaubertrank, natürlich unter Gemurmel von Zaubersprüchen und begleitet von irrem Lachen.
Etwas ganz besonderes ist ein im Mörser zubereiteter Rosen- oder Minzzucker. Der Zucker bindet die ätherischen Öle, und die rosa oder grüne Farbe lassen den Zucker so appetitlich ausschauen, dass eine Menge davon gleich aus dem Mörser genascht wurde.
Auf dem Schlossberg kamen zur Brotzeit alle zusammen. Da gab es einen Kräuterquark – ohne Kräuter, aber mit allerhand Schüsseln mit kleingeschnittenem Basilikum, Petersil, Thymian, rosa Blüten, Brennesselsamen und Bärlauchsalz zum nach Belieben Drüberstreuen. Und natürlich Honig von den Bienen am Schlossberg. Zu trinken gab es den selbst angesetzten „Schlossberg-Almdudler“.
Die Zeit war viel zu kurz, aber alle waren sich einig: „Sche wars bei da Hex!“

Pflanzprojekt an der Schule Otting

„Wissen, wies wächst und schmeckt“ ist ein bayernweites Projekt, bei dem Vertreter der Gartenbauvereine zusammen mit Schulklassen große Bäckerkisten zu Pflanzgefäßen umfunktionieren und darin Gemüse anbauen, das von den Kindern anschließend gepflegt, geerntet und verspeist wird.
Die 3.Klasse in Otting und ihre Lehrerin Frau Geißelbrecht ließen sich auf dieses Projekt ein, unterstützt von Doreen Maierhofer und Anna Rhein vom Gartenbauverein Otting. Fünf Bäckerkisten wurden von den Kindern mit vorgeschnittenem Vlies ausgelegt und dann mit Erde befüllt. Salatpflanzerl, die Kräuter Schnittlauch, Basilikum, Thymian und Petersilie und Radieschensamen wurden zunächst besprochen und beschnuppert und anschließend in die Kisten gepflanzt und gesät. Außerdem erhielt jedes Kind ein Erdbeerpflänzchen, die in aufgeschnittene Tetrapaks gesetzt wurden. Nun konnte vorsichtig angegossen werden. Natürlich wurde alles liebevoll beschriftet, man will doch wissen, wessen „Gärtchen“ am besten gedeiht! Ein wildes Gemüsespiel beendete den spannenden Vormittag.
Nun hieß es Geduld haben und vor allem gießen! Besonders bei dem heißen Sommerwetter war das eine verantwortungsvolle Aufgabe. Eifrig beobachteten die Schüler das Keimen und Wachsen, maßen den Zuwachs aus und dokumentierten alles mit Tablet und Pflanztagebuch. Erste Erdbeeren konnten bald genascht werden, und nach gut fünf Wochen kam die Erntezeit!
Wieder begleiteten Doreen und Anna den Vormittag. Die gute Pflege zahlte sich aus, fast alle Pflanzen waren wunderbar gewachsen. Die jungen Gärtner staunten über große Radieschen in bunten Farben und auch darüber, wie sehr sich das Wurzelwerk der einst winzigen Salatsetzlinge ausgebreitet hatte. Nun wurde alles aus der Erde gezogen, grob gereinigt und in die Schulküche gebracht. Sauber abgewaschen, wurde die Beute fleißig gezupft und geschnipselt. Die größten Radieserl maßen mehr als 4 cm im Durchmesser und wogen mehr als 60 g – und schmeckten hervorragend! Neben dem Gemüse wurden auch Schinken und Käse vorbereitet sowie ein Quark mit Kräutern aus den Beeten. Von diesem Buffett konnte sich jedes Kind nach Belieben Wraps füllen. Verschiedene Wraprolltechniken wurden ausprobiert, und es schmeckte allen so lecker, dass zusätzlich noch eine große Tüte Semmeln vom Bäcker geholt werden musste.
Die Reste der reichen Ernte und die Erdbeerpflanzen wurden für zu Hause eingepackt. Ein lustiges Spiel beendete das Projekt, das allen viel Spaß gemacht hatte und vielleicht im nächsten Jahr mit einer anderen Klasse wiederholt werden kann.

Graz und die steirische Apfelstraße
Zweitagesausflug der Gartenbauvereine Taching und Otting

Endlich war der lang geplante gemeinsame Vereinsausflug möglich – 31 Gartler fuhren nach Graz! In der Innenstadt wartete schon eine Stadtführerin, die den Reisenden mit viel Wissen, Anekdoten und vor allem Begeisterung ihre Heimatstadt vorstellte. Der entspannte Spaziergang streifte viele Sehenswürdigkeiten der Grazer Innenstadt wie die Burg mit der Doppelwendeltreppe, den Renaissance-Innenhof des Landhauses, den „Grazer Stadtkern“, Sandspiele vor dem Rathaus, moderne Bauwerke wie das „coronavirusförmige“ Kunsthaus und die schwimmende Murinsel und endete an den 260 Stufen, die auf den Grazer Schlossberg hinauf führen. Diese sind aber nur eine Möglichkeit, das Grazer Wahrzeichen mit dem berühmten Uhrturm zu erklimmen, man kann auch bequem mit dem Lift oder der Schlossbergbahn fahren. Wieder runter kommt man allerdings noch schneller, wenn man sich traut: Eine Rutsche bringt einen in nur 35 Sekunden wieder auf den Schlossbergplatz hinunter, und etliche Mutige nutzten diesen Nervenkitzel mit viel Spaß aus!
Oben gab es neben dem Uhrturm allerhand Sehenswertes und natürlich auch einen schattigen Biergarten. Nachdem man, egal wie, zurück in der Innenstadt angekommen war, ging die Busfahrt weiter nach Bärnbach zur Hundertwasserkirche. Von dem bekannten Architekten bunt und einfallsreich gestaltet, bietet sie viele überraschende Anblicke, aber im Inneren auch einen Ort der Ruhe.
Nach dem Abendessen im Hotel nutzten viele noch die Gelegenheit, lässig durch die Stadt zu schlendern, auf ein Glas Wein einzukehren und die laue Sommernacht zu genießen.
Am Morgen stand die Steirische Apfelstraße auf dem Programm. Mit einheimischer Begleitung ging die Fahrt durch das Apfelland, während die Reisenden viel Interessantes über die „Göttliche Frucht“ hörten. Auf dem Apfelhof Pangerl in Puch konnten die Besucher von Werner Pangerl viel über den Apfelanbau, die Verarbeitung und Vermarktung, aber auch über die Probleme mit dem Klimawandel und der Agrarpolitik erfahren. Bei einer urigen Most- und Schnapsverkostung kam auch der geheimnisvolle Bund der „Apfelmänner“ zur Sprache, der jährlich den mystischen „Abakus“, den vielleicht besten und teuersten Apfelschnaps der Welt, herstellt. Nicht ganz so exklusiv, aber reichlich kauften die Gartler anschließend im Hofladen der Familie ein. Nach dem Mittagessen beim „Eitljörg“ in Puch wurde die Heimreise angetreten mit einem netten Zwischenstopp in der Ausseer Lebzelterei.

Bezirksmusikfest am 3. Juli

Fünfzigjähriges Gründungsfest der Jung-Ottinger und Bezirksmusikfest mit 42 Kapellen – da beteiligt sich natürlich auch der Gartenbauverein. Nicht nur der Blumenschmuck von zwei Ehrenkutschen, sondern auch ein ganzer Festwagen wurden gestaltet. Dieser zeigte ein florales „Happy Birthday to you“, für Musiker gut zu erkennen, und wurde von Bernhard Sailer mit seinem schön geschmückten Bulldog gezogen. Dem Festwagen voran ging Sophia Maier mit dem Vereinstaferl. Und viele Wilde Blumen und erwachsene Vereinsmitglieder folgten nach. Den Freiluftgottesdienst in der prallen Sonne hielten die Kinder tapfer durch, nicht zuletzt dank der neuen Wilde-Blumen-Sonnenschirme. Durch diese fielen die festlich gekleideten Kinder mit ihren Blumenkränzen und -sträußen noch einmal besonders ins Auge, so dass sie vom Publikum mit viel Applaus belohnt wurden.

Tagesausflug am 25.6.2022

Die Gärtnerei Angermaier in Bad Feilnbach hat sich den Pelargonien verschrieben. Was der Unterschied zwischen Geranien und Pelargonien ist, bekamen die Ottinger Gartler von Frau Angermeier erklärt. Und nicht nur das: Angesichts der unglaublichen Fülle in den Gewächshäusern, wo Pelargonien in fast 4000 Sorten kultiviert werden, stellte Anna Angermaier ihren Betrieb, ihre „Florasophie“ und verschiedene ihrer Schätzchen vor. Die mit Leidenschaft aufgebaute und gepflegte Sammlung sucht sicher ihresgleichen. Die vielfältigen Schönheiten unterscheiden sich sehr von dem, was man landläufig als „Geranien“ bezeichnet. Da gibt es tulpenblütige, nelken- und rosenblütige Pelargonien, sternförmige, vogeleierfarbene, zwergwüchsige…..
Doch nicht nur diese werden in der Gärtnerei produziert, sondern auch zahlreiche andere Stauden und Marktgemüse. Durch diese Gewächshäuser führte die Gärtnerin Bärbel. Rare Blühpflanzen und liebevolle Dekorationen luden zum Betrachten und zum Kauf ein. Nicht zuletzt war der witzige Gartenzaun ein Hingucker!
Nach einem guten Mitttagessen in Bad Feilnbach ging die Fahrt nach Brückmühl, wo die bekannte Naturheilmittelfirma Salus ihren Sitz hat. Etwas außerhalb gelegen befinden sich die Versuchsfelder und ein Kräutergarten. Zwei junge Mitarbeiter führten durch die Anlagen, erläuterten mit viel Begeisterung und Sachverstand die Zucht und den Anbau der verschiedenen Kräuter und ihre Verwendung bei Salus. Gegen die Gluthitze in den wenig Schatten bietenden Gärten gab es anschließend Abhilfe: Findige Kinder aus dem benachbarten Weiler hatten einen Kracherlstand aufgebaut und verkauften den durstigen Besuchern willkommene Kräuterlimonade mit Eiswürfeln.
Und auch der vermisste Nachmittagskaffee konnte noch genossen werden: Bei der Ankunft auf dem Fritznhof auf der Ratzinger Höhe erwartete Theresia Rappel die Besucher mit frischem Kaffee. Der eigentliche Grund des Besuches stand ebenfalls bereit: eine reiche Auswahl von Obstbränden und Likören, serviert vom Ehepaar Rappel und ihren beiden Söhnen. Angenehm im Schatten konnte nach Herzenslust probiert werden. Dazu gab es eine Besichtigung der Brennanlage und natürlich des Hofladens, wo neben den ‚geistigen‘ Produkten des Hofes auch vielfältige regionale Waren eingekauft werden konnten. Nach dem Schnapseln und mit einem Bauernhofeis versorgt wanderten die Meisten noch ein Stück bergan, um die unglaublich schöne Aussicht über den Chiemsee und die Berge zu genießen, bis der Bus den gastfreundlichen Hof in Richtung Heimat verließ.

Abendausflug nach Helming am 23.6.2022

Wie versprochen, wurde der letztjährige Ausflug zum traumhaften Garten von Brigitte und Sepp Fritzenwenger heuer wiederholt. Bei wunderbarem Wetter nahmen 15 Gartler daran teil. Der Garten lebt von den prächtigen Ballhortensien und den überschäumenden Kletterrosen. Plaudernd erklärte Brigitte die Namen der Rosen, die Pflege und Vorlieben ihrer Lieblinge. Ihr Mann ist der Handwerker, der die Rankhilfen, Hochbeete und Einfassungen erstellt. Die neuen Lieblinge der beiden sind allerdings gefiedert: Hühner! In ihrem schmucken Hühnerhaus mit Veranda lassen sie sich schön beobachten.
Unter einer Blütenfülle hindurch ging es weiter zu einer gemütlichen Sitzgelegenheit mit Kübelpflanzen und Hochbeeten und einer herrlichen Aussicht auf Felder, Wald und Wiesen und die Berge. Eine Augenweide ist auch ihr neuer lauschiger Sitzplatz mitten im Grünen unter Bäumen und Rosen. Nun wurde die Brotzeit ausgepackt, und die Gäste genossen entspannt diesen besonderen Garten und fachsimpelten mit den Fritzenwengers bis zum Einbruch der Dunkelheit.

Ramadama mit der Ottinger Schule

Es war wirklich an der Zeit! Drei Klassen der Ottinger Schule, ihre Lehrer(innen) und einige Vertreterinnen des Gartenbauvereins machten sich auf, um rund um Otting den Müll zu beseitigen, mit dem andere Menschen gedankenlos oder gar absichtlich die Natur verschandelt hatten. Richtung Bahnhof, Sportplatz und in den Wald schwärmten die Schüler aus und füllten die Müllsäcke. Manche Kinder hatten schwer zu schleppen, aber auch die unzähligen Zigarettenkippen vergiften die Umwelt.
Zurück am Schulhaus wartete eine von der Gemeinde Waging spendierte Brotzeit auf die fleißigen Müllsammler. In einem abschließenden Spiel lernten die Kinder, wie lange die Müllteile in der Natur zum Verrotten gebraucht hätten, wenn sie jetzt nicht beseitigt worden wären. Mindestens 15 Jahre brauchen zum Beispiel Zigarettenkippen, bis sie sich zersetzt haben.

Kraut und Krempel Markt am 07. Mai 2022

Über zwei Jahre lang hatte der Pfarrstadl kein Fest mehr gesehen! Nach einer großen Putzaktion war alles bereit für „Kraut und Krempel“. 300 selbstaufgezogene Tomatenpflanzen in über 30 Sorten schleppten die Wilden Blumen heran, dazu Windspiele, Kerzen und vieles mehr. Andere Kinder hatten Pflänzchen angesetzt, gebastelt, gehäkelt oder Gartenstecker aus Holz ausgesägt. Erwachsene Anbieter kamen mit Töpferware, Schmuck, Reisigbesen, Vogelhäuschen und natürlich Pflanzen aller Art. Kaffee und Kuchen luden zum Verweilen ein. Am Muttertagstisch konnte ein nettes Geschenk gebastelt werden.
Und dann kamen wirklich viele Schau- und Kauflustige, deckten sich mit Jungpflanzen und Gartenzubehör ein, kauften hübsche Dinge ein, trafen sich zum Ratschen und Fachsimpeln und freuten sich an dem ungewohnten Trubel. Die Kinder der Kindergruppe halfen überall mit, denn der Erlös des Wilde-Blumen-Standes und die Spenden für die Bewirtung gehen in die Gruppenkasse als finanzieller Grundstock für neue Abenteuer. Die Hälfte dieses Geldes jedoch ging als großzügige Spende über den Waginger Sozialfonds an die ukrainischen Kinder, die mit ihren Familien in der Region leben. Drei von ihnen nehmen mit Freude an den Wilde-Blumen-Treffen teil.

Besenbinden am 02. April 2022

Einen Besen zu binden ist kein Hexenwerk, sondern altes Handwerk. Einer, der das noch beherrscht, ist der Moier Hias von Hirschhalm. 10 Ottinger Gartler ließen sich von ihm in dieses Handwerk einweihen. Zuerst wird ein entsprechend großes Bündel Reisig in die Spannhilfe gelegt, Birkenreisig und der geheimnisvolle „Bowoigara“, der sich als Traubenkirsche herausstellte. Mit Draht wird das Bündel fest verzurrt, dann werden die „Zehen“ abgebunden, die den Besen breiter und flacher machen. Dabei lernten die Teilnehmer, dass in verschiedenen Regionen unterschiedliche Besenformen verwendet werden. Der eigentliche Besen wird dann mit dem Beil in Form gebracht, bevor zum Schluss der Besenstiel eingepasst wird.
Mit viel Spaß und gegenseitiger Hilfe hielt am Ende jeder einen fertigen Besen in der Hand. Das wird wohl nicht der letzte Kurs beim Moier Hias gewesen sein!

Rosenschnitt-Kurs am 26. März 2022

Wenn die Forsythia blüht, ist es Zeit, die Rosen zu beschneiden. Der Zeitpunkt passte , und auch das Wetter war angenehm warm. 9 Teilnehmer ließen sich von Doreen Maierhofer in die Kunst des Rosenschnitts einweisen. Sie lernten, welche Rosenklasse wie geschnitten werden sollte und wie man die Schere genau ansetzt. Später durften sich die Gartler selbst versuchen. Zu zweit besprachen sie sich kurz und schnitten dann beherzt zu. Tipps zu Pflanzung, Düngung und Winterschutz ergänzten den praktischen Teil. So fühlte sich jeder danach hoffentlich fit genug, sich danach gleich den eigenen Rosen zu widmen.

Jahreshauptversammlung am 22.März 2022

„Es ist so schön, dass wieder was ist!“, drückte eine Besucherin die allgemeine Stimmung aus. 60 Gartler konnte Doreen Maierhofer auf der Jahreshauptversammlung begrüßen. Und sie forderte sie auf: „Genießt es, dass ihr in den Garten gehen könnt, aber kommt auch wieder zusammen und engagiert euch!“
„Machts weiter so!“, lobte auch Bürgermeister Hias Baderhuber den Verein in seinem Grußwort.
Mit einem Moment der Stille wurde der drei verstorbenen Vereinsmitglieder gedacht.
Der Verein kann sich über sechzehn Neumitglieder freuen, darunter elf neue Wilde Blumen. Damit zählen 542 Gartler zum Gartenbauverein Otting.
Der Rückblick auf das Jahr 2021 war nicht allzu lang, aber einige Unternehmungen waren trotz Corona möglich gewesen. Doreen Maierhofer berichtete über verschiedene Kurse wie Schmieden, Blumenbinden und Weidenflechten, bei denen dekorative Stücke für Haus und Garten hergestellt wurden. Mit dem Radl wurden schöne Gärten in Ranham und Brünning besucht, ein weiterer Abendausflug führte nach Helming in einen wunderschönen Rosengarten. Und mit dem Tagesausflug konnte endlich Rainer Steidle in Attl besucht werden, außerdem der wirklich außergewöhnliche Garten von Familie Gillhuber in Irlham. Im Herbst konnte die Jahreshauptversammlung mit Christa Weiß als Referentin durchgeführt werden.
2022 können sich die Ottinger Gartler auf Ausflüge in die Steiermark und ins Rosenheimer Land freuen, wieder auf verschiedenen Kurse und auf den beliebten Kraut- und- Krempel- Markt.
In der Pause waren die Gartler gefordert, die Anzahl der Steckzwiebeln in einem großen Glas zu schätzen. Mit 350 lag Schorsch Ziegltrum am nächsten an der Zahl von 347 Stück dran und gewann eine frühlingshafte Blumenkiste.
Kassier Martina Huber gab den Kassenbericht. Die Korrektheit der Kasse wurde bestätigt durch die Kassenprüferinnen Johanna Erlacher und Marianne Simmerl, wodurch die Vorstandschaft entlastet werden konnte.
Hauptattraktion des Abends war Helmut Wolfertstetter, der „Vogelzwitscherer“ aus Palling. Kurzfristig eingesprungen für den erkrankten Udo Freitag, begeisterte er das Publikum mit seiner humorvollen Darbietung. Er kann sämtliche Vogelstimmen täuschend echt imitieren und würzt seinen Vortrag mit Wissen über die Vogelwelt und lustigen Geschichten. Die Ottinger belohnten ihn mit reichlich Applaus, bevor sie noch jeder zwei Frühlingsblumen aus der Dekoration mit nach Hause nehmen durften.